Harburg
Hockey

Heimfelds Damen halten den Anschluss nach oben

„Lisa Klein hat in beiden Partien sehr gut gehalten“, lobte ihr Trainer. In dieser Szene pariert die Heimfelder Torhüterin eine Strafecke von Sophia-Louisa Magura (Nummer 22).

„Lisa Klein hat in beiden Partien sehr gut gehalten“, lobte ihr Trainer. In dieser Szene pariert die Heimfelder Torhüterin eine Strafecke von Sophia-Louisa Magura (Nummer 22).

Foto: Mario-Markus Eisenblaetter / Mario-Markus Eisenblätter

Vier Punkte aus zwei Regionalligaspielen. Herren kassieren zum Auftakt der 1. Bundesliga zwei deftige Niederlagen mit 33 Gegentoren.

Heimfeld.  Zwei krachende Niederlagen haben die Bundesliga-Hockeyspieler der TG Heimfeld zum Auftakt der Hallensaison 2018/2019 einstecken müssen. Mit sage und schreibe 3:17 (2:9) standen sie beim deutschen Meister Uhlenhorster HC (UHC) auf verlorenem Posten. Tags darauf verloren sie auch beim Club an der Alster überdeutlich mit 5:16 (4:8).

Wie das Ergebnis vermuten lässt, war es gegen den UHC Hamburg eine einseitige Partie, auch wenn die Heimfelder versuchten, sich von Beginn an nicht zu verstecken. Durch Ayke Strotkamp konnten sie gleich in der ersten Minute in Führung gehen. Die Freude währte aber nur drei Minuten bis zum 1:1. Wieder nur drei Minuten später lagen die TGH-Herren bereits mit 1:4 zurück. Leonard Schöning traf danach zum 2:4.

Insgesamt betrachtet kam die nicht ausschließlich defensive Ausrichtung der Heimfelder den UHC-Spielern entgegen. Der deutsche Meister konnte den Gästen, die weder aufsteckten noch von ihrer Taktik abwichen, immer wieder im Aufbau den Ball abnehmen und schnell auf Angriff umschalten.

TGH-Coach Nikolas Müller: „Es war damit zu rechnen, dass wir es mit unserem stark veränderten Kader schwer haben würden. Der UHC war handlungsschneller, wir haben zu oft den Ball im Aufbau abgegeben. Aber wir wollten aus diesem Spiel lernen. Wir können fast zufrieden sein, dass es nicht noch klarer geworden ist. Für uns war das aber auch eher ein Spiel zur Vorbereitung auf die wichtigeren Spiele, die uns noch bevorstehen.“

Beim Club an der Alster mit dem ehemaligen TGH-Spieler Max Landshut als Co-Trainer waren Niklas Reuter (2), Ayke Strotkamp und Alexander Macioszek die Torschützen in der ersten Halbzeit. Danach herrschte Funkstille bis zwei Minuten vor Schluss, als Leonard Schöning mit dem fünften Treffer nur noch für Ergebniskosmetik sorgen konnte.

TGH-Herren duellieren sich mit DTV Hannover um den Klassenerhalt

Ebenfalls zweistellig mit 3:11 verlor Aufsteiger DTV Hannover in eigener Halle gegen den Club an der Alster. Es folgte ein 4:8 des Clubs aus der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen den Harvestehuder THC. Damit scheint sich die Einschätzung von Heimfelds Trainer Nikolas Müller zu bestätigen, der in dieser Hallenrunde einen Zweikampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga-Nordgruppe zwischen seinem Team und DTV Hannover erwartet. Diese beiden Teams treffen am 22. Dezember in Hannover erstmals aufeinander.

Deutlich erfolgreicher als ihre männlichen Vereinskameraden sind derzeit die Frauen der TG Heimfeld in der Regionalliga Nord unterwegs. Da es in der Halle keine 2. Frauen-Bundesliga gibt, ist die Regionalliga die zweithöchste Spielklasse. Vier Punkte aus zwei Partien lautet die Bilanz für das Team von Trainer Dennis Sievert an diesem Wochenende. Auf das 2:2 (1:1) beim DTV Hannover folgte vor heimischem Publikum ein 11:2 (7:1)-Kantersieg gegen das Schlusslicht TTK Sachsenwald.

In Hannover hätte nach Einschätzung von Damentrainer Dennis Sievert sogar mehr als der eine Punkt rausspringen müssen. Denn bis auf die ersten 15 Minuten war Heimfeld die klar spielbestimmende Mannschaft. „Wir haben die komplette zweite Halbzeit bestimmt, hatten Chancen ohne Ende, aber es fehlte an diesem Tag leider der letzte Entschluss im Torschuss“, sagte Sievert, „das Unentschieden ist aber kein Beinbruch.“ Hannover hatte in der zweiten Hälfte nur zwei nennenswerte Chancen: einmal landete der Ball an der Latte, einmal zum 2:1 im Gehäuse von Torhüterin Lisa Klein. „Der DHC war sehr effizient“, sagte Coach Sievert nüchtern. Beide Tore schoss Lea Dietrichs. Erstmals kam Neuzugang Pippa Bahr zum Einsatz. Sie feierte in Hannover ein gutes Debüt und konnte am Sonntag gegen Sachsenwald ihre ersten beiden Tore für die TG Heimfeld erzielen.

Heimspiele am Sonnabend für die Damen und die Herren

Die weiteren Tore zum Kantersieg, die von der besten ersten Halbzeit dieser Saison eingeleitet wurde, schossen Amelie Neumann-Kleinpaul, Lea Dietrichs, Lucie Witt, Paula Seibt (alle 2) und Alina Wachter. Nach den ersten vier Saisonspielen steht Heimfeld mit sieben Punkten auf dem dritten Platz unter acht Mannschaften. Zwischenfazit von Dennis Sievert: „Das Team ist taktisch und athletisch schon sehr weit, es muss nur noch etwas cleverer und abgeklärter im Ballbesitz werden. Wir konnten den Anschluss an die Spitzengruppe halten und haben die Big-Point-Spiele in den kommenden Wochen erst noch vor uns.“

Am kommenden Sonnabend, 8. Dezember, haben um 13.45 Uhr zunächst die Damen und anschließend um 16.15 Uhr die Herren der TG Heimfeld den Hamburger Polo-Club zu Gast in der Sporthalle Kerschensteinerstraße in Harburg.