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Fussball

VfL Jesteburg fegt Meppen vom Platz

Selten kamen die Elbmarscherinnen so gefährlich vor das VSKL-Tor. In dieser Szene wird Eintrachts Laura Wegner (im Sprung) im letzten Moment von Osterholz-Spielerin Katrin Puckhaber gestoppt.

Selten kamen die Elbmarscherinnen so gefährlich vor das VSKL-Tor. In dieser Szene wird Eintrachts Laura Wegner (im Sprung) im letzten Moment von Osterholz-Spielerin Katrin Puckhaber gestoppt.

Foto: Karsten Schaar

4:0-Heimsieg für die Regionalliga-Fußballerinnen. Dagegen verlieren Buchholz in der Oberliga und Elbmarsch in der Landesliga.

Jesteburg.  Nach drei herausragenden Leistungen gegen das Spitzentrio der Liga – jeweils Unentschieden gegen SV Henstedt-Ulzburg und Hannover 96, davor ein spektakuläres 4:3 gegen den FC St. Pauli – präsentierten sich die Fußballfrauen des VfL Jesteburg in der Regionalliga Nord beim 4:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Meppen II erneut in glänzender Verfassung.

Deutliche Niederlagen mussten dagegen die Frauen des Buchholzer FC in der Oberliga Niedersachsen und von Eintracht Elbmarsch in der Landesliga Lüneburg einstecken. Buchholz unterlag Eintracht Lüneburg mit 0:3 (0:0); Elbmarsch wartet nach dem 1:4 (1:1) gegen Osterholz-Scharmbeck noch auf den ersten Saisonsieg.

Jesteburg vergrößert den Abstand zu den Abstiegsrängen

Ihr Ziel, mit einem Sieg gegen Meppen Abstand zu den Abstiegsplätzen zu gewinnen, haben die „Rüsselkäferinnen“ erreicht. Ein Selbstgänger war die Begegnung trotzdem nicht, die mit klaren Vorteilen für die Gäste begann. Bereits in der dritten Minute musste Jesteburgs Torhüterin Laura Jungblut mit einer schnellen Reaktion den frühen Rückstand verhindern. Meppen II machte weiter Druck, und die VfL-Frauen fanden nur mit Mühe ins Spiel.

Erst in der 23. Minute kam der VfL Jesteburg durch Tania Rocha Ferreira zur ersten Torchance – noch ohne Erfolg. Sechs Minuten später machte es die offensive Mittelfeldspielerin besser. Erst eroberte sie den Ball in Höhe der Mittellinie, dann ließ sie drei Gegenspielerinnen stehen und schob den Ball gekonnt an der Torhüterin vorbei über die Torlinie. Etwas überraschend, denn bis dahin hatten die Gäste klar mehr vom Spiel gehabt. Mit dem Vorsprung im Rücken spielte es sich danach leichter.

Tania Rocha Ferreira schießt drei der vier Jesteburger Tore

Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte wieder Meppen. Doch nachdem Torhüterin Laura Jungblut schon geschlagen war und die Gäste den Jubelschrei schon auf den Lippen hatten, warf sich in allerletzter Sekunde Janine von der Wroge in den Schuss und rettete die Führung. Quasi im direkten Gegenzug konnte der VfL durch Fabienne Stejskal seine Führung auf 2:0 ausbauen. Stejskal traf nach Flanke von Nele Heins die Latte, von dort sprang der Ball an den Rücken der Meppener Torhüterin und ins Tor.

Danach konnte Meppen das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. In der 65. Minute traf Ferreira zum 3:0. Nur ein einziges Mal ging es danach im VfL-Strafraum brenzlig zu, doch Laura Jungblut blieb Siegerin in einer Eins-gegen-Eins-Situation. In der 89. Minute krönte Tania Rocha Ferreira mit ihrem dritten Treffer des Tages ihre starke Leistung. Fazit von Laura Jungblut, die auch als Co-Trainerin fungiert: „Das erste Tor kam genau zur richtigen Zeit. Dadurch sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Einige Rettungstaten in der Defensive und unsere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor waren der Schlüssel zum Erfolg.“

Buchholzer FC ist punktgleich mit vier weiteren Vereinen

Einen solchen Erfolg hätten auch die Oberliga-Frauen des Buchholzer FC gern gefeiert, doch gegen SV Eintracht Lüneburg hatte die Aufsteiger-Mannschaft einen schlechten Tag erwischt. Nach dem 0:1 in der 50. Minute stellte Trainer Sven Kiesel auf eine Dreier-Abwehrkette um. „Wir wollten noch einmal Druck erzeugen, haben aber insgesamt zu viele Fehler gemacht und zwei weitere Einschläge kassiert“, kommentierte Kiesel den unglücklichen Spielverlauf. Die Gegentore zwei und drei musste der Buchholzer FC, der als letzte von fünf punktgleichen Vereinen auf dem siebten Tabellenplatz steht, in den letzten zehn Minuten hinnehmen.

In der Landesliga Lüneburg gingen die Frauen von Eintracht Elbmarsch gegen VSK Osterholz-Scharmbeck in der 20. Minute durch Lara Tenzer in Führung, verloren dann aber den Faden. Als spielentscheidende Szene bezeichnete Trainer Jan Flindt den Treffer zum 1:2. Nach einem unnötig verursachten Eckball wurde der zweite Ball vor das Eintracht-Tor geschlagen, wo zwei VSK-Spielerinnen direkt vor Torfrau Wiebke Knippelberg klar im Abseits standen. Jan Flindt: „Der Pfiff bleibt jedoch aus und eine Osterholzer Angreiferin hatte keine Mühe einzuschieben. Danach lief das Spiel so, wie ein Spiel eines Kellerkindes dann eben läuft.“

Eintracht Elbmarsch muss weiter auf ersten Saisonsieg warten

Anne Wübbenhorst traf nur die Latte, im Gegenzug landete ein vergleichbarer Schuss der Gäste als Bogenlampe im Tor der Eintracht. „Wieder hatten wir sehr ordentliche Phasen, haben einen riesen Aufwand betrieben, wurden letztlich aber nicht belohnt. Weil wir zu viele individuelle Fehler gemacht, falsche Entscheidungen aus dem Spiel heraus getroffen haben und auch das nötige Glück nicht hatten, sind wir wieder leer ausgegangen.“