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Elbmarsch jubelt nach 2:1-Sieg gegen Fleestedt über Aufstieg

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Günther Bröde
Die Aufstiegmannschaft von Eintracht Elbmarsch mit ihrer großer Fangemeinde auf dem Winsener Jahnplatz

Die Aufstiegmannschaft von Eintracht Elbmarsch mit ihrer großer Fangemeinde auf dem Winsener Jahnplatz

Foto: Karsten Schaar / HA

Umstrittenes Relegationsspiel zur Frauen-Landesliga geht nach 0:1-Rückstand noch an das Team von Eintracht-Trainer Jan Flindt.

Winsen.  Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid – das ist im Fußball nicht anders als im übrigen Leben. Und wenn des einen Freud groß ist, dann leidet der andere umso mehr. Wie etwa die Bezirksliga-Fußballfrauen des TuS Fleestedt, die das Aufstiegsspiel gegen Eintracht Elbmarsch mit 1:2 (0:0) verloren, nachdem sie sich bereits in der Landesliga Lüneburg wähnen durften.

„Wir haben extra T-Shirts drucken lassen und den Aufstieg in die Landesliga schon gefeiert. Und jetzt das. Das ist sehr schade“, formulierte Trainer Uwe Jank seinen Ärger mit Bedacht. Hinzu kam, dass die Niederlage unnötig war. „Ich habe uns im Plus gesehen“, sagte Jank, nachdem die Frauen aus Fleestedt schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatten im Relegationsspiel der beiden Bezirksliga-Vizemeister, das nur deshalb angesetzt worden war, weil der ATSV Scharmbeckstotel (Kreis Osterholz) überraschend auf seinen Oberliga-Startplatz verzichtete und stattdessen in der Landesliga antreten will. Dadurch gibt es einen Aufsteiger weniger.

Auch Elbmarsch-Trainer Jan Flindt war nicht glücklich über die Ansetzung des Relegationsspiels. Sein Damenteam hatte den vermeintlich perfekten Aufstieg auf Mallorca gefeiert. Nach dem Schlusspfiff räumte Flindt ein, dass er nun „umso glücklicher“ über den Aufstieg sei. Auch der Erste Vorsitzende Jens Heidemann war mehr als erleichtert. „Ich hatte eine schlaflose Nacht“, sagte er. Ein Grund dafür sei die unbefriedigende Begründung der zuständigen Fußballinstanz gewesen, die lapidar klargestellt hatte, dass Relegationsspiele bis zum 30. Juni zulässig seien.

Also mussten beide Landkreisteams noch einmal alle Kräfte bündeln. Das gelang den Fleestedter Frauen anfangs besser, bis zur Pause hätten sie deutlich führen können. Fünf gut vorgetragene Angriffe ließen Annika Bartels, Annika Völz und Lea Hartgen ungenutzt. Beim einzigen gelungenen Eintracht-Angriff wurde der Schuss von Janieke Lütjens geblockt. „Fleestedt hätte schon vor der Pause in Führung gehen können“, räumte Jan Flindt in seiner Spielanalyse ein.

Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel spitzelte Annika Bartels endlich den Ball zur Fleestedter 1:0-Führung ins rechte untere Toreck. Als bräuchte Elbmarsch erst einen Weckruf, drehten die „Grünen“ jetzt auf. Vanessa Plieschke legte mit der Hacke vor, doch Viola Palleiro zielte über das Tor. In der 68. Minute machte sie es besser, traf aus 20 Metern zum 1:1-Ausgleich. Sieben Minuten später war es Nicole Janßen, die im Anschluss an eine Ecke per Kopfball den Siegtreffer für die Eintracht erzielte.

Das Spiel war gedreht, aber nicht entschieden. Nach einem Freistoß von Annika Bartels senkte sich der Ball auf die Querlatte des Gehäuses von Torhüterin Wiebke Knippelberg von Eintracht Elbmarsch und prallte von dort ins Aus. „Wir hatten große Mühe, nach drei Wochen den Schalter umzulegen. Aber es ist uns gelungen,“ freute sich Jan Flindt und der Jubel seines Frauenteams und der vielen nach Winsen mitgereisten Anhänger nahm kein Ende.

( gb )

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