Harburg
Futsal

MTV Egestorf ist zum ersten Mal Futsal-Kreismeister

Rettung in letzter Sekunde. Im Finale wird Bilal Ballout (rotes Trikot) von Luhdorfs Johann Renje (l.) am Torschuss gehindert. Rechts Luhdorfs Torwart Tarik Juhre.

Rettung in letzter Sekunde. Im Finale wird Bilal Ballout (rotes Trikot) von Luhdorfs Johann Renje (l.) am Torschuss gehindert. Rechts Luhdorfs Torwart Tarik Juhre.

Foto: Günther Bröde

Der Bezirksligist gewinnt das Endspiel mit 6:0 gegen den MTV Luhdorf-Roydorf. Ärger über Diebstahl von Handys aus Sporttaschen.

Hittfeld.  „Der MTV Egestorf hat die Vorrunde souverän gemeistert. Aber auch der MTV Luhdorf-Roydorf vermochte bisher zu überzeugen“, hatte der Futsalbeauftragte des Kreisfußballverbandes Harburg zu Beginn der Viertelfinalspiele exakt jene Teams zu Favoriten der 10. Futsal-Kreismeisterschaft erklärt, die sich letztlich auch im Finale gegenüberstanden. Frank Dohnke bewies also einen guten Riecher. Dass sich der MTV Egestorf den Titel holte, war dann keine allzu große Überraschung mehr. Nur das Ergebnis von 6:0 ließ aufhorchen.

6:0 im Finale ist der höchste Sieg des Tages

Es war das höchste Ergebnis des gesamten Tages und zugleich Ausdruck der Überlegenheit des Bezirksligisten, der nicht nur alle Vorrundenspiele gewann, sondern auch im Viertelfinale gegen ESV Maschen (2:0) und im Halbfinale gegen MTV Borstel-Sangenstedt (1:0) erfolgreich war. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis war in der Vorrunde das 5:0 von Egestorf gegen den 1. FC Seevetal, das dadurch zustande kam, dass der Gegner zum letzten Gruppenspiel nicht mehr antrat.

Den Seevetalern war die Lust am Futsal gründlich vergangen. Mit 0:5 gegen den TV Welle und 1:2 gegen Eintracht Hittfeld waren sie mit zwei Niederlagen in die Futsal-Kreismeisterschaften gestartet. Dann gewannen sie zwar mit 2:1 gegen den TSV Heidenau, kassierten aber danach ein 0:4 gegen VfL Jesteburg. Auch waren sie nur mit einem Ersatzspieler in die Sporthalle des Gymnasiums am Peperdieksberg gekommen.

Nach Rot und Diebstahl verlässt der 1. FC Seevetal die Halle

Als dann noch einer der ihren Rot kassierte, war die Stimmung schon am Boden. Und als ihnen dann noch die Handys aus den Sporttaschen gestohlen wurden, war ihnen der Spaß am Hallenfußball endgültig vergangen. Die Akteure des 1. FC Seevetal packten ihre Siebensachen und verließen kurzerhand die Veranstaltung.

Der zweite Finalist MTV Luhdorf-Roydorf startete mit einer Niederlage gegen den Vorjahressieger Buchholzer FC in den Wettbewerb, gewann danach aber alle Vorrundenspiele – wenn auch nur knapp mit jeweils einem oder zwei Toren Differenz. Mit 2:0 gegen den TSV Heidenau und 1:0 gegen den TV Welle waren auch die Viertel- und Halbfinalspiele des MTV Luhdorf-Roydorf jeweils eine knappe Angelegenheit.

TV Welle gewinnt das kleine Finale gegen Borstel

Dafür, dass es den meisten Beteiligten richtig Spaß gemacht hat, spricht die Entscheidung der Fußballer des TV Welle und des MTV Borstel-Sangenstedt, die Platz drei im Penaltyschießen unter sich ausmachen sollten, den Bronzerang unbedingt spielerisch ermitteln zu wollen. Mit dem besseren Ende für den TV Welle, der das „kleine Finale“ um den dritten Platz mit 5:1 für sich entscheiden konnte.

Das Endspiel gehörte dann in die Kategorie „Das Beste zum Schluss“. Wenn auch nur aus Sicht des MTV Egestorf, der sich in einen wahren Rausch spielte, den Finalgegner quasi nach Belieben dominierte und zum ersten Mal die Harburger Futsal-Kreismeisterschaft gewinnen konnte.

Die Ergebnisse der K.o.-Phase:

Viertelfinale:
MTV Luhdorf-Roydorf – TSV Heidenau 2:0
TV Welle – Buchholzer FC 2:1
MTV Egestorf – ESV Maschen 2:0
MTV Borstel-Sangenstedt – VfL Jesteburg 7:1

Halbfinale:
MTV Luhdorf-Roydorf – TV Welle 1:0
MTV Egestorf – MTV Borstel-Sangenstedt 1:0

Spiel um Platz drei:
TV Welle – MTV Borstel-Sangenstedt 5:1

Endspiel:
MTV Egestorf – MTV Luhdorf-Roydorf 6:0