Harburg
Rallycross

Andreas Steffen trotz Plattfuß vorn

Optimistisch blickt das Team von Steffen Motorsport mit Chef Andreas Steffen (Zweiter von rechts) der Saison 2018 entgegen

Optimistisch blickt das Team von Steffen Motorsport mit Chef Andreas Steffen (Zweiter von rechts) der Saison 2018 entgegen

Foto: Steffen Motorsport / HA

Rennfahrer aus Buxtehude startet als Gesamtzweiter in die Deutsche Rallycross-Meisterschaft 2018.

Buxtehude.  „Nach der Saison ist vor der Saison“, lautete das Motto für Automobilrennfahrer Andreas Steffen im vergangenen halben Jahr. Direkt nach dem Weltmeisterschaftslauf auf dem heimischen Estering im Oktober 2017 begannen für den Buxtehuder und sein Team die Vorbereitungen auf die Rallycross-Saison 2018.

Der 600 PS starke Ford Focus ST wurde in alle Einzelteile zerlegt. Technische Komponenten wie Motor, Getriebe und Fahrwerk gingen zur Revision zu den Partnern und Spezialisten. Dort wurde jedes einzelne Teil überprüft und die neuesten Entwicklungen montiert.

Vor dem Saisonstart testete Andreas Steffen sein Supercar mit den neuen Komponenten ausgiebig auf dem Estering, um Vergleiche zu den Geschwindigkeiten, Zeiten und Abstimmungen der vergangenen Saison ziehen zu können. „Wir sind sehr zufrieden mit der Weiterentwicklung des Fiestas“, sagte Steffen nach den erfolgreichen und fehlerfreien Testfahrten. „Jetzt sind wir bereit, um national und international angreifen zu können.“ Sein Team plant in diesem Jahr die Teilnahme an der Deutschen Rallycross-Meisterschaft, der Rallycross-Europameisterschaft und auch vereinzelte Starts in der Rallycross-Weltmeisterschaft.

Am Lausitzring Bestzeit in allen drei Qualifikationsläufen

Das erste Rennwochenende auf dem Lausitzring kann Steffen schon einmal als Erfolg verbuchen. Auch wenn es ihm primär darum ging, weitere und vor allem neuen Erkenntnisse über sein Auto zu gewinnen. Zum Auftakt der Deutschen Meisterschaft 2018 gelang Andreas Steffen der zweite Platz in der Kategorie der Supercars. In allen drei Qualifikationsrennen fuhr er Bestzeit und stand damit im Finale auf der Pole Position.

„Dabei sind wir nicht von Problemen verschont geblieben“, so Steffen. Im zweiten Qualifikationsrennen fiel die Servolenkung aus. „Ein Haarriss im Ölbehälter der Servolenkung hat mir die Arbeit schwer gemacht. Die 800 Newtonmeter (Nm) Drehmoment des Fiestas reißen mächtig an der Lenkung, da hat sich das Fitness-Training im Winter bezahlt gemacht“, scherzte Steffen, der auch das letzte Qualifikationsrennen ohne Lenkunterstützung fahren musste.

Im Finale von der Pole Position aus erreichte Andreas Steffen die erste Kurve mit großem Vorsprung. Die Asphalt- und Schotterstrecke erwies sich als sehr holprig und anspruchsvoll für Material und Fahrer. In der zweiten Runde drehte sich der Buxtehuder urplötzlich von der Strecke. Ein Plattfuß auf dem hinteren rechten Rad ließ die folgenden Runden zu einem Eiertanz werden. Immerhin waren insgesamt sieben Runden zu absolvieren.

Schon in der zweiten von sieben Finalrunden platzt der Reifen

Den bis dato zweitplatzierten Dietmar Brandt musste Steffen passieren lassen, Brandt fuhr mit seinem intakten Wagen etwas zehn Sekunden pro Runde schneller. Der Buxtehuder rettete seinerseits aber den zweiten Platz ins Ziel und hat damit insgesamt 27 Punkte auf dem Meisterschaftskonto.

Das nächste DM-Rennen findet am 19. und 20. Mai im hessischen Gründau-Lieblos statt. Parallel zum DRX-Auftakt auf dem Lausitzring wurde in Barcelona auch das erste Saisonrennen der Rallycross-Weltmeisterschaft ausgetragen. Nachdem der Schwede Mattias Ekström in Finale disqualifiziert worden war, gewann Johan Kristofferson (Schweden) vor Sébastien Loeb (Frankreich) und Andreas Bakkerud (Norwegen).