Harburg
Fussball

Doppelpack sichert Klassenerhalt

Abwehrspielerin Kristiane Helmke von Eintracht Elbmarsch (hinten) bedrängt Bassens offensive Mittelfeldspielerin und Torschützin Lisa Gunkel

Abwehrspielerin Kristiane Helmke von Eintracht Elbmarsch (hinten) bedrängt Bassens offensive Mittelfeldspielerin und Torschützin Lisa Gunkel

Foto: Karsten Schaar / HA

Landesliga-Aufsteigerinnen von Eintracht Elbmarsch können nach dem 2:1 gegen Bassen nicht mehr absteigen.

Drennhausen.  „Ein ganz schlimmes Fußballspiel!“, fand Trainer Jan Flindt den 2:1 (0:0)-Heimsieg der Landesliga-Fußballfrauen von Eintracht Elbmarsch gegen das Tabellenschlusslicht TSV Bassen. Erwartet hatte der Trainer, dass sein Damenteam an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen und mit einem überzeugenden Sieg den Klassenerhalt perfekt machen würde.

So beließ es Flindt trotz mancher Alternative bei der bewährten Startformation. Dass das spielfreie Osterwochenende das Team vom Deich völlig aus dem Rhythmus gebracht hatte, sollte sich bald zeigen. „Schon die Körpersprache ließ erahnen, dass dieses Spiel anders verlaufen würde als die Matches gegen Lüneburg oder Stelle in den Wochen zuvor,“ sagte Flindt. Es entwickelte sich eine Partie auf äußerst mäßigem Niveau, in der die Eintracht-Frauen zwar etwas mehr vom Spiel hatten und auch die eine oder andere Gelegenheit zur Führung verbuchen konnten, doch richtig gefährlich wurde es vor keinem der beiden Tore. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Neu sortiert und deutlich engagierter sollten die zweiten 45 Minuten angegangen werden, was aber ebenfalls nicht gelang. Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin. In der 61. Minute konnten die Gäste, die in den gesamten 90 Minuten keinen einzigen Schuss auf das Tor der Eintracht abgaben, sogar in Führung gehen. Ein Eckball von der linken Seite wurde durch den starken Wind länger und länger, so dass Eintracht-Torfrau Wiebke Knippelberg den Ball im Rückwärtslaufen gerade noch abklatschen konnte. Das Spielgerät prallte TSV-Spielerin Lisa Gunkel ans Knie, von wo aus es den Weg ins Netz fand.

Direkt nach dem Gegentor wechselte Jan Flindt drei Spielerinnen auf einen Schlag ein. Nathalie Bödder und Jana Günther konnten offensiv etwas mehr Akzente setzen. Günther war es dann auch, die die Wende in diesem Spiel brachte. Zunächst traf sie in der 71. Minute nach schönem Zuspiel von Lena Tode zum Ausgleich. Fünf Minuten vor Schluss gelang ihr mit einem Heber sogar noch der 2:1-Siegtreffer.

Jan Flindt: „Das war ein schmeichelhafter Sieg. Und der hat uns den Klassenerhalt beschert. Das ist auch das einzig Positive an dieser Partie, denn leider schafften es unsere Fußballfrauen erneut nicht, gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel die gleiche Einstellung wie gegen die Spitzenteams an den Tag zu legen.“

In der Tabelle sind die Frauen von Eintracht Elbmarsch – jetzt sogar auf Platz drei – am Landkreis-Konkurrenten TSV Stelle vorbeigezogen, der mit 0:2 bei SV Eintracht Lüneburg verlor und auf Rang fünf zurückgefallen ist. Am kommenden Sonntag spielt der TSV Stelle beim VfL Lüneburg, Eintracht Elbmarsch hat spielfrei.

Regionalligist Jesteburg gelingt die Revanche gegen Delmenhorst

Für eine disziplinierte Leistung gegen den TV Jahn Delmenhorst belohnen sich die Regionalliga-Frauen des VfL Jesteburg mit einem 2:1 (0:0)-Auswärtssieg. Der Tabellenzweite und bereits feststehende Aufsteiger hatte die Rüsselkäferinnen im Hinspiel noch mit 9:3 besiegt. Diese Schmach wollten die Jesteburger Frauen unbedingt tilgen. So gab es denn auch deutliche Ansprache vor dem Spiel von Spielertrainerin und Torfrau Laura Jungblut und Ina Heitmann, die gemeinsam auch taktisch für die richtige Einstellung jeder einzelnen Spielerin sorgten.

Zunächst galt es, Torchancen der Heimelf zu verhindern, was mit hoher Laufbereitschaft auch gelang. Dazu konnten mit Konterversuchen immer wieder Nadelstiche gesetzt werden. Bereits in der 8. und 11. Minute hatte Nele Heins die ersten beiden Torchancen für Jesteburg, konnte jedoch nicht verwandeln. Bis zur Pause blieb es beim 0:0. Gleich nach Wiederbeginn hatte Andrea Ludewig die Chance zum 1:0 bei einem Freistoß. In der 65. Minute kam Delmenhorst über die rechte Seite gefährlich in den Strafraum, wo Annalena Otto sich nur noch regelwidrig zu helfen wusste. Der verwandelte Foulelfmeter brachte Delmenhorst mit 1:0 in Führung.

Zehn Minuten später passte Nadia Papist auf die durchstartende Nele Heins, die zum 1:1-Ausgleich einschieben konnte. Der Ausgleich war mehr als verdient. In der 78. Minute kam Fabienne Stejskal für Andrea Ludewig ins Spiel und führte die Jesteburgerinnen nur drei Minuten nach ihrer Einwechslung auf die Siegerstraße. Weiter geht die Saison für die VfL-Frauen am Sonntag, 7. Mai, mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzehnten TSG Burg Gretesch. Jesteburg ist Sechster.