Harburg
Handball

Buxtehude landet bei Wittlich-Cup auf Platz vier

Foto: Hans Kall

Bundesliga-Handballfrauen absolvieren internationales Turnier und starten zum Trainingslager in Dänemark durch.

Buxtehude.  Vergangenes Jahr gelang noch der Einzug ins Endspiel. Jetzt reichte es für die Handball-Bundesligafrauen des Buxtehuder SV beim Wittlicher Handball-Cup zu Platz vier. Im kleinen Finale unterlag der BSV dem Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund knapp mit 23:24. Davor hatten die Frauen aus der Estestadt durch eine 24:26-Niederlage gegen SG BBM Bietigheim ebenfalls nur knapp den Einzug ins Finale verpasst. Der Sieg ging an den Turnierdebütanten Bietigheim mit einem deutlichen 37:20 (18:10) im Finale gegen den HC Leipzig. Bietigheim dominierte das Turnier wie noch keine Mannschaft in 17 Jahren zuvor.

Im Spiel um Platz drei legten die Buxtehuder Frauen den besseren Start hin, gingen mit 10:6 in Führung. Bis zur Pause (13:13) war der Vorsprung aber dahingeschmolzen. Nach dem Seitenwechsel wechselte die Führung ständig. Buxtehude profitierte vor allem von den Treffern von Jung-Nationalspielerin Emily Bölk. Beim Stand von 23:21 ließ Buxtehude drei Minuten vor Schluss die Chance zur Vorentscheidung ungenutzt. In Überzahl kam Dortmund zum Ausgleich und markierte sogar noch den Siegtreffer.

Zum Auftakt hatten die BSV-Frauen das Duell der letzten beiden DHB-Pokalsieger gegen den HC Leipzig mit 20:23 verloren. Leipzigs Trainer Norman Rentsch setzte konsequent die neue Regel um, nach der eine siebte Feldspielerin gebracht werden kann, die nicht die Torhüterposition übernehmen darf. Ein 27:25 (13:13) gegen Bayer Leverkusen bescherte den BSV-Frauen den Einzug ins Halbfinale. Die beiden stark verjüngten Mannschaften lieferten sich ein lebhaftes und hochklassiges Duell auf Augenhöhe.

Erst sieben Minuten vor Schluss gelang dem BSV beim 23:21 die erste Zwei-Tore-Führung nach der Pause. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass die Kräfte schwanden. Bei 24:24 war wieder alles offen. Mit drei Ballverlusten in Folge brachte sich Leverkusen selbst in Bedrängnis. Buxtehude konterte zweimal eiskalt und als Jessica Oldenburg zum 27:24 traf, war die Partie entschieden.

Im Halbfinale gegen Bietigheim, das nach 12:12 zur Pause verloren ging, war der Buxtehuder SV in den ersten 25 und letzten fünf Minuten ebenbürtig. In Halbzeit eins führten die Norddeutschen häufig. Nach dem Seitenwechsel legte Bietigheim los wie die Feuerwehr, spielte mit mehr Tempo im Angriff und mehr Aggressivität in der Abwehr. Tor um Tor setzte sich die Mannschaft ab, stand fünf Minuten vor dem Ende (25:16) sogar vor einer zweistelligen Führung. Als Bietigheim am Ende eine zusätzliche Feldspielerin einsetzte, kam der BSV noch zu etlichen Treffern ins leere Tor. Am Ende war die Zeit zu knapp, um die Partie noch zu drehen. Die Finalisten Dortmund und Bietigheim hatten sich schon im Gruppenspiel gegenüber gestanden. Auch da gewann Bietigheim mit 24:21 (10:12).

BSV-Trainer Dirk Leun zog ein positives Fazit: „Ich bin mit dem Turnier sehr zufrieden. Ich habe viele gute Phasen gesehen, aber auch die Baustellen, an denen wir noch arbeiten müssen.“ Heute geht es auf die Reise nach Dänemark in ein fünftägiges Trainingslager in Ringköbing.