Harburg
Fussball

Altenwerder punktet im Tabellenkeller, Buchholz nicht

Starke Defensivleistung: Anton Krauter (links) und Daniel Strohmeyer (rechts) können diesen Schuss von Anton Hein (TuS Berne) blocken. 

Starke Defensivleistung: Anton Krauter (links) und Daniel Strohmeyer (rechts) können diesen Schuss von Anton Hein (TuS Berne) blocken. 

Foto: Markus Steinbrück / HA

Oberliga-Fußballer aus der Nordheide verlieren unter dem neuen Trainer Rüdiger Meyer 1:4 gegen Spitzenreiter TuS Dassendorf.

Buchholz/Neugraben.  Ergebnistechnisch war kaum mehr zu erwarten unter dem neuen Trainer, immerhin ging es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Oberliga Hamburg. Inhaltlich sah Rüdiger Meyer trotz der 1:4 (0:2)-Heimniederlage seines TSV Buchholz 08 gegen TuS Dassendorf aber kleine Fortschritte. „Was Einstellung, Laufbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit anbetrifft, war es besser als letzte Woche“, sagte der Nachfolger von Marinus Bester, der nach einem Gespräch zu Wochenbeginn selbst einen Schlussstrich unter sein Engagement in der Nordheide gezogen hatte.

Vor seinem ersten Spiel leitetet Rüdiger Meyer nur eine Einheit

„Die Verunsicherung ist groß. Es wird noch etwas dauern, bis wir die rauskriegen. Wir wollen den Jungs den Spaß am Fußball zurückgeben“, so Meyer. Der Buchholzer Zweite-Herren-Trainer leitete nach seiner Amtsübernahme nur eine Trainingseinheit. „Da waren wir 23 Mann auf dem Platz“, freute er sich.

Im Spiel gegen Dassendorf, das fast 400 Fans verfolgten, fehlte den Gastgebern auch etwas Glück. Nach 30 Sekunden hatte beispielsweise Marc Eisenberg eine Großchance. Das 0:1 (9.) fiel „nach einer Ecke, die eigentlich keine war“ (Rüdiger Meyer), das 0:2 (36.) aus dem Gewühl heraus und beim 0:3 (60.) traf Andreas Metzler, bedrängt vom zehn Sekunden zuvor eingewechselten Marcel von Walsleben-Schied, ins eigene Tor.

Marc Eisenberg schießt das Tor für Buchholz zum zwischenzeitlichen 1:3

Immerhin gelang den Buchholzer ein schöner Treffer. Can Kömürcü schickte Marc Eisenberg auf die Reise, der aus halbrechter Position ins lange Eck vollendete. Mit dem 1:4 eine Viertelstunde später war die zarten Hoffnung auf eine Überraschung dahin. „Dassendorf war auch nicht der Maßstab. Dafür sind sie zu dominant und stabil“, sagte Rüdiger Meyer, der sich am Freitag beim starken Aufsteiger Hamm United eher etwas ausrechnet. „Ein Punkt oder Dreier wären Gold wert, um den Kopf freizukriegen“, so der Trainer, der mit seiner Mannschaft noch vier Punktspiele bis Weihnachten zu absolvieren hat.

„Verlieren verboten“, lautete das Motto für die Landesliga-Fußballer des FTSV Altenwerder. Im Duell des Letzten gegen den Drittletzten mussten die Gastgeber unbedingt alle drei Punkte am Jägerhof behalten. „Und wir haben geliefert“, sagte ein zufriedener Trainer Daniel Rossa nach dem 3:0 (2:0)-Sieg gegen TuS Berne. Er und Co-Trainer Florian Meier hatten dem Kellerduell in der Vorbesprechung Pokalcharakter verliehen.

FTSV zieht in die nächste Runde ein – jetzt geht’s nach Düneberg

„Wir wollten fighten, hinten gut stehen und dann nach vorn Nadelstiche setzen“, so Rossa. Das gelang von Anfang an sehr gut. Bereits nach drei Minuten hatte Emanuel Rossa nach einer Flanke von der rechten Seite die Chance zur Führung. Doch sein Kopfball gegen die Laufrichtung des Torwarts wurde von der Linie gekratzt.

Zwei Minuten später blieb er nach einem langen Ball an die Strafraumgrenze dann Sieger, war kurz vor dem herauseilenden Keeper am Ball. Die Kugel senkte sich als Bogenlampe ins Berner Tor, Vladimir Jauk brauchte nicht mehr einzugreifen. Nach einer halben Stunde erneut Jubel am Jägerhof, als der überragende Nusret Memedi den Ball im Gegenpressing eroberte und auf Nebenmann Dimitri Marker ablegte, der zum 2:0 vollendete.

Nusret Memedi ist der überragende Mann bei Altenwerder

Nach dem Wechsel ließ die FTSV-Defensive mit der Dreierkette Stefan Janietz, Ole Lüben und Daniel Strohmeyer kaum noch etwas zu. Allein nach einem Standard wurde es brenzlig, als die Gäste den Ball ans Lattenkreuz setzten. Endgültig der Deckel drauf war nach dem 3:0 durch Memedi (84.), der nach einem missglückten Abwurf den Ball vor die Füße bekam und diesen etwas glücklich ins Tor bugsierte.

„Wir sind eine Runde weiter“, bemühte Daniel Rossa den Vergleich zum Pokal. In der nächsten Runde wartet das nächste Sechs-Punkte-Spiel, denn am Sonnabend geht es für Schlusslicht Altenwerder zum Vorletzten Düneberger SV, der mit einem 3:2-Auswärtssieg beim FC Türkiye in Wilhelmsburg ebenfalls ein Ausrufezeichen setzte.