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Fussball

Elstorf spielt schlecht und gewinnt trotzdem

Maschen war in der ersten Halbzeit viel griffiger: In dieser Szene grätscht Timo Sauerländer (am Boden) Tom Gooß vom TSV Elstorf den Ball vom Fuß.

Maschen war in der ersten Halbzeit viel griffiger: In dieser Szene grätscht Timo Sauerländer (am Boden) Tom Gooß vom TSV Elstorf den Ball vom Fuß.

Foto: Markus Steinbrück

Jeweils 5:1-Siege für den Tabellenführer der Bezirksliga zwei und den TSV Winsen gegen Elbmarsch. Sieg im Verfolgerduell geht an Meckelfeld.

Maschen/Winsen.  Der TSV Els­torf bleibt trotz einer lange Zeit mäßigen Vorstellung das Maß aller Dinge in der Fußball-Bezirksliga zwei. Der Tabellenführer ist nach dem zehnten Spiel – dem 5:1 (1:0)-Auswärtssieg beim VfL Maschen – als einzige Mannschaft ungeschlagen.

Trainer Hartmut Mattfeldt war sehr unzufrieden, obwohl er scheinbar ruhig auf der Bank saß. „Ich habe innerlich gebrodelt. Das war unsere schlechteste Halbzeit 2019“, sagte der Coach, „Maschen war viel griffiger. Wir haben ihnen zu viel angeboten. Bis auf drei Spieler sind alle unter Normalform geblieben. Das spielfreie Wochenende hat uns nicht gut getan.“ In der Tat hatten die Gastgeber eine ganze Reihe von Gelegenheiten, das 0:1 durch Boris Shtarbev (14.) zu egalisieren.

Elstorf startet mit der schlechtesten Halbzeit des Jahres 2019

Doch den Seevetalern fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss oder etwas Glück. Zur zweiten Halbzeit brachte Mattfeldt Björn Jarmer für Kapitän Jonas Lancker. Sein Team steigerte sich und schoss durch Kevin Genske, Lucas Bendig, Bartosz Ziobro und Max Hartmann bei einem Gegentreffer von David Willms einen zu hohen 5:1-Sieg heraus.

Das Verfolgerduell gewann TV Meckelfeld mit 2:1 (1:0) bei der SG Scharmbeck-Pattensen und verschärfte damit deren kleine Ergebniskrise. Inklusive des Pokals war es die vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen für Scharmbeck. In einer teilweise hitzigen und nickeligen Auseinandersetzung schossen Philipp Dechow (10.) und Benjamin Lipke (48.) die Gäste aus Seevetal 2:0 in Führung, das einzige SG-Tor durch Merlin Freitag (86.) kam zu spät.

Heimrechttausch zwischen Eintracht Elbmarsch und TSV Winsen

Weil der Platz in Drennhausen unbespielbar war, tauschten Eintracht Elbmarsch und TSV Winsen das Heimrecht und trugen das Derby erst am Sonntag aus. Dadurch konnte TSV-Trainer Henrik Titze Moritz Bahn einsetzen, der erst am Sonnabendabend aus dem Urlaub zurückkehrte. Ausgerechnet Bahn bekam den Ball bei einem Befreiungsschlag von Torhüter Florian Neuhofer so unglücklich gegen den Kopf, dass die Kugel aus 16 Metern ins eigene Tor segelte.

„So ein Gegentor sucht seines gleichen“, sagte Coach Titze schmunzelnd. Es war das 1:1 (6.), nachdem zwei Minuten vorher bereits Jan-Niklas Schulga getroffen hatte. Winsen brauchte eine Viertelstunde, um sich zu schütteln, machte aber vor der Pause durch einen Dreifachschlag von Leo Prigge (35.), Cedric Krebs (39.) und abermals Schulga (42.) alles klar. In der zweiten Hälfte verflachte die Partie, nur Moritz Essmann erzielte ein Tor zum 5:1 (4:1)-Endstand für den TSV Winsen.

Aufsteiger Fleestedt erkämpf einen Punkt gegen den Zweiten Borstel

Tabellarisch hilft der eine Punkt aus dem 1:1 (0:1) gegen den MTV Borstel-Sangenstedt dem TuS Fleestedt nicht viel weiter, für das Selbstvertrauen war er aber wichtig. Nach vier Niederlagen in Folge mit teils ansprechenden Leistungen erzielte das Schlusslicht gegen einen guten Gegner ein gutes Ergebnis. „Wir haben das richtig gut gemacht und viel Leidenschaft gezeigt. Dass es spielerisch noch nicht rund läuft, liegt an der personellen Situation“, sagte Trainer André Sahling.

Durch immer wieder neue Ausfälle – Krankheit, Beruf oder Urlaub – konnte sich der Aufsteiger noch nicht wirklich einspielen. Auch Torjäger Benjamin Prosenbauer steht bedingt durch einen Wechsel des Arbeitgebers nur eingeschränkt zur Verfügung.

Rote Karte wegen einer Notbremse gegen Borstels Lukas Cibis

In der Partie gegen den Tabellenzweiten Borstel glich Fleestedts Kapitän Fabian Maltzan den 0:1-Rückstand (Gerit Nowostawski/26.) nach knapp einer Stunde aus. „Ein Geniestreich“, schwärmt Coach Sahling nach dem Treffer aus etwa 30 Metern, der mit Unterstützung des Windes immer länger wurde und sich über MTV-Keeper Marcel Soetebier hinweg ins Tor senkte.

Borstel hatte noch zwei gute Chancen auf den Siegtreffer, musste aber auch die rote Karte für Lukas Cibis nach einer Notbremse gegen Harpreet Singh verkraften (84.). „Ich denke, beide Seien können mit dem Punkt zufrieden sein. Auch wenn wir etwas Glück hatten“, so Sahling, der am kommenden Sonntag auswärts bei der SG Eldingen endlich den ersten Saisonsieg holen will.