Harburg
Handball

Buxtehuder SV verliert erst kurz vor Schluss

Kampf mit harten Bandagen: Karolina Kudlacz-Gloc (v.l.) und Angela Malestein von der SG BBM Bietigheim attackieren Jessia Oldenburg (oben) und Lone Fischer vom Buxtehuder SV.

Kampf mit harten Bandagen: Karolina Kudlacz-Gloc (v.l.) und Angela Malestein von der SG BBM Bietigheim attackieren Jessia Oldenburg (oben) und Lone Fischer vom Buxtehuder SV.

Foto: Dennis Dürr / imago/Pressefoto Baumann

Im DHB-Pokal-Viertelfinale setzt sich die klar favorisierte SG BBM Bietigheim nach hartem Kampf mit 24:22 durch.

Buxtehude.  Es wird immer deutlicher, dass die Handballfrauen des Buxtehuder SV in der sechswöchigen EM-Pause einen großen Entwicklungsschritt gemacht haben. Erst gelangen dem Team von Trainer Dirk Leun zwei klare Siege in der Bundesliga, und jetzt brachten sie den verlustpunktfreien Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim an den Rand einer Niederlage. Erst in den letzten zehn Minuten entschied Bietigheim das Viertelfinale im DHB-Pokal mit 24:22 (11:12) gegen den Buxtehuder SV zu seinen Gunsten. Nur 424 Zuschauer wollten die Partie in Baden-Württemberg live in der Halle sehen.

Die BSV-Spielerinnens setzten die taktischen Vorgaben hervorragend um und griffen die Gastgeberinnen immer wieder über den Kreis an. Konsequenz waren eine Reihe von Siebenmetern. Nach neun Minuten hatten Lisa Prior schon vier verwandelt. Nach 60 Minuten war die Spielmacherin mit sieben verwandelten Siebenmetern, sie leistete sich keinen Fehlversuch, beste Torschützin.

Spielmacherin Lisa Prior verwandelt sieben von sieben Siebenmetern

Die knappe Halbzeitführung konnte Buxtehude zweimal auf zwei Tore ausbauen (13:11, 18:16). Sicherheit kehrte damit jedoch nicht ein, Bietigheim blieb dran, spielte in dieser Phase immer wieder Linksaußen Fie Woller frei und glich eine Viertelstunde vor dem Ende zum 18:18 aus. Die Sensation, und das wäre ein BSV-Sieg gewesen, lag immer noch in der Luft. Das merkten die Zuschauer und Verantwortlichen.

„Der Mäzen von Bietigheim hat nach dem Spiel zu mir gesagt: nur wenige Teams gewinnen hier und wir waren nah dran“, erzählte Dirk Leun. „Am Ende hat uns die Kraft gefehlt, um uns entscheidend gegen die Deckung durchzusetzen.“

Entscheidung vor 424 Zuschauern fällt zwischen der 53. und 56. Minute

Die Entscheidung fiel zwischen der 53. und 56. Minute, als hintereinander Maura Visser per Siebenmeter und Karolina Kudlacz-Gloc mit zwei Feldtoren ihre SG BBM mit 22:19 in Führung brachten. Eine Minute vor Schluss stellte Friederike Gubernatis mit ihrem Tor zum 22:23 nochmals den Anschluss her, doch der Ausgleich und damit der Einzug in das Pokal-Final-Four am 25. und 26. Mai in Stuttgart wollte Buxtehude nicht mehr gelingen.

„Ich kann meiner Mannschaft nur ein dickes Lob aussprechen. Sie hat ein Riesenspiel gemacht. Wir haben Bietigheim über 60 Minuten Paroli geboten“, sagte Trainer Leun, der keinen Anlass für Kritik hatte. „Wir sind zwar enttäuscht, aber wir können erhobenen Hauptes vom Feld und in die nächste Saisonphase mit dem Heimspiel gegen Bad Wildungen und drei wichtigen Auswärtsspielen gehen.“

Nächstes Spiel ist ein Heimspiel am 19. Januar gegen Bad Wildungen

An diesem Wochenende hat der BSV spielfrei, die Partie gegen den Tabellennachbarn HSG Bad Wildungen ist für Sonnabend, 19. Januar, um 16 Uhr in der Halle Nord angesetzt.

Die Tore: Lisa Prior (7/7), Jessica Oldenburg (5), Friederike Gubernatis (3), Lone Fischer, Christina Haurum (je 2), Mieke Düvel, Isabell Kaiser, Maike Schirmer (alle 1)