Harburg
Handball

Final Four mit den BSV-Mädchen wieder in der Halle Nord

Beim Schlusspfiff kannte der Jubel bei den A-Mädchen aus Buxtehude keine Grenzen. Sie kreischten und tanzten wenig später im Kreis

Beim Schlusspfiff kannte der Jubel bei den A-Mädchen aus Buxtehude keine Grenzen. Sie kreischten und tanzten wenig später im Kreis

Foto: Hans Kall

Weibliche A-Jugend setzt sich im Wiederholungsspiel klar gegen Oldenburg durch. Endrunde am 2. und 3. Juni.

Buxtehude.  Noch erfolgreicher als für die Erste Damen, die aktuell Platz drei in der 1. Handball-Bundesliga belegt, und die Zweite Damen, die ihre Saison als Dritter der Dritten Liga Nord abgeschlossen hat, könnte die Handballsaison für die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV zu Ende gehen. Das Nachwuchsteam von Trainerin Heike Axmann hat sich mit dem 27:18 (11:8) im Viertelfinal-Rückspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den VfL Oldenburg durchgesetzt. Schon das Hinspiel in Oldenburg hatte der BSV, der zum sechsten Mal in Folge im Final-Four-Turnier steht, mit 33:26 gewonnen.

Der deutsche A-Jugend-Meister wird am Sonnabend und Sonntag, 2. und 3. Juni, ermittelt. Gestern kam die gute Nachricht, dass der Deutsche Handballbund die Endrunde wie schon im vergangenen Jahr erneut in die Halle Nord nach Buxtehude vergeben hat.

Dieser Erfolg ist wieder ein Beleg für die herausragende Nachwuchsarbeit des Vereins, und nicht der einzige. Zwei Wochen höchster Anspannung liegen hinter den BSV-Mädchen und Trainerin Heike Axmann, die sich auch nach Spielschluss noch über den VfL Oldenburg ärgerte, dessen Trainer zwei Wochen zuvor alles dazu beigetragen hatte, dass das erste Rückspiel abgebrochen wurde. Die BSV-Mädchen lagen seinerzeit mit 17:11 in Führung, als Wasser durch das Dach auf das Spielfeld tropfte.

Auch Blomberg, Leverkusen und Dortmund sind qualifiziert

Oldenburg war nicht bereit, wenigstens eine Zeit lang zu warten; dann hätte die Begegnung wohl unter regulären Bedingungen zu Ende gespielt werden können. Zwei Handballspiele, darunter eine Bundesligapartie der BSV-Damen, gingen danach ohne jede Beeinträchtigung in der Halle Nord über die Bühne.

„Ich war und bin immer noch richtig sauer“, sagte Heike Axmann. „Aber wir haben sportlich die richtige Antwort gegeben.“ Ihrem Team bescheinigte sie eine tolle Mannschaftsleistung mit einer starken Katharina Filter im Tor, die kommende Saison für die Handball-Luchse in der 2. Bundesliga spielen wird. Und die sich im zweiten Durchgang sogar noch steigern konnte und mit ihren Paraden wesentlich dazu beitrug, dass aus der knappen Drei-Tore-Pausenführung bald ein deutlicher Vorsprung wurde. Am Ende war der Jubel über den erneuten Einzug ins Final Four groß, die Mädchen kreischten und tanzten im Kreis. Dass sie wieder gegen Oldenburg, wie voriges Jahr im Halbfinale in Buxtehude, gewonnen hatten, war diesmal eine besondere Genugtuung.

Weibliche C- und D-Jugend aus Buxtehude wird Hamburger Meister

Die Hoffnungen von Heike Axmann und ihrem Team, das zweitägige Final Four in der heimischen Halle austragen zu dürfen, haben sich erfüllt. Ebenfalls qualifiziert sind die HSG Blomberg-Lippe, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund. Die BSV-Mädchen sind die Titelverteidigerinnen.

Gleich zwei Jugendmannschaften des Buxtehuder SV, nämlich die weibliche C- und die weibliche D-Jugend, gewannen in der gerade beendeten Handballsaison die Hamburger Meisterschaft. Trainer der beiden Mannschaf­ten ist der hauptamtliche BSV-Jugendtrainer Lars Dammann. Weitere gute Platzierungen in allen Altersklassen kommen hinzu. Das Oberligateam der weiblichen A-Jugend brachte es auf den vierten Platz in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. „Wir haben hauptsächlich den jüngeren Jahrgang 1999 spielen lassen“, erklärte Heike Axmann die angesichts der bundesweiten Erfolge der A-Mädchen nur auf den ersten Blick enttäuschende Platzierung.