Harburg
Tanzen

Lateintänzer sind im Dauer-Trainingslager

Geben auch in Alltagsklamotten eine gute Figur ab (von links): Florian Hissnauer, Alina Nygaard, Steffen Sieber, Nele Hauff und Florian Köttner.

Geben auch in Alltagsklamotten eine gute Figur ab (von links): Florian Hissnauer, Alina Nygaard, Steffen Sieber, Nele Hauff und Florian Köttner.

Foto: Privat

Formation von Blau-Weiss Buchholz bereitet sich auf die deutsche Meisterschaft am 9. November in der Sporthalle Hamburg vor.

Buchholz.  „Es ist anstrengend. Aber wir sind voller Vorfreude.“ Das sagte Tänzer Florian Hissnauer nach einer schweißtreibenden Trainingseinheit der A-Lateinformation von Blau-Weiss Buchholz. Die Tänzerinnen und Tänzer befinden sich derzeit in einer Art Dauer-Trainingslager, um sich auf das große Ziel der Saison 2019/2020 vorzubereiten.

In etwa drei Wochen werden die deutschen Meisterschaften der besten Standard- und Lateinformationen in der Sporthalle Hamburg ausgetragen. Blau-Weiss Buchholz richtet die Titelkämpfe am Sonnabend, 9. November, aus. Organisationschef Björn Poll hat etwa 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer um sich geschart.

Blau-Weiss Buchholz organisiert die Titelkämpfe mit 100 Helfern

Die 16 Tänzerinnen und Tänzer aus der Nordheide wollen angreifen und ein Wörtchen mitreden bei der Vergabe des letzten nationalen Startplatzes für die Weltmeisterschaften. Im Kreise der mit vielen Titeln und internationalen Starts dekorierten Konkurrenz gelten die Buchholzer immer noch als Neuling, auch wenn sie bereits zum sechsten Mal bei deutschen Meisterschaften dabei sind.

Florian Hissnauer ist jemand, dessen Name eng mit dem Werdegang der Lateinformation verbunden ist. „Eine tragende Säule“, nennt ihn Cheftrainerin Franziska Becker, weil er ebenso wie Alina Nygaard, Nele Hauff, Florian Köttner und Steffen Sieber nicht nur selbst aktiv ist, sondern sich auch intensiv in der Nachwuchsarbeit engagiert. Alle Genannten sind den ersten Stunden des Lateintanzens in der Nordheide dabei. „Da muss man schon den Hut ziehen, was sie leisten“, so Franziska Becker.

In Hamburg wird letzter Startplatz für Weltmeisterschaft vergeben

Das ändert nichts daran, dass sie und Co-Trainer Christopher Voigt die Latte für das Teamtraining extrem hoch legen. Rund um den Tag der Deutschen Einheit trainierte die Formation beispielsweise fünf Tage am Stück, Spitzenreiter war der Freitag mit zwölf Stunden Training. Physiotherapeutin Kathrin Levine musste mehrmals anrücken, um die müde Muskulatur der Aktiven wieder vorzubereiten für die nächsten Aufgaben.

„Wir befinden uns aber in guter Gesellschaft“, sagte Florian Hissnauer schmunzelnd. Er und die anderen Teammitglieder wissen natürlich, dass auch die anderen Spitzenformationen ein ähnlich hohes Trainingspensum abreißen. „Deshalb ist der Ehrgeiz umso größer, sich da durchzubeißen. Gibst du nix rein, kriegst du nix raus – das ist unser Motto“, sagt der gebürtige Jesteburger, der nach einigen Jahren in Hamburg seinen Lebensmittelpunkt zurück nach Buchholz verlagerte hat. „Nicht nur, aber natürlich auch wegen des Tanzens.“

Drei neue Tänzerinnen und Tänzer aus dem eigenen Nachwuchs

Alle fiebern auf dem großen Tag, eben jenem 9. November, entgegen. „Wir waren auf vielen Meisterschaften zu Gast, bei denen die Stimmung für alle Teams super war. Das Ganze aber als Heimturnier zu erleben, ist nochmal eine andere Hausnummer,“ ist die erfahrene Alina Nygaard überzeugt.

Nur drei neue Tänzerinnen und Tänzer haben zur neuen Saison den Sprung in die A-Formation geschafft: Alyssa Arndt, Tom Kinast und Marlon Schrön, alle sind Eigengewächse aus Tanzsportabteilung von Blau-Weiss Buchholz.

Viele Vorverkaufsstellen auch im Landkreis Harburg

„Somit tanzt bei uns ein Team auf höchstem Leistungsniveau, bei dem alle Tänzerinnen und Tänzer selber ausgebildet wurden. Das ist ein Novum für ein Erstliga-Spitzenteam und ein Kraftakt, denn von den Anfängen bis zu diesem Niveau vergehen einige Jahre“, konstatiert Abteilungsleiter Björn Poll, der selten bei den Trainingseinheiten vorbeigucken kann.

„Meistens haben wir zeitgleich ein Orgatreffen“, sagt er lachend, „Franziska Becker und ich bereiten eben zwei unterschiedliche Teams auf die deutschen Meisterschaften vor – die einen tanzen, die anderen organisieren.“ Am Abend des 9. November soll sich das dann in einem Feuerwerk von Begeisterung, Leidenschaft und hochklassigen Leistungen aller Teams entladen.

Wer als Zuschauer in der Alsterdorfer Halle dabei sein möchte, kann sich noch Eintrittskarten sichern. Sie gibt es im Internet www.DM2019.info und bei vielen Vorverkaufsstellen in der Region, unter anderem Smile Records, Bremer Straße 1 und Breite Straße 16, in Buchholz, Gemeinde Seevetal, Am Göhlenbach 11, in Hittfeld, Reise-Centrum Mielck, Schulstraße 25, in Maschen, Jesteburg-Touristik, Hauptstraße 24, in Jesteburg sowie Stadt Winsen, Schloßplatz 11, Luhe-Reisen, Deichstraße 11, Reiseservice Stender, Marktstraße 22-24 und TUI Reise-Center, Rathausstraße 38, in Winsen.