Harburg
Handball

Zwei Punkte für den Klassenerhalt

8983 KL 17, 9008 23, 9059 Tr, Ersatzbank, 9056 Jubel, 9062 dito, 9095 75, 9157 53

8983 KL 17, 9008 23, 9059 Tr, Ersatzbank, 9056 Jubel, 9062 dito, 9095 75, 9157 53

Foto: Volker Koch / HA

Handballfrauen der SG Wilhelmsburggewinnen Auftaktspiel in der Oberliga mit 30:28 gegen St. Pauli.

Wilhelmsburg.  Das war schon mal ein erster großer Schritt Richtung Klassenerhalt für die Handballfrauen der SG Wilhelmsburg, die nach dem Aufstieg als Hamburger Meister in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein zum Saisonbeginn ihr Heimspiel an der Dratelnstraße gegen St. Pauli mit 30:28 (14:15) gewinnen konnten.

Dabei verlief die Saisonvorbereitung alles andere als optimal. Größtes Problem waren – wie jedes Jahr – die fehlenden Hallenzeiten in den Sommerferien. Also gingen die SG-Handballfrauen tingeln, absolvierten Trainingslager, Blitzturniere und jede Menge Testspiele in fremden Hallen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

So richtig los ging die Vorbereitung erst am 1. September, erst von da an konnten die spielerischen Elemente richtig geübt werden. Ein letztes Testspiel vor Saisonbeginn konnte gegen die ebenfalls in die Oberliga aufgestiegenen SG Altona mit 33:28 gewonnen werden. Das ließ schon Gutes für den Saisonstart erwarten, wenn es auch noch an Ballsicherheit mangelte.

Die erste Halbzeit gegen St. Pauli verlief recht ausgeglichen. Mal führten die Gastgeberinnen mit zwei Toren; dann der FC St.Pauli. Vor allem im Deckungsverband der SG Wilhelmsburg gab es noch Abstimmungsschwierigkeiten, sodass es mit einem knappen Rückstand in die Pause ging.

Die Gäste kamen deutlich besser aus der Kabine und bauten ihre Führung auf 17:14 aus. Dann aber gelang es den SGW-Damen immer besser, das umzusetzen, was ihnen in der Kabine Trainer Sven Petersen aufgetragen hatte, auch wenn die beste Werferin Anna Baeckler in der 42. Minute bei einem Siebenmeter patzte. Die beste Quote von der Strafwurflinie hatte Anna-Lena Spill, die bei sämtlichen vier Versuchen erfolgreich war.

Baecklers Patzer nach der Pause war ihr einziger Fehlversuch von der Linie. Aus einer jetzt sicheren Abwehr heraus erarbeiteten die Wilhelmsburg Damen sich mehr und bessere Chancen, die sie erst zum 20:20-Ausgleich und dann zu einer 25:21-Führung nutzten. Erst zwei Zeitstrafen in den letzten acht Minuten brachten den Motor der Wilhelmsburgerinnen ins Stottern. Der FC St. Pauli nutzte dies und konnte noch einmal verkürzen, kam auf 27:28 heran. Dann verwandelte Anna-Lena Spill ihren vierten Siebenmeter.

Das war aber noch immer nicht die Entscheidung, wieder kam St. Pauli auf einen Treffer heran. Aber das SG-Damenteam ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen und gewann das Spiel am Ende völlig verdient. Erst das 30:28 durch Stefanie Korn brachte die Erlösung. Die ersten zwei Punkte in der neuen Liga waren damit unter Dach und Fach, die dann auch ausgelassen mit den Fans gefeiert wurden.

Die Treffer gegen St. Pauli erzielten Anna Baeckler (6), Johanna Pieszkalla, Anna-Lena Spiel (je 5), Claudia thiede (4), Stefanie Korn, Anne von Holten (je 3), Marlena Busch (2) und Cara Luisa Peters und Dominique Friedrichts (je 1). Am Sonntag gehts zum Auswärtsspiel zum TSV Wattenbek, der sein Auftaktspiel beim TSV Ellerbek deutlich mit 39:28 Toren gewinnen konnte.

Mit einer Niederlage sind die Männer der SG Wilhelmsburg in ihre Saison in der Hamburger Landesliga gestartet. Im Anschluss an das Spiel der Frauen konnten sie in der Halle 1 an der Dratelnstraße nicht an deren erfolgreichen Auftritt anknüpfen und unterlagen gegen den Niendorfer TSV mit 20:15 Toren.

Im Gegensatz zu den SG-Frauen, die mit dem kompletten Kader der Vorsaison und wenigen neuen Gesichtern das Abenteuer Oberliga angehen, hat es im Männerteam von Trainer Jens Petersen nach vielen Jahren hoher personeller Konstanz einen Umbruch gegeben.

Sechs erfahrene Spieler sind zu ersetzen, überwiegend durch junge Spieler aus der eigenen A-Jugend oder etwa durch Jonas von Holten, 20 Jahre alter, 1,98 Meter großer Linkshänder von der HSG Bützfleth/Drochtersen. In zehn Testspielen hat Jens Petersen versucht, aus dem neuen Kader eine Mannschaft zu schmieden. Ein Prozess, der vielleicht noch etwas Zeit braucht.