Harburg
Leichtathletik

Lena Helmboldt stürmt mit Bestzeit zur Jugend-DM

Lena Helmboldt (LG Nordheide/Startnummer 307) belegte im 1500-Meter-Lauf den fünften Platz. Mit der Nr. 287 die spätere Siegerin Saskia Pingpank (Hannover), mit der Nr. 12 die Dritte Leandra Lorenz (Stahnsdorf)

Lena Helmboldt (LG Nordheide/Startnummer 307) belegte im 1500-Meter-Lauf den fünften Platz. Mit der Nr. 287 die spätere Siegerin Saskia Pingpank (Hannover), mit der Nr. 12 die Dritte Leandra Lorenz (Stahnsdorf)

Foto: Birthe Helmboldt / HA

Zwei fünfte Plätze sind bei den norddeutschen Meisterschaften die besten Ergebnisse für die LG Nordheide und HNT.

Ashausen/Hausbruch.  Das Ziel war klar. Lena Helmboldt (LG Nordheide) war im Januar in Hannover souverän Niedersachsenmeisterin im 1500-Meter-Lauf der U18-Jugend geworden, die angestrebte Qualifikation für die deutschen Jugendmeisterschaften hatte sie in einem verbummelten Rennen aber um drei Zehntelsekunden verpasst. Also nahm die 16-Jährige die etwa 300 Kilometer weite Fahrt zu den norddeutschen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und U20-Jugend nach Neubrandenburg auf sich, um einen neuen Anlauf zu unternehmen – mit Erfolg.

Da die U18-Jugend in der Halle weder norddeutsche noch deutsche Titelkämpfe austrägt, musste sich Helmboldt mit der bis zu zwei Jahre älteren U20-Konkurrenz messen. Sie profitierte vom gleichmäßigen Tempo, bewegte sich anfangs auf den Rängen sieben bis neun, um sich in der zweiten Rennhälfte bis auf den fünften Platz nach vorn zu schieben. Wichtiger als die Platzierung war die neue persönliche Bestzeit von 4:49,57 Minuten, mit der die Mittelstrecklerin aus Ashausen die DM-Norm um mehr als fünf Sekunden unterbot.

Das Ziel für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften am 25. und 26. Februar in Sindelfingen, bei denen Helmboldt erneut in der U20 starten muss, ist ebenfalls klar. „Weitere Erfahrung sammeln und die Zeit bestätigen“, sagte Trainer und Vater Rolf Helmboldt. Nach dem Rennen geht es direkt weiter zur Skireise ihres Schul-Sportkurses ins Tiroler Ötztal.

Ebenfalls mit Rang fünf als bestem Ergebnis kehrten die beiden Athleten der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) aus Neubrandenburg zurück. Nach einer Anlaufumstellung kam Lennart Jungclaus im Weitsprung der Männer nicht an die Weite der Hamburger Meisterschaften (6,93 m) heran und wurde mit 6,81 Meter Fünfter. Im Vorlauf über 60 Meter ließ er sich vom späteren Nordmeister Lucas Jakubczyk (Berlin) inspirieren und sprintete in 7,06 Sekunden in den Endlauf. Dort gelang Jungclaus kein guter Start – 7,12 sek. bedeuteten den achten Platz.

Zwei persönliche Bestzeiten auf den kurzen Sprintstrecken stellte sein drei Jahre jüngerer Vereinskamerad Jona Martens auf. Über 60 Meter (7,32 sek.) zog der 17-Jährige in den Zwischenlauf ein und wurde Zwölfter. Über 200 Meter (22,89 sek.) qualifizierte er sich für die Endläufe der besten Acht, versäumte es allerdings, sich rechtzeitig im Callroom einzufinden.