Fussball

In der Halle geht es um Prestige und Pokale

So war es vor einem Jahr beim Stadtpokal: die Fußballer des TSV Winsen lassen nach dem 1:0-Finalsieg gegen Borstel-Sangenstedt ihren Emotionen freien Lauf. Hier schreit Maximilian Schmidt seine Freude heraus.

So war es vor einem Jahr beim Stadtpokal: die Fußballer des TSV Winsen lassen nach dem 1:0-Finalsieg gegen Borstel-Sangenstedt ihren Emotionen freien Lauf. Hier schreit Maximilian Schmidt seine Freude heraus.

Foto: Markus Steinbrück / HA

Sparkassen-Cup der Stadt Winsen und Hallenmasters des TV Meckelfeld locken am Sonnabend die Fußballfans in die Sportarenen.

Winsen/Meckelfeld.  In Winsen geht es in erster Linie um das Prestige und die Stimmung, in Meckelfeld sind höherklassige und viele Hamburger Mannschaften am Start. Kaum ist der Jahreswechsel gemeistert, sorgen die Fußballer für das erste große Highlight im neuen Jahr. Fast zeitgleich gehen an diesem Sonnabend, 4. Januar, die Hallenfußballturniere um den Sparkassen-Cup der Stadt Winsen und das Hallenmasters des TV Meckelfeld über die Bühne.

Seit 2011 gab es in Winsen sechs verschiedene Sieger

Natürlich lässt sich Winsens Bürgermeister André Wiese „sein Heimturnier“, das morgen zum 35. Mal ausgetragen wird, nicht entgehen. „Der Stadtpokal steht für Kontinuität, für Spaß und dafür, Leute zusammen zu führen“, sagte Wiese bei der Gruppenauslosung. „Ich bin seit 2011 als Bürgermeister dabei. Seitdem haben wir eine gute Streuung von Siegern.“ In der Tat stehen seitdem mit Scharmbeck, Ashausen, Luhdorf, Elbmarsch, Winsen und Auetal sechs verschiedene Vereine in der Siegerliste.

Vor Jahresfrist standen sich die beiden Rekordsieger im Endspiel gegenüber. Sowohl der TSV Winsen (inklusive seiner Vorgängervereine) als auch der MTV Borstel-Sangenstedt hatten bis dahin elfmal den Stadtpokal gewonnen. In einer dramatischen Auseinandersetzung gewann der TSV mit 1:0 und steht in der ewigen Rangliste nun allein auf dem ersten Platz.

Scharmbeck gilt als Favorit auf den Stadtpokal 2020

Auch diesmal zählen diese beiden, die in der Bezirksliga zwei die Tabellenplätze zwei (Borstel) und vier (Winsen) einnehmen, zu den Favoriten. Noch eine Nuance stärker könnte die SG Scharmbeck-Pattensen sein. Zum einen hat das Team von Trainer Nicolas Ehricke als Tabellendritter eine ebenso gute Hinrunde in der Bezirksliga gespielt. Zum anderen unterstrich die Mannschaft beim Budenzauber der SV Eintracht Lüneburg zwischen den Jahren eindrucksvoll ihre Hallenqualitäten.

In einem mit Landesligisten gespickten Teilnehmerfeld verlor der Bezirksligist von zehn Spielen nur ein einziges und landete auf dem sehr guten dritten Platz. Am Finaltag besiegte Scharmbeck-Pattensen sogar den Regionalligisten Lüneburger SK. An Selbstvertrauen für die Aufgaben beim Stadtpokal sollte es also nicht mangeln.

Unterklassige Vereine haben gute Chancen aufs Weiterkommen

Von den Spielklassen her ist das Feld schwach besetzt wie lange nicht mehr. Nach dem Abstieg des TSV Winsen aus der Landesliga und jenem von Auetal und Ashausen in die 1. Kreisklasse, befinden sich als am höchsten spielende Vereine vier Bezirksligisten im zehn Mannschaften starken Starterfeld. Die Auslosung führte in der Gruppe B neben Scharmbeck und Winsen den FC Roddau (1. Kreisklasse) sowie MTV Luhdorf-Roydorf und TSV Stelle (beide 2. Kreisklasse) zusammen. Da pro Gruppe die ersten vier Teams ins Viertelfinale einziehen, haben auch unterklassige Mannschaften eine gute Chance aufs Weiterkommen.

In der Gruppe B kämpfen Eintracht Elbmarsch und Borstel (beide Bezirksliga), SG Elbdeich (Kreisliga) sowie Ashausen und Auetal (beide 1. Kreisklasse) um die Einzug in die K.o.-Phase, die um 15.30 Uhr beginnt. Die Gruppenspiele in der Winarena an der Bürgerweide beginnen um 11 Uhr, das Finale ist für 17.15 Uhr angesetzt. Dann ist auch André Wiese wieder vor Ort und zusammen mit einem Vertreter des Hauptsponsors, der Sparkasse Harburg-Buxtehude, wird den Stadtpokalsieger 2020 ehren.

Oberligist FC Süderelbe ist Pokalverteidiger in Meckelfeld

Das 34. Hallenmasters des TV Meckelfeld beginnt und endet am Sonnabend jeweils eine Stunde später als in Winsen. Gespielt wird von 12 bis etwa 18.30 Uhr in der großen Realschul-Sporthalle am Appenstedter Weg. Zehn Mannschaften in zwei Fünfergruppen kämpfen um den Einzug in das Halbfinale, in Seevetal wird auf ein Viertelfinale verzichtet.

Das hochklassige Teilnehmerfeld wird angeführt vom Titelverteidiger FC Süderelbe aus der Oberliga Hamburg. Ebenfalls aus dem Hamburger Fußball-Verband reisen der Oberliga-Aufsteiger Hamm United FC, der Landesliga-Aufsteiger FTSV Altenwerder sowie SV Wilhelmsburg und SV Rot-Weiss Wilhelmsburg (beide Bezirksliga Süd) nach Meckelfeld.

Auch die Bezirksligisten Maschen und Fleestedt sind dabei

„Nach einer längeren Turnierpause freuen wir uns über die Teilnahme des Harburger SC. Gespannt sein darf man auch auf das Auftreten des ungeschlagenen Tabellenführers der Kreisliga 1, der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft“, sagt Meckelfeld Ligamanager Karlheinz Rüdiger. Neben Gastgeber TV Meckelfeld (5. Platz in der Bezirksliga zwei) wird das Teilnehmerfeld der zehn Vereine von zwei weiteren Bezirksligavereinen aus dem Gemeinde Seevetal komplettiert: VfL Maschen (9. Platz) und TuS Fleestedt (17. Platz).

Mit gewohnt launigen Kommentaren wird Radiomoderator Jan Stahl die Zuschauer durch das Turnier begleiten. Aufgelockert wird der Nachmittag auch mit Einlagespielen zwischen den U9-Junioren des TV Meckelfeld und TuS Nenndorf. Die Jüngsten treten vor den Halbfinalspielen (etwa 17 Uhr) und vor dem Finale (etwa 18 Uhr) in Aktion. Zum Hallenmasters in Meckelfeld gehört ein Vorturnier für Zweite-Herren-Mannschaften am Freitagabend von 18 Uhr an.