Harburg
Fussball

Fünf Punktspiele bis zu den Bayern

SV Drochtersen/Assel ist mit vier Neuzugängen in Saisonvorbereitung gestartet

Drochtersen.  Die Fußballer der SV Drochtersen/Assel haben sich spielerisch auf ihre vierte Regionalligasaison und den Pokalknaller gegen den FC Bayern München vorbereitet – und das im wahrsten Wortsinn. Im Trainingslager in Dänemark ließ Trainer Lars Uder seine Spieler Murmelbahnen bauen. Wem bekannt ist, dass der neue Übungsleiter im Hauptberuf Lehrer an einer Realschule in Otterndorf ist, dürfte die ungewöhnliche Teambuildingmaßnahme nur bedingt überrascht haben.

Die spezielle Aufgabe für die etablierten Kräften und die vier Neuzugänge Jan-Ove Edeling (24 Jahre, kam von Altona 93), Sunghynn Jung (23, Oberneuland), Fabian Klinkmann (21, Oldenburg) und Julian Quack (19, JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen) scheint funktioniert zu haben. Die Kehdinger gewannen ihre ersten drei Testspiele gegen den Kreisligisten TSV Geversdorf (4:0) und die Hamburger Oberligisten Meiendorfer SV (5:1) TSV Sasel (4:2).

Dennoch war Uder nicht restlos zufrieden: „Wir gehen mit unseren Torchancen zu schludrig um. Das müssen wir ändern.“ Sorgen bereitet dem Inhaber der UEFA-A-Lizenz im Hinblick auf den Saisonstart am Sonnabend, 28. Juli, bei Aufsteiger Lupo Martini Wolfsburg auch die große Zahl der Verletzten.

10.000 Zuschauer sollen ins Kehdinger Stadion passen

Oliver Ioannou und Erdogan Pini werden nach Hüft- beziehungsweise Schulter-Operationen ebenso wie Jan-Ove Edeling (Bänderriss) bis zu fünf Wochen ausfallen, Nico Mau und Jannes Elfers sind angeschlagen – keine gute Vorzeichen in Anbetracht der bevorstehenden Mammut-Aufgaben.

Noch vor dem Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München am Sonnabend, 18. August, um 15.30 Uhr im Kehdinger Stadion muss Drochtersen fünf Spiele bestreiten und dabei zwei englische Wochen überstehen. „Auch deshalb sind Neuverpflichtungen nicht ausgeschlossen“, betont Uder. Parallel zu der Spielersuche laufen die Vorbereitungen auf den Pokalknaller gegen den deutschen Rekordmeister und Rekordpokalsieger.

„Wir freuen uns riesig darüber, dass wir Zuhause spielen dürfen – auch wenn dem Verein dadurch einige Euro verloren gehen“, sagt Lars Uder. Allein aus München hat es 15.000 Kartenanfragen gegeben. Deshalb arbeitet Vereinsboss Rigo Gooßen mit Hochdruck daran, das Fassungsvermögen des Kehdinger Stadion durch Zusatztribünen von 3000 auf 10.000 Plätze zu erweitern. Vor zwei Jahren gegen Borussia Mönchengladbach betrug die Zuschauerzahl 7500.

Übrigens: Eine Hand voll ganz schlaue Bayern-Fans haben sich ein Billett für die heiß begehrte Partie durch den Kauf einer Saison-Dauerkarte (Stehplatz 125 Euro) für die Spiele des Regionalligisten gesichert.