Harburg
Tennis

Damen des Harburger TB sind zurück in der Oberliga

Die Aufstiegsmannschaft mit (hinten v.l.) Ann-Sophie Stuhlmann, Marei Dornbusch, Aline Buhr, Carlotta von der Linde, Trainer Christian Dammann und (vorn, v.l.) Malina Walter, Anastasia Schwanebeck, Maja Münch und Leonie Dreßler. Es fehlt Nele Thomforde

Die Aufstiegsmannschaft mit (hinten v.l.) Ann-Sophie Stuhlmann, Marei Dornbusch, Aline Buhr, Carlotta von der Linde, Trainer Christian Dammann und (vorn, v.l.) Malina Walter, Anastasia Schwanebeck, Maja Münch und Leonie Dreßler. Es fehlt Nele Thomforde

Foto: Volker Koch / HA

Die Mischung aus etablierten Tennisspielerinnen und spielstarkem Nachwuchs macht den Unterschied.

Harburg.  Ein Jahr waren sie weg vom Fenster, jetzt haben sie sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Die erste Tennis-Damenmannschaft des Harburger Turnerbunds (HTB) hat den Wiederaufsteig in die Oberliga Hamburg geschafft. Im letzten Punktspiel der Verbandsliga-Saison 2018 kam es auf der Jahnhöhe zum alles entscheidenden Duell mit dem Marienthaler THC. Beide Vereine hatten ihre ersten drei Aufgaben gelöst und standen mit 6:0 Punkten gleichauf an der Tabellenspitze. Nur der Meister der Verbandsliga würde den Aufstieg in die Oberliga schaffen.

„Nach den Einzeln stand es 4:2 für uns“, berichtet Trainer Christian Dammann, „am Ende haben wir mit 6:3 gewonnen.“ Der Wiederaufstieg wurde im Anschluss mit einem großes Essen und einem längeren gemütlichen Beisammensein gefeiert. Die ganz große Aufstiegsparty ist erst für September geplant.

Bei der Frage nach den Gründen für diesen schönen Erfolg kommt der Coach zuerst auf die neue Spitzenspielerin der Harburger Tennisdamen zu sprechen. „Wir haben qualitativ zugelegt. Wir haben eine neue Nummer eins“, sagt Dammann, und meint damit Malina Walter, die vor dieser Saison aus Berlin nach Harburg gewechselt ist. Die 26-Jährige studiert an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, auch ihr Partner lebt im Süden Hamburgs.

6:3-Heimsieg im wichtigsten Spiel gegen Marienthaler THC

„Sie ist von allein gekommen“, erzählt Dammann, der sich gleichzeitig darüber freut, dass Malina Walter auch in das Trainerteam beim HTB eingestiegen ist. Sie gehört wie Aline Buhr der Leistungsklasse 1 an, höher geht es im Tennis auf nationaler Ebene nicht. In der Rangliste des Deutschen Tennisbundes (DTB) werden Walter und Buhr auf Positionen um die 300 notiert. In Hamburg gehören sie zu den Top-20.

Das allein sorgt allerdings nicht dafür, dass der HTB ein Jahr nach dem bitteren Abstieg nun wieder zurück ist in der höchsten Hamburger Spielklasse. „Innerhalb der Mannschaft haben wir eine überragende Mischung aus erfahrenen und etablierten Spielerinnen auf der einen Seite und spielstarkem Nachwuchs, der frischer Wind reinbringt“, sagt Christian Dammann. Fünf bis sieben Spielerinnen in der Meistermannschaft sind zwischen 25 und 28 Jahren alt – das sind die erfahrenen –, weitere fünf bis sieben Spielerinnen sind gerade einmal 16 bis 19 Jahre alt.

Auch in der Halle will das Team Verbandsliga-Meister werden

Die Stammbesetzung umfasst acht Spielerinnen, mit denen die meisten Medenspiele, die aus jeweils sechs Einzeln und drei Doppeln bestehen, bestritten wurden. Die nicht in der Ersten Damen eingesetzten Spielerinnen bekommen Spielpraxis in der zweiten oder dritten Mannschaft.

Beim HTB werde es den Youngstern leicht gemacht, Fuß zu fassen, meint Dammann. „Wir haben eine homogene Mannschaft, die Leistungstennis spielt, bei der aber auch der gesellschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommt.“ Für die Freiluftsaison im Sommer 2019 habe die Mannschaft schon vereinbart, in dieser Konstellation weiterzumachen. Eindeutiges Ziel ist dann der Klassenerhalt in der Oberliga. Von den sieben Vereinen müssen zwei absteigen.

U18-Juniorinnen sind für Hamburger Endrunde qualifiziert

„Von der Spielstärke her sind zwischen Ober- und Verbandsliga zwei Klassen Unterschied“, sagt der Trainer, der aufgrund der verbesserten Qualität optimistisch ist, mindestens den drittletzten Tabellenplatz belegen zu können. Vorher steht noch eine Hallensaison auf dem Plan. Auch unter dem Dach spielt die Damenmannschaft des Harburger TB in der Verbandsliga und will den Aufstieg in die Oberliga schaffen. In der Halle werden jeweils vier Einzel und zwei Doppel gespielt.

Wie spielstark der auf der Jahnhöhe trainierende Tennisnachwuchs ist, zeigt auch die Tatsache, dass sich erstmals seit vielen Jahren wieder eine Jugendmannschaft für die Endrunde um die Hamburger Mannschafts-Meisterschaft qualifiziert hat. Die U18-Juniorinnen des Harburger TB kämpfen am 8. und 9. September beim Marienthaler THC um den Landestitel gegen SV Blankenese, Großflottbeker THGC und Rahlstedter THC.

Da der HTB seine Staffel gewonnen hat, steht bereits fest, dass es im Halbfinale gegen den Zweiten der Parallelstaffel, den Großflottbeker THGC, gehen wird. Gleich fünf Spielerinnen des Harburger TB sind sowohl mit der ersten Damenmannschaft als auch den U18-Juniorinnen erfolgreich: Aline Buhr, Leonie Dressler, Maja Münch, Nele Thomforde und Maxine von der Linde.