Harburg
Handball

TV Fischbek sammelt 2300 Euro für „Hand in Hand“

Fischbeks Torhüter Azeez Qyewusi zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, parierte drei Siebenmeter innerhalb von fünf Minuten.

Fischbeks Torhüter Azeez Qyewusi zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, parierte drei Siebenmeter innerhalb von fünf Minuten.

Foto: Günther Bröde

Den dringend benötigten Heimsieg verpassen die Oberliga-Handballer beim 28:30 gegen Schülp allerdings.

Fischbek.  Exakt 2365 Euro fließen an die Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ des Norddeutschen Rundfunks. Diese Zahl nannte Fischbeks Ligamanager Jens Kabuse und betonte, dass damit noch nicht alle Erlöse aus der Benefizaktion der Oberliga-Handballer erfasst seien, die neben einer Tombola mit mehr als 150 Preisen weitere Spendenaktion umfasste. Geld, dass für die Hilfe für Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen verwendet werden soll.

400 Zuschauer sorgen für prall gefüllten Spendentopf

Radiomoderatorin Maren Bockholdt war zum Oberligaspiel des TV Fischbek gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in die Arena Süderelbe gekommen, um die 450, jeweils drei Euro teuren Lose an den Mann und die Frau zu bringen. Der Verein hatte so viele Preise eingesammelt, dass sogar Nieten noch zu Gewinnen mutierten. War die Benefizaktion ein voller Erfolg, verfehlten die Handballer vor 400 Zuschauern mit 28:30 (13:14) den dringend benötigten zweiten Saisonsieg.

Dafür fehlte es vor allem am nötigen Personal. „Viele Spieler sind verletzt, gesperrt oder im Urlaub“, sagte Trainer Marius Kabuse, der sich selbst in den Dienst der Mannschaft stellte – zweieinhalb Jahre nach seinem Karriereende. Von der 23. Minute an musste der TV Fischbek ohne seinen besten Werfer auskommen. Aleksej Kiselev – bis dahin fünf Tore – sah nach einer Abwehraktion die rote Karte und musste sich den Rest der Partie von der Tribüne aus ansehen.

Rote Karte für den bis dato besten Schützen Aleksej Kiselev

„Held des Abends“ hätte Torwart Azeez Oyewusi werden können. Er parierte etliche Bälle spektakulär, darunter drei Siebenmeter innerhalb von fünf Minuten. Oyewusi war der Garant dafür, dass die Fischbeker gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner bis kurz vor der Pause knapp in Führung lagen (13:12). Erst in den Schlussminuten konnten sich die Gäste durchsetzen, als sie zwei Tore in Folge zum 26:24 erzielten und zwei Minuten vor Schluss (29:26) drei Treffer Vorsprung hatten. Bis auf 28:29 kamen die Fischbeker durch ihren besten Werfer Vito Clemens (acht Tore) noch heran, doch für ein Remis reichte es nicht.

Marius Kabuse, der beim Comeback zwei Treffer erzielte, nannte neben der dünnen Personaldecke auch das fehlende Glück als entscheidenden Faktor. Er selbst wolle sich baldmöglichst wieder auf das Traineramt konzentrieren. Das rettende Ufer sei nicht so weit entfernt, als dass seine Mannschaft den Klassenerhalt nicht immer aus eigener Kraft schaffen könne. Am kommenden Sonnabend geht es in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein zum Auswärtsspiel zum TSV Ellerbek.

Comeback von Marius Kabuse soll eine Ausnahme bleiben

Dass bei der Spendenaktion mehr als die 1350 Euro aus dem Losverkauf heraussprangen, war einer sogenannten Torspende zu verdanken. Fünf Euro für jeden ihrer Treffer überweisen Fischbeks Handballer aus der Mannschaftskasse an die Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Weitere fünf Euro spenden Torpaten, die aus den Reihen ihrer Fans und Unterstützer für den guten Zweck gewonnen werden konnten.