Handball

TV Fischbek: Klassenerhalt ist kaum noch möglich

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Ratlos: Die Trainer Marius Kabuse (l.) und Thorsten Siemens

Ratlos: Die Trainer Marius Kabuse (l.) und Thorsten Siemens

Foto: Günther Bröde

Nach 20 Saisonspielen haben die Oberliga-Handballer erst drei Punkte. Zuletzt gab es ein 22:31 gegen die Bundesliga-Reserve des THW Kiel.

Fischbek.  War es das für die Handballer des TV Fischbek? Nach der 22:31 (11:16)-Heimniederlage gegen die Bundesligareserve des Rekordmeisters THW Kiel bleiben sie nicht nur Tabellenletzter der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Es bleiben auch nur noch sechs Spiele, um Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Der Abstand zu den Mitabstiegskonkurrenten hat sich weiter vergrößert, weil der Vorletzte Neumünster und auch der TSV Weddingstedt in den vergangenen Wochen punkteten.

Fünf Spieler aus der Zweiten Herren im Kader für das Kiel-Spiel

Die Fischbeker dagegen haben erst einen Sieg und ein Unentschieden aus 20 Spielen auf dem Konto. Auch gegen den THW Kiel II waren sie – stark ersatzgeschwächt – von Anfang an chancenlos. Mit fünf Spielern aus der Zweiten Herren hatte Trainer Marius Kabuse den Kader auffüllen müssen und sich selbst für alle Fälle das Spielertrikot übergestreift.

Unter anderen fehlte Aleksej Kiselev. „Ich habe unter der Woche Antibiotika eingenommen“, begründete er seinen Verzicht auf einen Einsatz. Rückraum-Shooter Vito Clemens fehlte urlaubsbedingt. Bei Cuan Karaca, Marcel Kahns und Robert Mitleider lagen ebenfalls gesundheitliche Gründe vor; Mitleider wird längerfristig ausfallen.

Mit 0:5 gerieten die Gastgeber früh aussichtslos in Rückstand. Es dauerte fast neun Minuten, ehe Jan Niclas Kessler den ersten Treffer erzielte und weitere fünf Minuten bis zum 2:9 durch Felix Zielke. Beim 11:16 zur Pause sah es nicht mehr ganz so desaströs aus, an eine erfolgreiche Aufholjagd war aber nicht zu denken. Im Gegenteil – peu à peu bauten die Gäste ihre Führung aus. Fischbeks beste Torschützen waren Marek Struß (6) und Jan Niclas Kessler (5).

Planungen für kommende Spielzeit laufen zweigleisig

Dass der Klassenerhalt immer unwahrscheinlicher wird, hat auch Trainer Marius Kabuse längst eingesehen. „Wir denken zweigleisig“, sagte er. In den Gesprächen mit den Spielern über die kommende Saison würden beide Szenarien, also sowohl der Abstieg als auch der zumindest rechnerisch noch mögliche Klassenerhalt, angesprochen. Kabuse geht davon aus, dass im Falle eines Abstiegs nicht jeder Spieler bleiben wird. „Bis zum Ende der Saison wollen wir weiter unser Bestes geben und dann sehen, ob es vielleicht doch noch reicht“, gibt der Trainer als Marschroute aus.

„Die stärksten Gegner haben wir hinter uns,“ ist sich Marius Kabuse sicher, dass in Sachen Punktgewinne noch etwas gehen kann. Nächster Gegner am kommenden Sonnabend ist auswärts der Tabellenvierte TSV Hürup, danach bekommen es die Fischbeker noch mit fünf Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun. Darunter die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt Weddingstedt, gegen den sie ihren einzigen Saisonsieg feierten, und Neumünster, gegen den sie immerhin einen Punkt holen konnten.

( gb )

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