Harburg
Futsal

Buchholzer FC chancenlos gegen die HSV-Panthers

Samir Rabii (rote Schuhe) scheitert am Oberliga-Torhüter Yalcin Ceylani vom FC Süderelbe in Reihen der HSV-Panthers. Der HSV-Abwehrspieler dahinter ist Danijel Suntic. Rechts: ein verzweifelter Dustin Jahn, Kapitän des Buchholzer FC. 

Samir Rabii (rote Schuhe) scheitert am Oberliga-Torhüter Yalcin Ceylani vom FC Süderelbe in Reihen der HSV-Panthers. Der HSV-Abwehrspieler dahinter ist Danijel Suntic. Rechts: ein verzweifelter Dustin Jahn, Kapitän des Buchholzer FC. 

Foto: Günther Bröde

Futsal-Regionalliga-Aufsteiger unterliegt dem deutschen Rekordmeister 2:10 – zu hoch für den Geschmack von Coach Markus Hehr.

Buchholz.  Nach dem verheißungsvollen Saisonauftakt in der Futsal-Regionalliga Nord mit einem Sieg gegen Sparta Futsal HSC und einer unnötigen Niederlage beim Hamburger Meister FC Maihan waren die Aufsteiger vom Buchholzer FC in ihrem dritten Spiel chancenlos. Der Gegner des BFC-Futsalteams war aber auch kein Geringerer als der deutsche Rekordmeister HSV-Panthers, der bis 2017 als Hamburg Panthers für Furore sorgte und sich vor zwei Jahren dem Hamburger SV angeschlossen hat.

Zweistellig hätte es aus Sicht von BFC-Trainer Markus Hehr nicht werden sollen

Das 2:10 seiner Schützlinge gegen den übermächtigen Gegner war für den Buchholzer Trainer Markus Hehr keine allzu große Überraschung; ein paar weniger Gegentore und ein paar Treffer mehr hätten es aber gern sein dürfen. „Zweistellig sollte es eigentlich nicht werden“, sagte Markus Hehr nach dem Spiel in der Sporthalle des Gymnasiums am Kattenberge. „Und zwei bis drei Tore mehr hätten wir auch schießen können, wenn wir denn unsere Angriffe konsequenter zu Ende gespielt hätten.“

Aber die Hamburger mit den Futsal-Ikonen Danijel Suntic und Michael Meyer in der Abwehr und dem Torhüter des Oberligisten FC Süderelbe, Yalcin Ceylani, zwischen den Pfosten, ließen nur wenig anbrennen und agierten über weite Strecken haushoch überlegen. Auch weil die Hanseaten einmal nur den Pfosten trafen, waren die Nordheider mit dem 0:4 zur Pause noch gut bedient.

Dustin Jahn schießt das einzige Tor, dazu kommt ein Eigentor

Nach der Pause war wenigstens BFC-Kapitän Dustin Jahn ein Tor vergönnt. Der zweite BFC-Treffer resultierte aus einem Eigentor des Hamburgers Edrees Akbari. Dustin Jahn, der im Sommer den Sprung vom Buchholzer FC zum Nachbarverein TSV Buchholz 08 und damit aus der Kreisliga in die Oberliga wagte, ist dem BFC-Futsalteam trotzdem treu geblieben. „Ich bin der Kapitän und will der Mannschaft helfen, so gut ich kann“, sagte er nach dem Spiel.

Natürlich haben die Oberliga und Buchholz 08 absoluten Vorrang, aber vom Futsal könne er nicht lassen. Und weil das vor seinem Wechsel jeder gewusst habe, bereite seine Doppelbelastung auch niemandem Bauchschmerzen. Am wenigsten ihm selber. „Ich bin körperlich topfit und solange das Futsalteam mich braucht, stehe ich gern zu Verfügung“, sagte Dustin Jahn, der auch als Co-Trainer neben Markus Hehr und Bahittin „Buddy“ Salcik fungiert.

Die unnötige Niederlage beim FC Maihan wirkt noch nach

Viel mehr als über die erwartete Niederlage gegen die HSV-Panthers ärgerte sich Markus Hehr über die vorangegangene Niederlage gegen den Hamburger Meister FC Maihan. „Die war absolut überflüssig“, sagte Hehr. „Wir haben schon 5:1 geführt und uns dann von der Hektik in der Sporthalle Kerschensteinerstraße anstecken lassen.“ Zum Beispiel hätten die Futsaler des FC Maihan einen Fair-Play-Anstoß des BFC, bei dem der Ball in der Erwartung zum Gegner gespielt wird, dass dieser ihn sofort zurückspielt, genutzt, um selbst zum Torerfolg zu kommen. Hehr: „Diese grobe Unsportlichkeit hat uns aus der Bahn geworfen.“

Da war die Niederlage gegen die „Übermannschaft der Liga“, die im Jahre 2011 in den Futsal-Spieltrieb eingestiegen war und sich seitdem zweimal für den UEFA-Futsalcup qualifizieren konnte, schon eher zu verkraften. In der höchsten deutschen Futsal-Liga haben Markus Hehr und seine Hallenspezis vor allem ein Ziel: nicht absteigen. „Es gibt keine direkten Absteiger“, erzählte der Futsaltrainer. Aber die beiden Tabellenletzten, also die Mannschaften auf den Rängen neun und zehn, müssen eine Relegation bestreiten. Hehr: „Das wollen wir auf keinen Fall und müssen deshalb unbedingt mindestens Achter werden.“

Tabellenplatz acht würde am Saisonende den Klassenerhalt bedeuten

Für Markus Hehr und die BFC-Futsaler geht der Kampf um den Ligaerhalt am Sonnabend beim PTSK Futsal weiter. Die Kieler sind aktuell punktgleich mit dem BFC Tabellenneunter und sollten unbedingt auf Distanz gehalten werden, um im Frühjahr nicht doch vielleicht in die Relegationsrunde zu müssen. Tabellenletzter der Regionalliga-Nord-Staffel ist übrigens Sparta Futsal HSC. Das Team aus Harburg trat zuletzt zum Spiel bei Eintracht Braunschweig nicht an.