Harburg
Handball

Pokal-Highlights im Doppelpack in Buxtehude und Buchholz

Maike Schirmer erzielt im Pokalfinale 2017 ein Tor für Buxtehude gegen Metzingen. Am Donnerstag wurde die 27-Jährige in den erweiterten WM-Kader berufen

Maike Schirmer erzielt im Pokalfinale 2017 ein Tor für Buxtehude gegen Metzingen. Am Donnerstag wurde die 27-Jährige in den erweiterten WM-Kader berufen

Foto: Hans Kall / HA

BSV-Erstligafrauen gegen Metzingen und Zweitliga-Luchse gegen Kurpfalz Bären kämpfen um den Einzug ins Viertelfinale.

Buxtehude/Buchholz.  Nach dem Aus im Europapokal wollen sich die Handballfrauen des Buxtehuder SV im deutschen Pokalwettbewerb schadlos halten und an die Erfolge auf nationaler Ebene in der 1. Frauen-Bundesliga anknüpfen, in der sich ihre Saisonbilanz von sieben Siegen in sieben Spielen sehen lassen kann. Aber es ist ein schwerer Brocken, den sie auf dem Weg ins Viertelfinale beiseite räumen müssen.

Am Sonnabend, 19.30 Uhr, kommt es im DHB-Pokal-Achtelfinale in der Halle Nord zur Neuauflage des Pokalendspiels der Vorsaison. Mit TuS Metzingen hat Glücksfee Florian Kehrmann den BSV-Frauen wohl den schwierigsten Gegner zugelost. Nicht viel leichter dürfte es für die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten werden, die in ihrem Achtelfinale am Sonntag, 16 Uhr, den Spitzenreiter der 2. Frauen-Bundesliga, TSG Ketsch Kurpfalz Bären, in der Nordheidehalle empfangen.

Das 24:23 im Pokalfinale gegen Metzingen ist den meisten BSV-Spielerinnen in bester Erinnerung. Vor allem natürlich der Jubel danach, aber die Buxtehuderinnen wissen auch um die Stärke der Gäste. „Wir hätten uns sicher einen anderen Gegner gewünscht. Aber ich bin froh, dass wir wenigstens ein Heimspiel haben“, sagt etwa Torhüterin Antje Peveling. Für Geschäftsführer Peter Prior ist das Spiel ein Handball-Leckerbissen. Insgesamt 13 Nationalspielerinnen aus vier Nationen, die alle bei der WM im Dezember in Deutschland dabei sein wollen, laufen morgen in der Halle Nord auf, fünf beim BSV und acht bei den TusSies, wie sie sich selbst nennen.

Im Januar 2017 spielten die Partnervereine im Pokal-Viertelfinale gegeneinander

„Allein die hohe Zahl an Nationalspielerinnen zeigt, welche Qualität in diesem Duell steckt“, sagt Peter Prior. Die Buxtehuderinnen Emily Bölk, Friederike Gubernatis und Lone Fischer sowie Anna Loerper, Julia Behnke und Shina Minewskaja aus Metzingen trafen sich jüngst beim Lehrgang der Nationalmannschaft. Der Pokalfight ist das letzte Heimspiel der BSV-Damen vor der siebenwöchigen WM-Pause. „Und es ist zugleich das bisher wichtigste Spiel der Saison“, betont Peter Prior.

Das Pokalspiel am Sonntag in Buchholz verspricht ebenfalls Spitzenhandball, stehen sich doch der Tabellenerste und -zweite der 2. Bundesliga gegenüber. Spitzenreiter Ketsch hat auswärts noch nicht verloren, die im Vergleich zur Vorsaison fast unveränderte Mannschaft ist breit aufgestellt und kommt mit Sina Michels, Samira Brand, Saskia Fackel und Carmen Moser mit gleich vier treffsicheren Spielerinnen. Im Tor steht mit Sabine Stockhorst die Torfrau der deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft.

„Ketsch ist richtig stark, aber wir wollen unbedingt ins Viertelfinale“, gibt sich Luchse-Trainer Maximilian Busch kämpferisch. Sollten Buxtehude und die Handball-Luchse ihre Pokal-Heimspiele gewinnen, könnte es zur Neuauflage des Viertelfinales 2016/2017 kommen, das Erstligist Buxtehude im Januar 23:20 gewann und damit ins Final Four einzog – das Happy-end ist bekannt.