Harburg
Hockey

Aufsteiger Heimfeld: Kaum Probleme mit dem höheren Tempo

Applaus für die Fans und für sich selbst. Die Heimfelder Hockeyfrauen sind in der 2. Bundesliga angekommen.

Applaus für die Fans und für sich selbst. Die Heimfelder Hockeyfrauen sind in der 2. Bundesliga angekommen.

Foto: Mario Eisenblätter / TG Heimfeld

Für den vorzeitigen Klassenerhalt in der 2. Bundesliga müssen die Hockeyfrauen aber an ihrem Torschussverhalten arbeiten.

Heimfeld.  Bis zur 50. Minute hat es gedauert, da erzielte Lea Dietrichs per Ecke das überfällige 1:1 für die Hockeyfrauen der TG Heimfeld bei ETUF Essen im letzten Hinrundenspiel der Feldsaison der 2. Bundesliga. „Es war leider eines unserer typischen Spiele. Die ersten Minuten verschlafen wir und brauchen erst ein Gegentor, um aufzuwachen“, kommentierte Heimfelds Trainer Dennis Sievert das Unentschieden im Duell der Aufsteigerteams. In einer Woche beginnt für die Hockeyfrauen der TG Heimfeld die Vorbereitung auf die Hallensaison.

Elf Punkte aus neun Spielen und Tabellenplatz sechs

Die Gastgeberinnen von ETUF Essen griffen auf ihre bewährte Taktik zurück, spielten ausschließlich auf Konter und hofften, dass einer ihrer langen Bälle bei einer Angreiferin landet. Genau so hatten sie in den vorherigen Spielen ihre Tore gemacht. „Wir wussten das aus Videoanalysen und haben trotzdem nach zwölf Minuten ein Gegentor einstecken müssen“, sagte Sievert. Das habe ihn und die Spielerinnen ziemlich genervt. „Danach haben wir das Spiel aber in allen Belangen dominiert.“ Der Ausgleich sei nur eine Frage der Zeit gewesen.

Als das 1:1 endlich gefallen war, startete Heimfeld eine große Schlussoffensive. Essen kam in den letzten zehn Minuten nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus. „Das 2:1 wäre mehr als verdient gewesen“, haderte Dennis Sievert. Die Schwäche im Schusskreis sei aber auch das Einzige, was es in einem Hinrundenfazit zu bemängeln gäbe. Sievert: „Wir haben in allen Partien mithalten und teilweise sogar das Tempo vorgeben können, was als Aufsteiger alles andere als selbstverständlich ist.“

Trainer Sievert kündigt den einen oder anderen Neuzugang an

Mit elf Punkten aus neun Spielen und als Tabellensechster in die Winterpause zu gehen, sei völlig in Ordnung. Viele Neuzugänge spielten erstmals auf Zweitliganiveau. „Die neu formierte Mannschaft ist überraschend schnell zu einer Einheit zusammengewachsen. Wir konnten uns schnell an das höhere Tempo gewöhnen“, sagte Dennis Sievert. Bei fünf oder sechs Punkten mehr – die möglich gewesen wären – wäre der Klassenerhalt schon so gut wie sicher in trockenen Tüchern.

„Jetzt brauchen wir in der Rückrunde noch drei oder vier Siege, um uns von den Abstiegsplätzen fern zu halten. Das bekommen wir hin.“ Deshalb will Dennis Sievert weiter schwerpunktmäßig das Torschussverhalten trainieren. „Und wir bekommen auch den einen oder anderen Neuzugang“, verriet der Trainer. „Damit dürften wir für die Rückrunde in der Feldserie gut gewappnet sein.“