Harburg
Fussball

Die Favoriten heißen FC Süderelbe und HTB

Nachdem ihr Torhüter Daniel Jedraszczyk den entscheidenden Elfmeter von Dersimspor pariert hat, freuen sich die Fußballer des FTSV Altenwerder über den Einzug ins Halbfinale

Nachdem ihr Torhüter Daniel Jedraszczyk den entscheidenden Elfmeter von Dersimspor pariert hat, freuen sich die Fußballer des FTSV Altenwerder über den Einzug ins Halbfinale

Foto: Volker Koch / HA

Vor dem Finale des Harburg-Pokals am Sonntag gilt es für den Ober- und Landesligisten zunächst, das Halbfinale am Freitag zu überstehen.

Harburg.  Auf dem Papier deutet alles auf einen Show-down zwischen dem FC Süderelbe und dem Harburger TB hin. Das sind die beiden höherklassigen Vereine in den Halbfinalpaarungen am heutigen Freitagabend auf der Sportanlage Am Alten Postweg. Um 18.30 Uhr stehen sich der FC Süderelbe und der TSV Neuland gegenüber. im Anschluss um 19.45 Uhr treten dann der Harburger TB und FTSV Altenwerder im Kampf um den Einzug ins Endspiel des 54. Harburg-Pokals an. Gibt es doch noch eine oder sogar zwei Überraschungen? Wie sagte „Fußballphilosoph“ Sepp Herberger einst: „Fußball ist deshalb so spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“

Deshalb dürfen die Fußballfans weiter mit Spannung auf den 54. Harburg-Pokal blicken. Daran ändern auch die Favoritensiege in den Viertelfinalspielen nichts. Was alles möglich ist im Fußball, davon haben die vier Begegnungen einiges erkennen lassen. Wie in der Partie des Oberligisten FC Süderelbe gegen den Klub Kosova. Da blieb der personell so ziemlich neu aufgestellte Landesligist von der Dratelnstraße bis zur Pause auf Schlagdistanz.

FC Süderelbe kommt mit 3:1-Sieg gegen Klub Kosova weiter

Den Führungstreffer erzielte Süderelbes Neuzugang Edison Sa Borges Dju nach weniger als drei Minuten. Hätte der Klub Kosova danach einen indirekten Freistoß an der Fünf-Meter-Linie nutzen können, wäre postwendend der Ausgleich gefallen. So dauerte es bis fünf Minuten vor der Pause, bis Wasim Sawari nach einem Eckball zum 1:1 für den Klub mit albanischen Wurzeln traf.

Die Freude und damit die Hoffnung auf einen Außenseitersieg hielt aber nur drei Minuten, dann brachte Alexandar Mucunski seine Farben, sprich die blau-weißen des FC Süderelbe, per Elfmeter zurück in die Erfolgsspur. Kosova-Keeper Sulejman Hoxha, der am Sonntag zwei Strafstöße pariert hatte, flog in die richtige Ecke, war aber machtlos. Für das 3:1 und Süderelbes Einzug ins Halbfinale am Freitag sorgte Rückkehrer Marcel Rodrigues.

Halbfinalgegner TSV Neuland setzte sich mit 2:0 gegen den Bostelbeker SV durch. Beide Tore fielen in der zweiten Halbzeit. Wenn beim Pausenpfiff die Kreisligafußballer des Bostelbeker SV geführt hätten, hätte sich niemand wundern dürfen. Zumal Torhüter Martin Fischer gut aufgelegt war und in einer Szene eine Serie von vier bis fünf Schüssen aus kurzer Distanz parieren konnte. „Ihr müsst langsam aufwachen“, versuchte Trainer Theodore Fici seine Fußballer wach zu rütteln. Mit Erfolg, gegen Ende des ersten Durchgangs zwangen sie Neulands Torhüter Reelf Martin Behnecke zu einer Glanzparade, als er einen Ball aus dem Winkel fischte.

Doch gleich nach dem Seitenwechsel traf Marc Greve zum 1:0 für Neuland; Timo Schubert hätte sofort nachlegen können, zielte aber am langen Pfosten vorbei. Und nach dem späten 2:0 wieder durch Greve drei Minuten vor Schluss landete der Ball in der Schlusssekunde noch an der Latte des Bostelbeker Gehäuses. Die letztlich klare Niederlage brachte für Bostelbeker SV zugleich die Lösung in einem Konflikt.

Altenwerder wirft Dersimspor nach Elfmeterschießen raus

Von Freitag an, dem Tag des Halbfinales, hatte der Verein ein Trainingslager in Dänemark organisiert. „Dass wir da jetzt hinfahren können, ist das einzig Gute an der Niederlage gegen Neuland“, räumt Fußballobmann Christoph Schmidt ein, dass sich die Trauer über das Ausscheiden im Harburg-Pokal in Grenzen hielt. Und weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir gegen einen Bezirksligisten mithalten können. Am Ende haben wir uns aber zu viele individuelle Fehler erlaubt.“ Trainer Theodore Fici hatte nach Pause acht neue Spieler eingesetzt.

Für den FTSV Altenwerder führte der Weg ins Halbfinale über Dersimspor. Nach Treffern von Dejan Sekac für Dersimspor und dem Ausgleich durch Sammy Yükünc für Altenwerder ging es ins Elfmeterschießen, in dem alle Schützen des FTSV Altenwerder trafen und Torwart Daniel Jedraszczyk mit seinen Paraden zum Matchwinner wurde. Am Ende war es ein 5:2-Erfolg. Mit 2:0 setzte sich der Landesligist Harburger TB gegen Rot-Weiss Wilhelmsburg durch. Ein abgefälschter Freistoß von Stefan Sawiel und ein Treffer von Mike Waliczek bescherten dem Team von der Jahnhöhe den Halbfinaleinzug.