Harburg
Hockey

Heimfeld macht zu viele Fehler

Luisa Steffen, die hier zwei Eintracht-Spielerinnen davon läuft, erzielte für Heimfeld den Treffer zum 2:4-Endstand.

Luisa Steffen, die hier zwei Eintracht-Spielerinnen davon läuft, erzielte für Heimfeld den Treffer zum 2:4-Endstand.

Foto: Volker Koch

Regionalliga-Hockeyfrauen zeigen gute Ansätze, unterliegen dem Erstligaabsteiger Eintracht Braunschweig aber mit 2:4.

Harburg.  Ihre ganze Bundesligaroutine haben die Hockeyfrauen von Eintracht Braunschweig beim Gastspiel an der Kerschensteinerstraße ausgespielt. Jedenfalls jene Spielerinnen, die aus dem Bundesligakader der vergangenen Hallensaison noch geblieben sind. Für die Gastgeberinnen der TG Heimfeld kam im ersten Regionalliga-Heimspiel 2018/2019 erschwerend hinzu, dass sie sich einige individuelle Fehler zu viel leisteten und deshalb am Ende mit 2:4 (1:1) verloren.

„Eintracht Braunschweig hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt“, sagte Trainer Dennis Sievert. Dabei hatte alles so gut angefangen. „Wir sind richtig gut gestartet. Ich glaube, wir konnten Braunschweig mit unserer offensiven Spielweise überraschen“, sagte Sievert, dessen Team in der siebten Minute durch Lea Dietrichs das frühe 1:0 erzielte. Die Gäste kamen noch vor der Pause durch eine kurze Ecke zum Ausgleich. „Nach der Pause wollten wir so weitermachen, wie wir angefangen hatten“, sagte Dennis Sievert. Doch bald startete eine Serie individueller Fehlern, die zu drei Gegentoren führte.

Lea Dietrichs schoss die Gastgeberinnen in Führung

Wie etwa beim 1:2, als Torhüterin Franziska Brokelmann in einer Eins-gegen-eins-Situation zwischen der Braunschweigerin Marie-Josephine Gropp, die schon das 1:0 erzielt hatte, und einer Heimfelder Verteidigerin aus dem Tor herauseilte und klären wollte, dadurch den zweiten Gegentreffer der Braunschweigerin aber erst ermöglichte. Dass Sievert seine Torhüterin später aus dem Spiel nahm, hatte mit deren Fauxpas nichts zu tun. Vielmehr wollte der Trainer mit einer Überzahl an Feldspielerinnen das Spiel noch drehen.

„Da hatten wir schon nichts mehr zu verlieren“, begründete der Coach seine Maßnahme. Das Risiko, dass dieser Schuss nach hinten losgehen könnte, hatte der Coach einkalkuliert. Prompt kam es auch so. Nach dem dritten und vierten Einschlag traf Luisa Steffen noch zum 2:4-Endstand. Am Vorabend hatte Eintracht Braunschweig mit 7:0 gegen DHC Hannover gewonnen und ist jetzt Tabellenführer in der Regionalliga Nord.

Ellen Cobourne wird behutsam an Hallenvariante des Hockeys herangeführt

Trotz der Niederlage fällt die Bilanz von Dennis Sievert überwiegend positiv aus. „Es war zwar mehr drin, aber wir konnten auch unsere eigenen Stärken zeigen und den Gegner ärgern,“ sagte der Trainer. „Und wir haben mutig gespielt.“

Mit Sophie Godding, die beruflich verhindert war, und der erkrankten Katja Paul musste Dennis Sievert auf zwei Spielerinnen verzichten, die er gern eingesetzt hätte. Lucie Witt war gesundheitlich angeschlagen und kam nur zu einem Kurzeinsatz. Ellen Cobourne, die Neue aus den USA, kennt die Variante Hallenhockey aus ihrer Heimat gar nicht und wird langsam an die Besonderheiten des Spiels unter dem Hallendach herangeführt.

Nächstes Damen-Heimspiel am Sonntag gegen TTK Sachsenwald

Mit weit mehr als 30 Spielerinnen sind Heimfelds Hockeydamen zahlenmäßig stärker aufgestellt denn je. Ein starker Einstand gelang Neuzugang Amelie Neumann-Kleinpaul. Kommende Woche soll mit Pippa Bahr aus Celle eine weitere Neue debütieren. Am Sonnabend geht es für die Heimfelder Frauen zum DHC Hannover. Am Sonntag, 14 Uhr, ist der noch sieglose TTK Sachsenwald zu Gast an der Kerschen­steinerstraße.

Für die Herren der TG Heimfeld beginnt die Hallensaison in der Nordstaffel der 1. Bundesliga, für Trainer Nico Müller „die beste Liga der Welt“, am Sonnabend um 18 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim Uhlenhorster HC. Am Sonntag, 16 Uhr, ist der Club an der Alster Gastgeber für die TGH-Herren. Deren erstes Heimspiel ist am Sonnabend, 8. Dezember, um 16 Uhr die Partie gegen den Hamburger Polo Club. Aufsteiger ist der DTV Hannover, alle übrigen Vereine in der Nordstaffel sind Clubs aus Hamburg.

TGH-Herren starten zweimal auswärts in die 1. Bundesliga

Die Heimfelder Herren haben sich vier Wochen lang intensiv auf ihre Hallensaison in der 1. Bundesliga vorbereitet. Nach Testspielen gegen den Club an der Alster, Großflottbeker THGC, das Adlerteam des Rahlstedter HTC und Klipper THC Hamburg ist Nico Müller noch skeptisch. „Wir sind noch nicht stabil für den Wettkampf“, sagte er, „aber die Jungs hängen sich rein.“

Personell hat es einen totalen Umbruch gegeben. Nico Müller muss ohne Hallenspezialist Alexander Otte, die Brüder Florian und Dennis Stiller, Lennart Gehl und Max Landshut auskommen. Müller: „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt.“ Zweiter Abstiegskandidat ist für Müller der Aufsteiger aus Hannover.