Harburg
Leichtathletik

Lena Schroeder stürmt mit Bestzeit zur Bronzemedaille

Viele Runden lang bewegte sich Hailezgi Meresie (HNT, Startnummer 870) in der Führungsgruppe seines 5000-m-Zeitlaufes

Viele Runden lang bewegte sich Hailezgi Meresie (HNT, Startnummer 870) in der Führungsgruppe seines 5000-m-Zeitlaufes

Foto: Markus Steinbrück / HA

Hürdensprinterin aus Harburg steigert sich bei norddeutschen Meisterschaften in der Jahnkampfbahn um mehr als drei Zehntel.

Harburg.  Sie sind auf den ganz langen Laufstrecken zu Hause. 5000 Meter auf der Bahn sind für zwei junge Leichtathleten der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) fast schon als Sprintstrecke anzusehen. Weil sie aber die Qualifikationszeit von 15:45 Minuten erfüllt hatten, ließen es sich Hailezgi Meresie und Brhane Gebrebrhan nicht nehmen, bei den norddeutschen Meisterschaften in der Hamburger Jahnkampfbahn anzutreten.

Auch für die Veranstalter kam das große Teilnehmerfeld von 27 Männern überraschend. Der erste Wettkampftag musste verlängert werden, um zwei Zeitläufe über zwölfeinhalb Runden durchführen zu können. Hailezgi Meresie steckte offenbar der Halbmarathonlauf der Vorwoche in den Knochen, den er als bester Hamburger (1:11:04 Stunden) beendet hatte. Er konnte sein hohes Anfangstempo nicht halten und belegte in 15:34,03 Minuten den 13. Platz.

Hailezgi Meresie war über 5000 Meter noch müde vom Halbmarathon

Defensiver lief der baumlange Brhane Gebrebrhan, der letztlich neun Sekunden langsamer als sein Vereinskamerad war und den 21. Platz belegte. Anschließend hatte er noch Kraft, um einen guten Bekannten, Haftorn Weldaj vom TSV Pattensen bei Hannover, anzufeuern, der erfolgreich den norddeutschen Meistertitel verteidigte (14:52 min.).

Die wertvollste Leistung aller Teilnehmer aus dem Hamburger Süden bot Lena Schroeder (SV Grün-Weiss Harburg). Sie gehört der weiblichen U20-Jugend an, musste in Hamburg aber bei den Frauen starten. Die Nordmeisterschaften ihrer angestammten Altersklasse werden am kommenden Sonnabend und Sonntag, 14. und 15. Juli, in Berlin ausgetragen. Trotz der stärkeren, weil älteren Konkurrenz belegte Schroeder im 100-Meter-Hürdenfinale den sehr guten dritten Platz. Dabei verbesserte sie in 14,14 Sekunden ihre alte persönliche Bestzeit, die sie erst in der Vorwoche aufgestellt hatte (14,47 sek.), um mehr als drei Zehntelsekunden.

Drei Endkampfplatzierungen für zwei Athleten des MTV Tostedt

„Bei endlich einmal idealen Bedingungen mit 1,3 Metern pro Sekunde Rückenwind war sie nur drei Hundertstel von der Silbermedaille entfernt“, berichtet Trainer Ekhard Küster. Die ging an Schroeders Dauerrivalin Anna Jablonski aus Glücksburg. Jonas Baseda (GW Harburg) belegte im Speerwurf der Männer mit 61,99 Meter den fünften Platz. Nach gerade überwundener Krankheit ging er geschwächt an den Start, war unter diesen Umständen aber mit seiner Leistung zufrieden.

Drei Endkampfresultate gingen auf das Konto der Athleten des MTV Tostedt. Bei den Männer belegte Johannes Haupt mit der Kugel (12,62 m) den fünften und dem Diskus (35,30 m) den sechsten Platz. Und über 100 m Hürden der weiblichen U18-Jugend kam Lucy Seute ebenfalls auf Rang sechs. Im Zwischenlauf (15,00 sek.) lief sie ihre beste Zeit des Tages.