Harburg
Benefizaktion

500 Fans erweisen „Schapper“ die letzte Ehre

Das Tauziehen gegen die Feuerwehr und die Fußballer des FC Süderelbe gewannen die Handballer, angeführt von Torhüter Azeez Oyewusi

Das Tauziehen gegen die Feuerwehr und die Fußballer des FC Süderelbe gewannen die Handballer, angeführt von Torhüter Azeez Oyewusi

Foto: Hans Kall

FC Süderelbe und TV Fischbek erinnern mit Benefizspiel an den unlängst verstorbenen Dieter Czaplinski.

Neugraben.  Dieter Czaplinski hätte seinen Spaß gehabt. Am Kiesbarg standen sich die Oberligafußballer des FC Süderelbe und Oberligahandballer des TV Fischbek und damit jene beiden Vereine gegenüber, die „Schapper“, wie Dieter Czaplinski genannt wurde, besonders am Herzen lagen. Viele Jahrzehnte hatte er sich hüben wie drüben ehrenamtlich engagiert. Anfang August war Dieter Czaplinski gestorben.

Ihm zu Ehren hatten die Vereine zum sogenannten „Schapper-Spiel“ eingeladen. Los ging es am Kiesbarg bereits am Vormittag mit einem Spiel der Handballminis vom TV Fischbek gegen die jüngsten Fußballer des FC Süderelbe. Die Nachwuchsfußballer hatten durchaus ihren Spaß und die Handball-Minis zeigten, dass sie auch Fußball spielen können. Als die beiden Kindermannschaften unter großem Applaus aufs Spielfeld liefen, gab es eine Premiere am Kiesbarg. Zum ersten Mal überhaupt lief „Kalle Kiesbär“ mit auf. Er ist das neue Vereinsmaskottchen des FC Süderelbe.

Im Laufe des Tages kamen immer mehr Zuschauer auf den Sportplatz und selbst nach Anpfiff des „Schapper-Spiels“ ließ der Zulauf nicht nach, letztlich waren es mehr als 500. Den Handballern des TV Fischbek standen die durch Spieler anderer Mannschaften verstärkten Oberliga-Fußballer des FC Süderelbe gegenüber. So liefen Spieler unterschiedlichen Alters auf, die alle mit „Schapper“ zu tun gehabt hatten. In der Halbzeitpause gab es ein Tauziehen, bei dem beide Vereine und die Freiwillige Feuerwehr Fischbek gegeneinander antraten. Aus diesem Kampf ging der TV Fischbek als Sieger hervor.

Letzten Endes gewann der FC Süderelbe das Fußballspiel erwartungsgemäß. Das Ergebnis des Benefizkicks interessierte kaum jemanden. Klar war nur, dass die Handballer das Fußballspiel lediglich mit ein oder zwei Toren verloren hatten.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Clemens Müller vom FC Süderelbe, der zusammen mit Marek Struss vom TV Fischbek einer der Hauptorganisatoren war. „Die Leute haben toll gespendet“, freute sich Müller. Die Erlöse gehen an die Jugendabteilungen. Nach der Partie Spiel blieben viele Aktive und Zuschauer noch lange auf der Sportanlage, um sich in gemütlicher Runde auszutauschen und sich gemeinsam an Dieter Czaplinski zu erinnern.