Harburg
Basketball

Mühsamer Sieg für die Sharks-Frauen

Sabrina Ochs von der BG Harburg-Hittfeld steigt unter den Korb hoch und setzt gegen Julia Siegers (Alstertal-Langenhorn) einen Hakenwurf an. Am Ende hatte sie elf Punkte auf dem Konto

Sabrina Ochs von der BG Harburg-Hittfeld steigt unter den Korb hoch und setzt gegen Julia Siegers (Alstertal-Langenhorn) einen Hakenwurf an. Am Ende hatte sie elf Punkte auf dem Konto

Foto: Volker Koch / HA

Regionalliga-Basketballerinnen aus Hittfeld machen Rückstand gegen Eimsbüttel in den letzten drei Minuten noch wett.

Hittfeld.  Reine Nervensache war das 58:55 (28:35) der Basketballfrauen der Sharks Hamburg in der 2. Regionalliga Nord gegen den Eimsbütteler TV. Bis wenige Minuten vor Schluss hatte das Team von Coach Lars Mittwollen im ersten Rückrundenspiel in der Halle am Peperdieksberg gegen den Tabellenvorletzten noch mit 48:52 zurückgelegen. Erst in den letzten drei Minuten machten sie den fünften Sieg im zehnten Saisonspiel perfekt.

Verloren haben dagegen die Regionalligafrauen der SG Harburg Baskets mit 58:70 (30:30) gegen den SC Alstertal-Langenhorn.

Stark angefangen; dann aber ebenfalls stark nachgelassen – das Spiel der Sharks-Frauen gegen Eimsbüttel war trotz eines Drei-Punkte-Wurfs von Samantha Harbs und der klaren Überlegenheit gleichermaßen von Beginn an durch wenig Bewegung im Angriff, viele schlechte Anspiele, viele Ballverluste und wenige Treffer geprägt. Da es die Gäste nicht besser machten, konnte die BG Harburg-Hittfeld, so die offizielle Bezeichnung der weiblichen Sharks, erneut mit einem Drei-Punkte-Wurf von Harbs mit 8:1 in Führung gehen. Trotzdem ging das erste Viertel noch mit 12:14 verloren.

Samantha Harbs versenkt serienweise Drei-Punkte-Würfe

Im zweiten Abschnitt war es erneut Samantha Harbs, die ihrem Team mit ihrem dritten Dreier zum 21:19 zwischenzeitlich die erneute Führung bescherte. Die ETV-Frauen konterten mit einem Neun-Punkte-Lauf. Mit zwei verwandelten Freiwürfen vor der Pause war es wieder Samantha Harbs, die den Halbzeitrückstand von 28:35 etwas erträglicher machte.

Nach der Pause war zunächst keine Besserung in Sicht; der Rückstand vergrößerte sich auf 32:43. Bis die junge Vivien Stoll auftrumpfte und ihr Team mit acht Punkten zurück ins Spiel finden ließ. Lara Müller-Mittwollen verkürzte vor Ende des dritten Viertels auf 43:49.

Das Signal zum Aufbruch war Anfang der Schlussviertels ein Drei-Punkte-Treffer von Antonia Kofahl zum 48:51. Dann versenkte Sabrina Ochs einen Freiwurf, Sabrina Lange markierte das 51:52. Und Samantha Harbs bewies weiter gute Nerven. Sie setzte ihre 100-Prozent-Quote bei den Freiwürfen fort, schaffte erst den Ausgleich zum 52:52 und dann die Führung zum 53:52. Da waren noch drei Minuten zu spielen. Sabrina Ochs legte zwei verwandelte Freiwürfe nach, scheiterte nach dem 55:52 aber bei vier weiteren Versuchen von der Freiwurfmarke.

Das große Zittern hielt an, zumal Samantha Harbs mit einem weiteren Drei-Punkte-Wurf ebenfalls das Ziel verfehlte. Aber die Zeit lief herunter. Und Sabrina Ochs verwandelte wenigstens einen von zwei weiteren Freiwürfen. Nach dem 56:53 verkürzten die ETV-Damen noch einmal auf 55:56. Erst zwei weitere verwandelte Freiwürfe von Samantha Harbs brachten elf Sekunden vor Schluss die Erlösung.

Sie war am Ende auch beste Werferin mit 15 Punkten, Sabrina Ochs erzielte mit 11 Punkten ebenfalls ein zweistelliges Ergebnis. „Es war die erwartet enge Partie, aber wir haben in der zweiten Halbzeit gekämpft und deshalb auch verdient gewonnen,“ sagte Headcoach Lars Mittwollen. „Aber wir haben noch zu viele Punkte liegen gelassen“, fügt er kritisch hinzu.

58:70 – Harburg Baskets gehen am Ende die Kräfte aus

Einen ganz anderen Spielverlauf verzeichneten die Frauen der SG Harburg Baskets, die gegen den SC Alstertal-Langenhorn bis zur Pause mithalten konnten, nach dem 30:30-Halbzeitstand die Gäste im dritten Viertel aber auf 44:52 davon ziehen ließen und am Ende in der Halle am Pavillon mit zwölf Punkten verloren. „Aufgrund unseres kleinen Kaders können wir oft am Ende kräftemäßig nicht mehr mithalten,“ sagte Coach Arne-Hilm Birkner. Zwei Spielerinnen fallen wegen Schwangerschaft die gesamte Saison aus. Gegen SCALA standen Birkner nur acht Spielerinnen zur Verfügung. Merle Ziesemer, die wie auch Antonia Kofahl und Vivien Stoll von den Sharks auch für die BG 89 Hurricanes Scheeßel in der U18-Jugend-Bundesliga Nordwest spielt, steckte zudem ein kurz zuvor absolviertes Bundesligaspiel in den Knochen. Eileen Laue (21) und Karen Peters (14) punkteten zweistellig.

Weiter geht es für die Harburg Baskets am kommenden Sonnabend um 19.45 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei der BG Hamburg-West. Die BG Harburg-Hittfeld hat am Sonnabend zu ungewohnt früher Zeit um 11 Uhr den Basketball-Club Rendsburg zu Gast am Peperdieksberg, der mit nur einem Punkt mehr als Tabellendritter anreist.