Harburg
Sparkassen-Heidjer-Cup

Die Heideblütenkönigin läuft wieder mit

So war es bei der Premiere 2010. Mit Umhang und Schärpe nimmt Heideblütenkönigin Jasmin Prack den ersten Brunsberglauf in Angriff.

So war es bei der Premiere 2010. Mit Umhang und Schärpe nimmt Heideblütenkönigin Jasmin Prack den ersten Brunsberglauf in Angriff.

Foto: Uwe Stelling / Archiv

Zum Jubiläum des Brunsberglaufs am 1. September in Holm-Seppensen haben sich die Veranstalter einige Besonderheiten einfallen lassen.

Holm-Seppensen.  Die Heideblütenkönigin von Holm-Seppensen lief schon in Schärpe und Umhang mit, ebenso waren eine Weltmeisterin im Walken, ein Triathlon-Weltmeister auf der Sprintdistanz und der ehemalige Hamburger Marathonmeister Jon-Paul Hendriksen am Start. Ganz zu schweigen von den vielen Schülerinnen, Schülern und Familien. Der einzige Berglauf im Landkreis Harburg gehört sicherlich zu den attraktivsten Veranstaltungen innerhalb der Volkslaufserie um den Sparkassen-Heidjer-Cup. Am Sonntag, 1. September 2019, dürfen sich die Organisatoren des SV Holm-Seppensen auf die Schulter klopfen lassen – und das völlig zu Recht. Denn der Brunsberglauf feiert ein kleines Jubiläum, er wird zum zehnten Mal ausgetragen.

Ein Kuss von der Heideblütenkönigin für den ersten Bezwinger des 129 Meter hohen Brunsberges – diese originelle Belohnung für den strapaziösen Anstieg hatte am 29. August 2010 zur gelungenen Premiere des Brunsberglaufs beigetragen. Insgesamt 771 Teilnehmer folgten vor neun Jahren dem Ruf des Berges.

Bergtrikot für den Ersten auf dem 129 Meter hohen Brunsberg

Den versprochenen Kuss holte sich der erste Gipfelstürmer, Axel Schulz vom TSV Eintracht Hittfeld, zwar erst im Ziel ab. Eine Belohnung für den ersten Läufer, der die Kuppe des Brunsberges passiert, gibt es auch heute noch. Ähnlich wie bei den Radfahrern der Tour de France bekommt er das mit roten Punkten auf weißem Untergrund versehen Bergtrikot überreicht. Übrigens unabhängig davon, ob er auch im Ziel als Erster gestoppt wird.

Das Bergtrikot ist beim Jubiläumslauf 2019 auch ein lohnendes Ziel für eine gute alte Bekannte. Jasmin Prack, die seinerzeit als frisch gebackene Heideblütenkönigin an den Start gegangen und als Erste wieder im Ziel war, ist mittlerweile als Triathletin aktiv und erfolgreich. Lange Jahre hatte sich die 29-Jährige als Mittel- und Langstreckenläuferin bei der LG Nordheide verdingt. Bei ihrer neuen Sportart profitiert sie von dieser ausgiebigen Grundlagenausdauer.

Ehemalige Leichtathletin Jasmin Prack nun als Triathletin erfolgreich

Zahlreiche Teilnehmer haben sich am ersten Sonntag im September – an diesem festen Termin wird der Brunsberglauf normalerweise ausgetragen – zu Stammgästen in Holm-Seppensen entwickelt. Ein Blick in die Statistik hat ergeben, dass 16 Teilnehmer bei allen neun bisherigen Läufen dabei gewesen sind.

Obwohl der Melderekord von 1131 Startern aus dem vergangenen Jahr kaum zu toppen sein dürfte, hofft das seit Jahren eingespielte Organisationsteam um Armin Schneider und Michael Wiese insgeheim doch auf einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahl. „Wir versuchen in diesem Jahr noch früher und intensiver die Schüler und Schulen der Umgebung von der Attraktivität unseres Laufes durch die herrliche Heidelandschaft zu überzeugen“, sagte Michael Wiese, der als Sportlehrer am Albert-Einstein-Gymnasium in Buchholz sozusagen an der Quelle sitzt.

Melderekord aus dem Vorjahr ist kaum zu übertreffen

Auch beim Jubiläumslauf setzen die Veranstalter neben der familiären Atmosphäre auf dem alten Sportplatz an der Mühlenschule auf die bewährten Strecken: den Hauptlauf über 11,7 Kilometer, den Halbmarathon sowie den Fünf-Kilometer-Familienlauf. Attraktiv für das Gemeinschaftsgefühl beim Laufen ist die Teamwertung, die sowohl auf der 11,7- als auch auf der 5-Kilometer-Distanz angeboten wird. Jeweils vier Läuferinnen oder Läufer gehören zu einem Team, die schnellsten werden mit Pokalen belohnt.

Landschaftliche Höhepunkte beim Brunsberglauf sind die Höllenschlucht, der Mühlenteich, der Zwergentunnel und die hoffentlich farbenprächtig blühende Heidelandschaft. Die vier verschiedenen Kinderläufe haben je nach Alter Streckenlängen von 300 und 100 Metern bis zu 1,5 und 2,3 Kilometern.

Insgesamt 75.000 Euro für den neuen Sportplatz überwiesen

„Dass der Brunsberglauf ein Wir-Gefühl in Holm-Seppensen erzeugt hat, verdeutlichen ein paar Fakten“, sagt Michael Wiese. „Das seit dem Auftakt existierende Team aus fast 100 Helferinnen und Helfern besteht weitgehend immer noch, der Brunsberglauf konnte den Sportplatzbau am mittlerweile eingeweihten neuen Platz am Tostedter Weg mit 75.000 Euro unterstützen und die meisten Sponsoren halten den Organisatoren immer noch die Treue.“ Der Brunsberglauf hat sich zum zweitgrößten Volkslauf im Kreis Harburg hinter dem Buchholzer Stadtlauf entwickelt.

Am Tostedter Weg sollen noch Beachvolleyballfelder entstehen

Auch wenn der neue Sportplatz in Holm-Seppensen mittlerweile eingeweiht worden ist, ist diese Mission für die Volkslauforganisatoren nicht abgeschlossen. Auch die Überschüsse des Jubiläumslaufes am 1. September 2019 gehen erneut an den SV Holm-Seppensen, der einige Erweiterungen der neuen Sportanlage auf der Agenda stehen hat. Unter anderem sollen zwei Beachvolleyball-Felder entstehen. Sicherlich keine schlechte Idee angesichts der äußerst erfolgreichen Beachvolleyball-Weltmeisterschaften in den ersten Juli-Tagen am Hamburger Rothenbaum.

Dass der Jubiläumslauf ein besonderer Lauf wird, dafür wollen die Organisatoren mit einige Überraschungen sorgen. Worum es sich dabei handelt, wollen sie zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verraten. Alle Informationen rund um den Lauf gibt es auch im Internet unter www.brunsberglauf.de.