Harburg
Handball

TV Fischbek nur eine Halbzeit lang top

Kein Durchkommen für Fischbeks Sören Siemens, der von Flensburgs Jörn Persson (l.) und Marlon Alexander Runow (r.) in die Zange genommen wird.

Kein Durchkommen für Fischbeks Sören Siemens, der von Flensburgs Jörn Persson (l.) und Marlon Alexander Runow (r.) in die Zange genommen wird.

Foto: Günther Bröde

22:35-Niederlage gegen Flensburg-Handewitt II bei der Heimpremiere in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

Fischbek.  Es hat so schön angefangen; doch dann endete die Oberliga-Heimpremiere der Handballmänner des TV Fischbek in einem Debakel. Zumindest vom Ergebnis her war das 22:35 gegen die SG Flensburg-Handewitt II vor mehr als 250 Zuschauern in der Arena Süderelbe eine große Enttäuschung. Beim Stand von 16:13 zur Pause hatte es noch danach ausgesehen, als könnten die Fischbeker Männer der Reserve des deutschen Handballmeisters erfolgreich Paroli bieten.

Handballverband hatte keine Schiedsrichter angesetzt – Ersatz kam aus Buxtehude

Große Aufregung schon vor dem Spiel. 45 Minuten vor dem Anpfiff waren immer noch keine Schiedsrichter vor Ort. Wie sich herausstellte, hatte es der zuständige Handballverband versäumt, Unparteiische für dieses Spiel anzusetzen. Kurzerhand wurden Jan-Peer Hentrop und Sven Pfützenreuter, die in Buxtehude einen Einsatz hatten, nach Neugraben beordert. Mit 25 Minuten Verspätung ging es endlich los.

Und die Fischbeker waren gut drauf. Nach einer Viertelstunde hatten sie sich beim Stand von 8:5 drei Tore Vorsprung herausgeworfen und gingen mit einer 16:13-Führung in die Pause. Etliche Paraden von Torwart Azeez Oyewusi und beherzte Würfe aus allen Lagen waren die Grundlage für die etwas überraschende Halbzeitführung. Bei 18:22 suchte Fischbeks Trainer Marius Kabuse sein Heil in einer Auszeit, doch seine Ansprache fruchtete nicht. Die Gäste zogen unaufhaltsam davon.

Vier Spieler aus der Stammbesetzung fehlten Coach Marius Kabuse

„Es waren vier Spieler aus der ‘Ersten Sieben’ nicht dabei“, machte er das Fehlen von Robert Mitleider, Vito Clemens, Tim Latendorf und Jonas Deelmann für den Einbruch verantwortlich. Kabuse: „Unsere Beine wurden immer schwerer.“ Von einem Fehlstart in die Saison will Kabuse nach drei Niederlagen aber nichts wissen. „Wir hatten zwei Drittliga-Absteiger als Gegner“, relativiert er die bisherigen Ergebnisse.