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Jesteburg bezwingt auch den HSV

Gleich drei HSV-Spielerinnen haben Tania Rocha Ferreira vom VfL Jesteburg (r.) im Blick. Die offensive Mittelfeldspielerin war häufig auf sich allein gestellt.

Gleich drei HSV-Spielerinnen haben Tania Rocha Ferreira vom VfL Jesteburg (r.) im Blick. Die offensive Mittelfeldspielerin war häufig auf sich allein gestellt.

Foto: Günther Bröde

Durch den 3:1-Heimsieg zum Abschluss der Hinrunde verbessern sich die Regionalliga-Fußballerinnen auf den vierten Platz.

Jesteburg.  Die Fußballfrauen des VfL Jesteburg sind in der Regionalliga Nord nicht zu bremsen. Nach den Erfolgen und guten Ergebnissen der vergangenen Wochen haben sie die Hinrunde mit einem weiteren schönen Erfolg beendet, das Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 3:1 (1:0) gewonnen und sich in der Tabelle am jüngsten Gegner vorbei auf den vierten Platz geschoben.

Gefühlte 90 Prozent Ballbesitz für die lauffreudigen Gäste

„Dass es gegen den HSV nicht einfach werden würde, war allen klar“, sagte Torhüterin und Co-Trainerin Laura Jungblut. Die Hamburgerinnen waren mit vielen jungen, dynamischen und vor allem lauffreudigen Spielerinnen angereist, die den „Rüsselkäferinnen“ über die gesamte Spielzeit einiges abverlangten. Die erste Chance hatte in der fünften Minute trotzdem der VfL Jesteburg, doch Nele Heins zielte etwas ungenau.

Danach folgte ein Powerplay des HSV. Die Gastgeberinnen waren voll und ganz damit beschäftigt, ihr Tor zu verteidigen, die in rosa Trikots angetretenen HSV-Frauen konnten ihre spielerische Hoheit jedoch nur selten in Chancen ummünzen. Bei den wenigen Gegenangriffen des VfL Jesteburg war die offensive Mittelfeldspielerin Tania Rocha Ferreira meistens auf sich allein gestellt. Ansonsten wurde stark verteidigt.

Fabienne Stejskal trifft wie Matthias Ginter mit der Hacke

Wie aus dem Nichts dann das 1:0. Nach einem Eckball schoss Tania Rocha Ferreira auf das HSV-Tor. Fabienne Stejskal stand goldrichtig und versenkte den Ball sehenswert mit der Hacke im Tor. Im Gegensatz zu Matthias Ginter bei seinem 1:0 für die deutsche Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation gegen Weißrussland stand Jesteburgs Torschützin eindeutig nicht im Abseits. Die Führung war umso überraschender, als der HSV bis dahin gefühlte 90 Prozent Ballbesitz hatte. Daran änderte sich bis zur Pause nichts mehr.

In der 63. Minute musste Jesteburgs Torhüterin Laura Jungblut, die vorher nur ein paar Flanken- oder Eckbälle herunterpflücken musste, erstmals ernsthaft eingreifen und zur Ecke klären. In der 67. Minute war sie bei einem Freistoß für den HSV direkt von der Strafraumgrenze zur Stelle. Nach zehn Minuten konnten die VfL-Frauen mal wieder einen Entlastungsangriff starten. Nele Heins spielte einen Doppelpass mit Tania Rocha Ferreira, zog mit ihrer Schnelligkeit an der Gegenspielerin vorbei und versenkte den Ball eiskalt zum umjubelten 2:0 im HSV-Tor.

Torhüterin Laura Jungblut vereitelt mehrere HSV-Gelegenheiten

In der 82. Minute musste Jungblut ein weiteres Mal spektakulär klären. Fünf Minuten später die Entscheidung, als ein Eckball von Nadine Odzakovic den Kopf von Anna-Lena Günthel fand, die zum 3:0 einnickte. In letzter Sekunde betrieb der HSV mit dem Treffer zum 1:3-Endstand noch Ergebniskosmetik.

„Das Alte Moor ist und bleibt eine Festung. Heute hat sich die gute alte Fußballweisheit bewahrheitet, dass Ballbesitz keine Tore schießt“, freute sich Laura Jungblut vor allem über die an diesem Tag tatsächlich hundertprozentige Chancenverwertung ihrer Mannschaft. Damit ist die Hinserie in der Regionalliga Nord beendet. Am kommenden Sonntag, 17. November, gehen Jesteburgs Fußballerinnen dann in Sachen Niedersachsenpokal auf Reisen. In Nordenham geht es um 15 Uhr gegen den West-Oberligisten TSV Abbehausen um den Einzug ins Halbfinale.

Elbmarsch rückt nach zweitem Sieg auf Nichtabstiegsplatz

Eine herbe Niederlage kassierten die Oberligafrauen des Buchholzer FC mit dem 0:8 (0:5) gegen den „Überflieger der Liga“, den Osnabrücker SC. Dessen Trefferserie begann in der 2. Minute und endete eine Minute vor Schluss. Osnabrück ist nach elf Hinrundenspielen ohne jeden Makel Herbstmeister mit 33 Punkten und 54:2 Toren. Die Buchholzer Fußballfrauen stehen mit der positiven Bilanz von fünf Siegen, einem Remis und vier Niederlagen auf Tabellenplatz sieben.

Die Landesliga-Fußballerinnen von Eintracht Elbmarsch haben ihren Worten Taten folgen lassen und eine Woche nach dem ersten Saisonsieg sogleich den zweiten folgen lassen. Durch das 1:0 gegen Schlusslicht SG Narum/Horstedt – nach einem Heimrechttausch wurde die Partie in Marschacht ausgetragen – stehen die Eintracht-Frauen zum Hinrundenabschluss zum ersten Mal auf einem Nichtabstiegsplatz.

Lena Tode trifft für Elbmarsch aus 30 Metern in den Winkel

Das Tor des Tages erzielte Lena Tode nach einer Viertelstunde. Nach einem Foul an Nathalie Bödder versenkte sie den Freistoß aus fast 30 Metern Entfernung sehenswert im Winkel. „Ein alles andere als berauschendes Fußballspiel findet mit der Eintracht einen verdienten Sieger. Die etwas reifere Spielanlage, gute Standards und die sichere Defensive, die keine einzige Torchance der Gäste zuließ, waren ausschlaggebend für den wichtigen Dreier“, sagte Trainer Jan Flindt.