Harburg
Handball

28-Jähriger übernimmt Rosengarten-Buchholz

Der neue Trainer Maximilian Busch (links) mit Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau

Der neue Trainer Maximilian Busch (links) mit Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau

Foto: Markus Steinbrück / HA

Maximilian Busch aus Ahrensburg wird Nachfolger von Trainer Steffen Birkner in der 2. Handball-Bundesliga.

Buchholz.  Die Zweitliga-Handballerinnen der SGH Rosengarten-BW Buchholz haben einen neuen Trainer gefunden. Zum 1. Juli 2017 wird Maximilian Busch die Nachfolge von Steffen Birkner antreten. Wie beim Spielerinnenkader setzt Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau nun auch beim Trainer auf die Attribute jung, dynamisch und entwicklungsfähig. Maximilian Busch ist erst 28 Jahre alt. Zuletzt war er zwei Jahre lang hauptamtlicher Jugendkoordinator beim Ahrensburger TSV.

„Für mich ist die Kombination in Buchholz unschlagbar“, sagte Busch am Dienstagmorgen bei seiner Vorstellung, „meine Freundin könnte in Buchholz einen Job finden, ich kann hier mein Referendariat aufnehmen und dazu darf ich eine Zweitliga-Mannschaft trainieren.“ Buschs Freundin legt in Kürze ihr drittes Staatsexamen ab und hofft, am Buchholzer Krankenhaus als Assistenzärztin beginnen zu können. Der neue Trainer hatte seine Ambitionen, Grundschullehrer zu werden, zuletzt aufgrund des Jobs in Ahrensburg ruhen lassen. Bei den Handball-Luchsen wird er nicht hauptberuflich angestellt. Für ihn die Chance, den Weg zum Lehrer ab Januar 2018 im Referendariat weiter zu beschreiten.

Aufgewachsen ist Maximilian Busch in Hänigsen in der Region Hannover. Mit 17 Jahren erlitt er seinen ersten Kreuzbandriss, mit 21 und 22 folgten der zweite und dritte. Weil seine Mutter als Handballtrainerin im typischen Breitensportverein tätig war, schnupperte Busch früh in diesen Bereich hinein und übernahm Jugendmannschaften. Mit 18 Jahren hatte er die C-Lizenz, mit 21 die B-Lizenz und Ende dieses Monats wird er auch seine Ausbildung zum A-Lizenz-Trainer abgeschlossen haben. „Mein Anspruch ist es immer, meinen Mannschaften etwas beizubringen“, so der 28-Jährige. Parallel zur Jugend trainierte er früh auch Damenmannschaften.

Bisher Oberliga-Frauentrainer in Burgdorf und Hannover

Von Hänigsen ging es zur TSV Burgdorf und 2013 für zwei Jahre zum Hannoverschen SC in die Frauen-Oberliga. In Ahrensburg trainierte er vier Jugendteams und die Erste Damen in der Hamburg-Liga. „Es war eine emotional schwierige Entscheidung, Ahrensburg zu verlassen, weil wir viel aufgebaut haben“, sagte Busch. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Zahl der Auswahlspielerinnen von null auf sechs, es wurde ein roter Trainingsfaden von den Minis bis zu den Frauen etabliert und eine super Mischung aus Leistungs- und Breitensport geschaffen.

Dennoch sei für Maximilian Busch nach dem ersten Gespräch mit Sven Dubau schnell klar gewesen, dass er die Handball-Luchse unbedingt trainieren wolle. In die Suche war auch Kooperationspartner Buxtehuder SV involviert. „Wir hatten vier interessante Kandidaten in der engeren Auswahl“, berichtet Geschäftsführer Dubau aus der Trainer-Findungsphase, „sie hatten alle das gleiche Profil, waren aber unterschiedliche Typen. Max hat uns am meisten begeistert, weil er auch fachlich sehr weit ist.“ Auch wenn einige Vereine noch neue Trainer suchen, wird Rosengartens Neuer vermutlich der jüngste Coach in den 2. Bundesligen sein.

„Disziplin, Ehrgeiz und Spaß sind mir wichtig“, sagt Busch über den Trainer Busch, „und Ehrlichkeit. Ich stehe dafür, etwaige Probleme offen anzusprechen.“ Eine feste Spielphilosophie hat Maximilian Busch nicht. „Ich sehe mich als Dienstleister, der gemeinsam mit der Mannschaft eine Philosophie entwickelt.“ Durch seine relativ späte Verpflichtung hatte er bei den Neuzugängen – bisher sind Julia Herbst, Zeliha Puls und Sabrina Genilke bekannt, zwei oder drei weitere werden folgen – kein Mitspracherecht. „Ich finde den Kader toll und hätte einige Spielerinnen auch sofort genommen“, so Busch. Einen ersten Eindruck von seinem neuen Umfeld verschaffte sich der neue Trainer am vergangenen Sonnabend beim Heimspiel gegen Haunstetten. „Ich bin begeistert von den Fans und der Stimmung“, sagt er, „ich freue mich richtig auf die Aufgabe.“