Harburg
Handball

Zum fünften Mal in Folge im DM-Halbfinale

Nach dem Viertelfinalsieg gegen Mainz/Budenheim feiert die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV ausgelassen den Einzug ins Final Four

Nach dem Viertelfinalsieg gegen Mainz/Budenheim feiert die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV ausgelassen den Einzug ins Final Four

Foto: Hans Kall

Weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV bewirbt sich um die Ausrichtung des Finalturniers am 3. und 4. Juni.

Buxtehude.  Zum fünften Mal in Folge hat sich die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV für die Endrunde um die deutsche Handball-Meisterschaft qualifiziert. Mit einem eher mühevollen 30:26 (12:15)-Erfolg gegen die FSG Mainz 05/Budenheim sicherte sich der BSV nach dem klaren 30:21-Auswärtssieg im Hinspiel die Teilnahme am Final Four.

Die Endrunde könnte sogar in der Halle Nord in Buxtehude stattfinden. Bundesliga-Manager Peter Prior hat sich um die Ausrichtung beworben, die Entscheidung soll in dieser Woche fallen. Der Gegner im Halbfinale steht fest, es kommt zum Nordderby zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV. Im zweiten Halbfinale stehen sich Bayer 04 Leverkusen und die HSG Blomberg-Lippe gegenüber. Ausgetragen wird das Final-Four-Turnier der A-Jugend am 3. und 4. Juni.

Die Freude beim Buxtehuder Nachwuchs war riesig, die Mädels tanzten mit 150 Fans in der Halle Nord und feierten ihren Halbfinaleinzug. Dabei hatte das Rückspiel im DM-Viertelfinale gar nicht gut begonnen für das Team von Trainerin Heike Axmann, die ihre Spielerinnen trotz des Neun-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel gewarnt hatte. Die FSG Mainz 05/Budenheim war nach Buxtehude gekommen, um das Wunder zu schaffen, und präsentierte sich in den ersten 30 Minuten willensstark. Mit einer 15:12-Führung gingen die Gäste aus Hessen in die Pause. Die Jugendnationalspielerinnen Paulina Golla (13/5 Tore) und Alicia Soffel (7), die schon im Hinspiel 15 von 21 Toren erzielt hatten, überragten erneut und warfen 20 der 26 FSG-Treffer.

Die Gastgeberinnen wirkten nervös, spürten den Druck und kamen nicht richtig ins Spiel. Vom gewohnten Tempohandball war nichts zu sehen in den ersten 30 Minuten. Ein Grund war das Fehlen von Tarja Pauschert, die im Hinspiel mit neun Treffern beste Torschützin war. Wegen einer Erkältung konnte die Rückraumspielerin in der Woche nicht trainieren. Trainerin Heike Axmann schonte ihre Spielmacherin und setzte sie nur bei Siebenmetern ein. In der zweiten Hälfte kehrte Pauschert auf ihre angestammte Position im Rückraum zurück. Auf einmal stimmten die Abläufe im Angriff wieder, die Abwehr stand wesentlich sicherer und Torhüterin Katharina Filter steigerte sich, erzielte sogar ein Tor über das gesamte Feld ins leere Mainzer Tor.

Im Halbfinale kommt es zum Nordderby gegen den VfL Oldenburg

„Unser Tempospiel hat wieder funktioniert“, sagte eine strahlende Trainerin. Linksaußen Alexia Hauf und Rechtsaußen Katharina Meier konnte endlich ihre Schnelligkeit ausspielen und waren mit jeweils sechs Treffern die besten Buxtehuder Werferinnen. Die Weichen für den Einzug ins Final-Four-Turniers stellte der BSV unmittelbar nach der Halbzeit. Innerhalb von sechs Minuten verwandelte der Bundesliga-Nachwuchs den 12:15-Rückstand mit sechs Toren in Folge in eine 18:15-Führung, die das Team bis zum Schluss auf 30:26 ausbaute.

Damit hat die weibliche A-Jugend des Buxtehuder SV ihr großes Saisonziel erreicht. Trainerin Heike Axmann ist stolz auf ihre Mädchen. Zu Saisonbeginn konnte nicht unbedingt damit gerechnet werden, abermals die DM-Endrunde zu erreichen. Mit Emily Bölk, Paula Prior, Natalie Axmann und Lisa Borutta wechselten mehrere Leistungsträgerinnen in den Frauenbereich. Manager Peter Prior lobte ebenfalls. „Das Erreichen des Final Four ist Belohnung für die intensive Arbeit von Mannschaft und Trainerteam und zeigt einmal mehr, dass der BSV in der nationalen Spitze angekommen ist“, sagte er. Die Nachwuchstalente wollen jetzt natürlich mehr, möchten als Titelverteidiger ein Wörtchen mitreden bei der Vergabe des DM-Titels 2016/2017.

Halbfinalgegner VfL Oldenburg machte den 24:27-Rückstand aus dem Hinspiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt mit einem 34:23-Heimsieg eindrucksvoll wett und freut sich ebenfalls auf das Nordderby. Vizemeister Bayer 04 Leverkusen schaltete Borussia Dortmund (38:33 und 35:17) aus und trifft auf die HSG Blomberg-Lippe, die sich gegen den VfL Bad Schwartau (30:20 und 40:22) durchsetzte.

Die Tore für Buxtehude: Alexia Hauf (6), Katharina Meier (6), Julia Herbst (4), Cassandra Nanfack (3), Tarja Pauschert (3/3), Svea Geist, Leonie Ulinski, Katharina Hufschmidt (je 2), Meret Ossenkopp, Katharina Filter (je 1)