Harburg
Handball

Hollenstedts Handballer testen auf hohem Niveau

Hollenstedts Timo Jobmann (Mitte) versucht sein Glück gegen Fredenbecks lettischen Nationaltorhüter Edgars Kuksa. rechts Jonas Rohde

Hollenstedts Timo Jobmann (Mitte) versucht sein Glück gegen Fredenbecks lettischen Nationaltorhüter Edgars Kuksa. rechts Jonas Rohde

Foto: Uwe Stelling

Nach dem VfL Fredenbeck ist der HSV Hamburg der nächste hochkarätige Testspielgegner für den Landesligisten.

Hollenstedt.  Testen macht auf hohem Niveau besonders viel Spaß. Wer weiß das besser als die Landesliga-Handballer des TuS Jahn Hollenstedt? Nach dem Drittligisten HSV Handball im vorigen Jahr war nun im Rahmen der Saisonvorbereitung der VfL Fredenbeck, ebenfalls aus der Dritten Liga, zu Gast in den Max-Schmeling-Hallen. Und die Hanseaten haben sich auch schon wieder angekündigt. Sie absolvieren am kommenden Wochenende wieder ein Trainingslager in Hollenstedt, in dessen Rahmen es am Sonnabend, 5. August, um 18 Uhr auch wieder zu einem sportlichen Vergleich mit den Jahn-Handballern kommt.

„Dann werden wir hier ein anderes Tempo sehen“, prophezeite Helmut Eckelmann, Handballchef des TuS Jahn, in der Halbzeit des Testspiels gegen Fredenbeck beim Spielstand von 9:17, aus dem am Ende ein 17:38 wurde. Dreimal konnte die so genannte Erste Sieben des TuS Jahn Hollenstedt gegen den Drittligisten aus dem Nachbarkreis Stade in Führung gehen bis die Gäste die Rangordnung wieder klarstellten. „Es sollten ja alle meine Spieler zum Zuge kommen, deshalb haben wir nicht auf Ergebnis gespielt“, sagte Hollenstedts Trainer Martin Kuligowski, der bis auf seinen Torhüter Nico Andres alle Spieler zur Verfügung hatte und auch einsetzte. Die Neuzugänge für die kommende Saisons sind Lukas Versemann aus Braunschweig und Stefan Stünke aus Münster. Stünke war erst am Tage des Testspiels zur Mannschaft gestoßen. Einziger „Abgang“ bei den Landesligahandballern ist Jonas Pellewessel, der Martin Kuligowski als neuer Co-Trainer zur Seite steht.

Es lief natürlich noch nicht rund bei beiden Mannschaften, von denen der VfL Fredenbeck sich schon seit einiger Zeit im Training befindet, während die Hollenstedter erst sieben Übungseinheiten hinter sich hatten. Kuligowski: „Wir haben sieben Tage nur mit dem Ball gearbeitet. Unsere Vorbereitung fängt jetzt gerade erst an. Dafür lief es ganz gut.“

Sein Gegenüber Steffen Birkner, der zuletzt die Zweitliga-Handball-Luchse aus dem Rosengarten trainierte, wechselte in der Halbzeit das komplette Team aus und schickte die jeweils nicht aktiven Spieler zum Krafttraining an die Geräte. Nach der Pause wurde das Spiel zunehmend einseitig, die Gäste zogen unaufhaltsam davon – auch weil den Gastgebern die Kraft ausging. Den Gegentreffer zum 15:30 kassierten sie in Unterzahl ins leere Tor, weil sie einen zusätzlichen Feldspieler gebracht hatten.

Für die Hollenstedter Handballer geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter mit viel Training und noch zwei weiteren Testspielen, bevor nächsten Sonnabend der HSV Hamburg gegen sie auf der Platte steht. Der absolviert am Sonntag danach in Hollenstedt noch einen weiteren Test gegen die Handballer vom Drittliga-Aufsteiger ATSV Habenhausen, die sich zuletzt sogar mit dem spanischen Spitzenhandballer Victor Monroy Gonzales verstärkt haben, der schon Champions-League gespielt hat.