Harburg
Motorsport

Bei Sonne top, bei Nässe flop

Nach einem Rempler des Iren Oliver O’Donovan (grünes Auto) und dem daraus resultierenden Dreher muss Andreas Steffen (vorn) seine Finalhoffnungen begraben

Nach einem Rempler des Iren Oliver O’Donovan (grünes Auto) und dem daraus resultierenden Dreher muss Andreas Steffen (vorn) seine Finalhoffnungen begraben

Foto: Steffen Motorsport / Johnny Loix / HA

Andreas Steffen aus Buxtehude startet mit Höhen und Tiefen in die Rallycross Europameisterschaft 2017.

Buxtehude.  Höhen und Tiefen hielt der Saisonauftakt 2017 in der FIA Rallycross Europameisterschaft für den Buxtehuder Motorsportler Andreas Steffen bereit. Auf dem aus der Formel eins bekannten Grand-Prix-Kurs Circuit de Catalunya in Barcelona stellten sich 30 Teilnehmer dem Wettbewerb.

Unweit der Millionenstadt öffnete der Himmel am ersten Tag seine Schleusen und ließ die ersten beiden Qualifikationsrennen angesichts ergiebiger Regenfälle zum Lotteriespiel werden. „Die Strecke war sehr rutschig. Wir waren uns sicher, diesen Tag überstehen zu müssen“, erklärt Andreas Steffen, „da unter diesen wechselhaften Bedingungen keine Chancengleichheit gewährleistet werden kann.“ Mit zwei 17. Plätzen kam Steffen mit einem blauen Auge davon.

Tags darauf zeigte sich endlich der blaue Himmel über Katalonien. Andreas Steffen startete hochmotiviert in das dritte Qualifikationsrennen, gewann den Start und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Mit seinem Sieg in Q3 und dem elften Platz im Gesamtklassement unterstrich der Buxtehuder seinen Anspruch auf einen Finalplatz.

Auch ins letzte Qualifikationsrennen Q4 startete der Buxtehuder hervorragend, wieder lag er in Führung. Seine Verfolger Henning Solberg (Norwegen), Oliver O´Donovan (Irland) und Patrick Guillerme (Frankreich) machten Druck. Steffen konnte sich die ersten Kurven behaupten, bis O´Donovan den 550 PS starken, allradgetriebenen Ford Fiesta von Steffen in einen Dreher zwang. Dieser endet im Reifenstapel und auf dem Zeitentableau ganz unten. „Q4 hat mich auf den 22. Platz zurückgeworfen. Dabei war ich schon mit drei Rädern im Finale“, konnte Andreas Steffen seine Enttäuschung nicht verbergen.

„Auf trockener Strecke bin ich Top-Zeiten gefahren. „Wir werden weiter am Gesamtpaket arbeiten“, erklärte Steffen. Der nächste Lauf zur Rallycross-Europameisterschaft findet am 10. und 11. Juni in Norwegen statt.