Handball

TV Fischbek will sich in der Oberliga etablieren

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Günther Bröde
Auf diese Unterstützung können die Fischbeker Handballer auch in der Oberliga vertrauen. Mehr als 300 Fans feuerten ihre Mannschaft mit Trommeln, Klatschen und Fahnen beim Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek II an.

Auf diese Unterstützung können die Fischbeker Handballer auch in der Oberliga vertrauen. Mehr als 300 Fans feuerten ihre Mannschaft mit Trommeln, Klatschen und Fahnen beim Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek II an.

Foto: Volker Koch / HA

Handballer gewinnen Spitzenspiel der Hamburg-Liga gegen Barmbek und beenden ihre englische Woche mit drei Erfolgen.

Fischbek.  Nach dem Erfolg im Viertelfinale des Hamburger Handballpokals gegen den Oberligisten AMTV Hamburg haben die Männer des TV Fischbek in der Hamburg-Liga nachgelegt und auch das Spitzenspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek II mit 32:27 (16:11) gewonnen. Damit haben sie ihre sogenannte englische Woche mit drei Siegen in drei Spielen erfolgreich abgeschlossen.

„Einen ganz wichtigen Sieg“, nannte Ligamanager Jens Kabuse den Erfolg gegen die nun viertplatzierten Barmbeker. Kabuse: „Wir haben sieben Spieltage vor Saisonende zwei Punkte Vorsprung und müssen gegen keinen Gegner aus dem Führungsquartett mehr antreten.“ Demgegenüber müssen die unmittelbaren Verfolger vom HT Norderstedt und der HTS/BW 96 Handball noch gegeneinander spielen.

Jens Kabuse nahm den Sieg gegen Barmbek II zum Anlass, die mehr als 300 Handballfans in der Arena Süderelbe über die Zukunftspläne der Fischbeker Handballabteilung zu informieren. „Wir haben entschieden, dass wir im Fall eines Aufstiegs diesen auch wahrnehmen werden“, verkündete er. Und schob gleich die Nachricht hinterher, dass der Verein mit dem Trainerduo Marius Kabuse/Thorsten Siemens um ein Jahr verlängert habe. Allerdings würden sich die Schwerpunkte in der Trainingsarbeit in Zukunft verschieben, sagte Kabuse später auf Nachfrage.

Trainergespann Marius Kabuse und Thorsten Siemens verlängert um ein Jahr

Thorsten Siemens, der Co-Trainer der Ligamannschaft bleibt, solle sich zukünftig als Trainer der Zweiten Herren vorrangig darum kümmern, dass diese Mannschaft für Handballtalente zum Sprungbrett in die Oberliga wird. „Wir wären nach dem Aufstieg der einzige Verein im Hamburger Süden, der in der Oberliga spielt. Das sollte doch für jedes Handballtalent von Buxtehude bis Wilhelmsburg Anreiz genug sein, sich uns anschließen“, hofft Kabuse auf eine Sogwirkung, die ein Aufstieg der Ersten Herren in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auslösen soll. Er hofft natürlich auch auf den positiven Zuspruch, den die gerade zu Ende gegangene Handball-Weltmeisterschaft bereits ausgelöst hat.

„Wir haben einen jungen Trainer und spielen einen modernen Handball“, wirbt Jens Kabuse für seinen Verein, in dem er jetzt auch ein attraktives Umfeld für leistungsorientierte Handballer schaffen will. Unbedingt erreichen will Jens Kabuse, dass der TV Fischbek sein Image als sogenannte Fahrstuhlmannschaft ablegen kann. „Wir wollen uns langfristig in der Oberliga etablieren. Damit die neue Spielklasse allerdings zu keinem Wagnis wird, brauchen wir noch ein bis zwei Sponsoren.“ Geld an die Spieler werde der TV Fischbek auch weiterhin nicht zahlen, so Kabuse, aber ein Trainingslager – gern auch mal im Ausland – wolle man seinen Spielern schon gern anbieten können.

Zweite Herren soll mittelfristig zum Sprungbrett für Talente werden

Für den Rest der Saison gelte es nun, an den Strukturen im Umfeld zu arbeiten. „Sportlich dürfen wir auf keinen Fall den Fehler machen, unsere zukünftigen Gegner zu unterschätzen“, mahnt Jens Kabuse, auch wenn diese allesamt nicht zu den Spitzenmannschaften der Hamburg-Liga gehörten. Was zuletzt gegen die HG Hamburg-Barmbek II ganz gut gelungen ist. In der 18. Minute brachte der Treffer zum 7:6 durch Sören Siemens den TV Fischbek auf die Siegerstraße. Von diesem Zeitpunkt an ging es nicht mehr um die Frage, ob die Fischbeker das Spiel gewinnen würden, sondern nur noch um die Höhe des Erfolgs.

„Wir standen in der ersten Halbzeit in der Abwehr richtig gut und haben konsequent die Barmbeker Chancen zunichte gemacht. Im Angriff haben wir allerdings zu viele Chancen vergeben“, sagte Trainer Marius Kabuse, der das Pokalspiel zwei Tage zuvor aus gesundheitlichen Gründen noch verpasst hatte.

Zwei-Punkte-Vorsprung soll bis Saisonende verteidigt werden

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste nie näher als auf vier Tore heran. Unter dem Jubel der Fans erzielte der TV Fischbek in dem vielleicht wichtigsten Ligaspiel der Saison einen nie gefährdeten Sieg mit fünf Toren Differenz. „Wir haben heute einen wichtigen Schritt gemacht. Jetzt wollen wir den Platz an der Sonne bis zum Schluss behaupten“, sagte Marius Kabuse. Nächster Gegner ist am kommenden Sonnabend auswärts die SG Hamburg-Nord II (9. Platz).

Die Tore gegen Barmbek: Marek Struß (6), Vito Clemens (5), Mats Manthe (5/3), Jan-Malte Augustin, Timo Ott (je 4), Marcel Kahns (3/1), Jonas Deelmann, Tim Latendorf (je 2) und Sören Siemens (1)

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