Harburg
Fussball

Ulli Potofski plaudert aus dem Nähkästchen

VSV-Pressesprecher Thomas Butter, Ulli Potofski, VSV-Präsident Lutz Becker (v.l.)

VSV-Pressesprecher Thomas Butter, Ulli Potofski, VSV-Präsident Lutz Becker (v.l.)

Foto: Günther Bröde / HA

Bekannter Fernsehmoderatorals Pate eines Lesewettbewerbs zu Gast bei den VSV Hedendorf/Neukloster.

Hedendorf.  „HSV-Trainer? Würd´ ich glatt machen.“ Viel lieber aber noch würde er die Bayern trainieren. Der Mann traut sich was, weiß aber auch, was er kann. „Bundesligatrainer sein, heißt zu 70 Prozent Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Und dann musst du nur noch eine Philosophie entwickeln und aus 20 ichbezogenen Millionären eine Mannschaft formen“, begründete er sein überraschendes Bekenntnis.

Und auf dem Gebiet Öffentlichkeitsarbeit ist er nun mal ein Profi. Daran kamen im Vereinsheim der VSV Hedendorf/Neukloster keine Zweifel auf. Am Vorabend seiner Lesung vor gut 100 Viertklässlern aus drei Grundschulen plauderte der bekannte Fernsehmoderator „aus dem Nähkasten“ und zog die Hedendorfer Zuhörerschaft locker in seinen Bann.

Ein besonderes Anliegen des Mannes, der nach dem Schulabschluss eine Lehre als Koch absolvierte, bei Radio Luxemburg anheuerte, als Puppenspieler, Schlagersänger und Diskjockey Bühnenerfahrung sammelte, einmal sogar auf Platz eins in der ZDF-Hitparade landete, es als Sportreporter beim WDR in der Bundesligakonferenz zu bundesweiter Bekanntheit brachte, ist es, Kinder zum Lesen zu animieren.

„Kinder müssen Fantasie und Sprachkompetenz entwickeln. Das geht am besten durch Lesen“, war der Schlussappell von Ulrich Potofski, der bei RTLplus Sportchef war, „Anpfiff“ moderierte und seitdem auf fast allen TV-Kanälen präsent ist. Der strikte Antialkoholiker hat selbst etliche Kinderbücher geschrieben – natürlich über Fußball – und besucht ständig Schulen und liest aus seinen und anderen Büchern vor. Er selbst nennt das eine „Leseshow“.

Einen Eindruck davon, was einen Tag später 130 Grundschüler aus Hedendorf zum Auftakt des von den VSV Hedendorf initiierten Lesewettbewerbs um den Lese-Panda 2016, dessen Pate Ulli Potofski ist, zu hören bekamen, erhielten gut 20 Vereinsangehörige am Abend vorher.

Da nahm der in Gelsenkirchen geborene und bekennende Schalke-Fan kein Blatt vor den Mund, plauderte munter drauflos und ging vor allem auch auf die Fragen der anwesenden Kinder ein und sprach auch über seine zweite große Leidenschaft, den Pferdesport, reihte Anekdote an Anekdote und ließ sich am Schluss viel Zeit, alle Autogrammwünsche geduldig zu erfüllen.