Harburg
Fussball

Klub Kosova bleibt an der Dratelnstraße eine Macht

Ronald Vass (links, Buxtehude) im Zweikampf mit Kosova-Kapitän Max Groenhagen (r.)

Ronald Vass (links, Buxtehude) im Zweikampf mit Kosova-Kapitän Max Groenhagen (r.)

Foto: Katrin Beyer

Torhüter Sebastian Menzel rettet dem Oberliga-Aufsteiger aus Wilhelmsburg den 3:2-Heimsieg gegen Buxtehude.

Wilhelmsburg.  Zuhause ist der Klub Kosova eine Macht. Zwölf seiner 14 Punkte holte der Oberliga-Aufsteiger an der Dratelnstraße. Dass es gegen den Tabellenletzten Buxtehuder SV mit 3:2 (2:1) den vierten Heimsieg gab, war glücklich. Kosova führte durch das frühe Tor von Maurizio Scalisi, das aber keine Sicherheit brachte. Nachdem sich die körperlich robusten Gäste auf den Kunstrasen eingestellt hatten, übernahmen sie das Kommando und erzielten durch Salim Aichaoui den verdienten Ausgleich. Nach einer halben Stunde hatte Kosova Glück, dass der Schiedsrichter in einer unübersichtlichen Situation auf Elfmeter entschied. Zwar konnte BSV-Keeper Dennis Bock den Strafstoß von Vasco Zawada parieren, war aber gegen den Nachschuss zum 2:0 machtlos.

„Eigentlich hätte es Freistoß für uns geben müssen, weil Benjamin Murray zuerst gefoult worden ist“, ärgerte sich Buxtehudes Trainer René Klawon. Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer für die Estestädter. In der 53. Minute zeigte der Unparteiische nach einem Foul an Mazlum Oruk erneut auf den ominösen Punkt. Der Gefoulte selbst erhöhte auf 3:1. Die Buxtehuder setzten alles auf eine Karte, wurden aber nur einmal durch Aichaouis zweites Tor belohnt (73.).

Kurz davor war der eingewechselte Nico Matern mit einem Elfmeter an Kosovas Torwart Sebastian Menzel gescheitert, der ein halbes Dutzend Großchancen zunichte machte. „Er hat uns mit seiner überragenden Leistung den Sieg gerettet“, zollte Kosova-Coach Thorsten Beyer seinem Keeper ein Sonderlob. Dass für den Buxtehuder SV trotz ansprechender Angriffsleistung nichts heraussprang, frustrierte Klawon: „Viele Großchancen, einmal Pfosten, einmal Latte und dazu ein verschossener Elfer – das ist schon bitter.“

Der FC Türkiye gewann in Unterzahl beim VfL Pinneberg mit 3:1 (1:0). In der Halbzeitpause sah Serhat Yapici zwei gelbe Karten – jeweils wegen Meckerns. Wutentbrannt zerdepperte er eine Scheibe und verletzte sich so schwer, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. Zum Sportlichen: Nach dem 0:2 durch den überragenden Tolgan Tüter konnte Pinneberg auf 1:2 verkürzen (62.), doch mit dem 1:3 durch Medeni Mark Kaya war die Partie entschieden. Bereits am Freitag rettete der FC Süderelbe dank Toren von Mehdi Jaoudat (24.) und Samuel Louca (90.) gegen Aufsteiger TuS Osdorf einen Punkt.