Harburg
Faustball

Schneverdingens Faustballfrauen holen Titel in die Heide

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Foto: DFBL/Rouven Schoenwandt / HA

3:2-Erfolg im Endspiel gegen Ahlhorn beschert Team von Trainerin Christine Seitz nach 2013 erneut die deutsche Meisterschaft.

Schneverdingen.  Wer Gold holen will, muss auf den Punkt, also zur richtigen Zeit, seine beste Leistung abliefern. Das gilt nicht nur für Olympia in Rio de Janeiro. Auch die Faustballfrauen des TV Jahn Schneverdingen mussten bei der DM-Endrunde in Bredstedt (Schleswig-Holstein) topfit sein und Nervenstärke beweisen, als es darauf ankam. Im Endspiel gegen den Dauerrivalen Ahlhorner SV nutzten sie gleich den ersten von drei Matchbällen zum Gewinn der deutschen Meisterschaft, was ihnen zuletzt 2013 gelungen war. Dabei profitierten sie von einem seitlich ins Aus geschlagenen Ball der erst 18 Jahre alten Ahlhorner Angreiferin Pia Neuefeind, die mit Hinrike Seitz, Theresa Schröder und Aniko Müller Ende Oktober zur Weltmeisterschaft nach Brasilien fahren wird.

Nach dem Punktgewinn zum 3:2 (7:11, 11:7, 6:11, 11:8, 11:7)-Erfolg im Endspiel um die deutsche Meisterschaft kannte der Jubel bei den Faustballfrauen des TV Jahn Schneverdingen keine Grenzen. Diesen Titelgewinn hatten sie sich hart erarbeitet. Schon das Halbfinale gegen den TSV Calw war mit ebenfalls 3:2-Sätzen eine ganz enge Kiste gewesen. In beiden Partien wechselte die Führung ständig, jeweils mit dem besseren Ende für das Team aus Schneverdingen. Cindy Ristel, Laura Kauk, Theresa Schröder, Aniko Müller, Hinrike Seitz und Merle Bremer, die Letztgenannte kam im Endspiel nicht zum Zuge, hatten die Nerven im Griff. Bestes Beispiel war das Ass zum 11:9-Satzgewinn von Cindy Ristel im Halbfinale gegen Calw. Die Angreiferin nach dem Einzug ins Endspiel: „Eigentlich wollten wir an den deutlichen ersten Satzgewinn anknüpfen, das hat aber erst zum Schluss geklappt.“ Das Ergebnis des Halbfinales in Sätzen: 11:4, 7:11, 11:9, 6:11 und 11:4.

Vor dem Endspiel gegen Ahlhorn hatte es kräftig geschüttet, die erfahrenen Frauen des Ahlhorner SV kamen mit den äußeren Bedingungen zunächst besser zurecht, gewannen den ersten Satz. Durchgang zwei ging an Schneverdingen, obwohl Aniko Müller mehrfach die Leine berührte. Doch sie punktete auch eindrucksvoll. Der Punktgewinn zum 8:5 durch Cindy Ristel und die erste Drei-Punkte-Führung für Schneverdingen war die Vorentscheidung. Doch Ahlhorn hat mit Janna Köhrmann eine Ausnahmespielerin in seinen Reihen, die ihr Team wieder auf Kurs brachte. Zumal Schneverdingens Nationalspielerin Theresa Schröder unsicher wurde. Mit Beginn des vierten Satzes kehrte die Sicherheit allerdings zurück, Schneverdingen konnte auf 8:4 davonziehen, nutzte am Ende des Durchgangs aber erst den vierten von fünf Satzbällen zum 2:2-Satzausgleich.

Im letzten und entscheidenden Satz schienen den Jahn-Frauen die Felle davonzuschwimmen. Nach einem weiten Ausball von Hinrike Seitz stand es 2:5. Schneverdingen gelangen jedoch vier Punkte in Folge, beim 6:5 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Der Ahlhorner SV zeigte Nerven, Aniko Müller blieb eiskalt, machte die Punkte zum 8:5 und 9:5. Nach dem 10:7 durch Cindy Ristel hatten die Frauen des TV Jahn Schneverdingen drei Matchbälle und holten sich den Titel.