Harburg
Handball

TV Fischbek holt zum Saisonauftakt einen Punkt

Marius Kabuse trifft vier Sekunden vor Schluss zum 26:26 gegen Herzhorn

Neugraben.  Trotz eines nervösen Beginns brachten die Oberliga-Handballer des TV Fischbek von ihrem Saisonauftakt in der neuen Liga vom MTV Herzhorn einen Zähler mit nach Hause. Der Treffer von Marius Kabuse zum 26:26 wendete vier Sekunden vor Schluss die drohende Saisonauftakt-Niederlage ab.

Obwohl sie Anwurf hatten, gerieten die Handballer des TV Fischbek nach zwei Ballverlusten mit 0:2 in Rückstand. Sie ließen aber nicht zu, dass Herzhorn sich gleich absetzen konnte; Rückkehrer Aleksej Kiselev und Marek Struss brachten ihre Mannschaft wieder heran. Es mangelte dann aber an erfolgreichen Abschlüssen. So konnte Herzhorn mit 7:4 in Führung gehen. Doch die Fischbeker fanden zurück ins Spiel, warfen sicherer und Torhüter Azeez Oyewusi konnte sich immer besser auf den Mittelblock verlassen. So war es dann nach rund 20 Minuten Marius Kabuse, der mit seinem Treffer zum 9:8 seine Mannschaft das erste Mal in Führung brachte. Als Robert Mitleider zum 10:8 traf, sah sich Herzhorns Trainer veranlasst, ein Team­timeout zu nehmen.

Seine Worte zeigten Wirkung, denn die Gastgeber drehten das Spiel wieder zu ihren Gunsten. „Die letzten zehn Minuten gehörten leider dem Gegner, denn die Herzhorner hatten beim Abschluss mehr Glück“, gab Fischbeks Trainer Roman Judycki zur Pause zu Protokoll. Beim Stand von 15:11 für den Gastgeber schickten die Unparteiischen die Mannschaften in die Kabinen. Zum Wiederanpfiff trat Fischbek mit einer veränderten Abwehr auf und wurde durch den Wechsel vom 6:0 auf 5:1 etwas offensiver. Herzhorn konnte den Vorsprung zunächst aber halten. Nach sieben Minuten der zweiten Halbzeit machte Oyewusi Platz im Fischbeker Tor für Neuzugang Simon Behrens.

Der hatte zunächst Pech, denn bei den ersten beiden Gegentreffern hatte er die Hände am Ball. Ab der 40. Minute begannen die Fischbeker, den Abstand zu verringern. Bei 21:16 begann die Aufholjagd. Nachdem Neuzugang Marcel Kahns das 19:21 erzielt hatte, nahm Herzhorn erneut eine Auszeit. Soeren Siemens erzielte knapp zehn Minuten später den Ausgleich zum 22:22. Dass diese Aufholjagd von Erfolg gekrönt war, war unter anderem Oyewusi zu verdanken. Judycki wechselte ihn zwischenzeitlich für zwei Siebenmeter wieder ein, die er beide hielt.

Zehn Minuten vor Schluss sah Alexej Kiselev die rote Karte nach einem Foulspiel. Glück im Unglück für ihn und die Mannschaft: Es war eine direkte rote Karte, die keine weiteren Auswirkungen hat. Drei Minuten vor Schluss ging Herzhorn mit 26:25 in Führung. Dann parierte auch Behrens einen Siebenmeter. Und Marius Kabuse traf in die lange Ecke. „Ein großes Lob an die Mannschaft“, sagte Roman Judycki. Sonnabend erwartet Fischbek in der Arena Süderelbe die zweite Mannschaft des THW Kiel, die mit 30:27 gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gewonnen hat.