Harburg
Hockey

Frauen der TG Heimfeld feiern Auftaktsieg

Josefine Düring (links) setzt sich gegen Hannovers Franziska Sambale durch

Josefine Düring (links) setzt sich gegen Hannovers Franziska Sambale durch

Foto: Volker Koch / HA

Die Zweitliga-Hockeydamen starten mit 1:0-Heimerfolg gegen Hannover 78 in die neue Feldsaison. Männer verlieren dagegen mit 1:3.

Heimfeld.  Eine Woche vor dem Startschuss in den Ersten Hockey- Bundesligen sind die Zweiten Ligen in die neue Feldsaison gestartet. 20 Herren- und 16 Damenmannschaften haben sich auf den Weg gemacht, jeweils zwei Aufsteiger in die Erste Liga und jeweils vier Absteiger in die Regionalligen zu ermitteln. Dafür stehen in einer Hin- und Rückrunde 180 Spiele bei den Männern und 112 Partien bei den Frauen auf den Spielplänen. Nach einer langer Winterpause von Ende Oktober und Mitte April 2016 endet die Feldsaison am 12. Juni 2016. Zum Saisonauftakt präsentierten sich in den 2. Bundesligen die Angriffsreihen bereits gut in Schuss. 63 Tore in zehn Spielen bei den Herren und 39 Treffer in den acht Partien der Damen zeugen davon. Dagegen nimmt sich der nur eine Treffer der Damen der TG Heimfeld bei ihrem 1:0 (0:0)-Auftakterfolg vor 200 Zuschauern am Waldschlößchen gegen Hannover 78 geradezu bescheiden aus.

In einer dramatischen Schlussphase zwischen zwei als Abstiegskandidaten gehandelten Mannschaften traten Freud und Leid einer intensive Sportbegegnung erst spät zutage. Nachdem lange Zeit nicht allzu viel darauf hindeutete, dass überhaupt ein Treffer fallen würde, klappte es dann fünf Minuten vor Ende doch noch. Nach Vorarbeit von Franziska Hansen bot sich Lea Dietrichs plötzlich die Schusschance. Argentinisch, also mit der Rückhandkante des Schlägers, vollendete die Heimfelder Angreiferin zum 1:0 für den Gastgeber. Hannover 78 gab sich aber noch nicht geschlagen, mobilisierte in der Folge noch einmal alle Kräfte und schien 45 Sekunden vor Abpfiff auch belohnt zu werden. Nur mit dem Körper konnte eine Heimfelder Verteidigerin den Ball noch vor dem Überschreiten der Torlinie stoppen. Dafür gab es Siebenmeter für Hannover. Nina Baranowski übernahm die Verantwortung, trat an den Punkt und scheiterte an Heimfelds Torhüterin Franziska Brokelmann. Es war die letzte Chance des Gastes auf den Ausgleich, „der auch verdient gewesen wäre“, wie Hannovers Trainerin Michaela Scheibe meinte. Heimfelds Trainer Alexander Linß musste indirekt zustimmen: „Dieses Spiel hätte auch 0:0 ausgehen können.“

Wenig zwingende Torchancen konnten beide Teams in einer weitgehend zerfahrenen Partie herausspielen. „In der zweiten Halbzeit wurde es bei uns etwas besser, aber nach wie vor gab es Phasen, in denen gar nichts ging“, so Linß, der vor allem die „vielen einfachen Fehler“ bemängelte. Sein Fazit: „Wir freuen uns über die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, müssen uns aber auf alle Fälle steigern.“ Am Sonnabend um 14 Uhr ist der Club Raffelberg am Waldschlößchen zu Gast, am Sonntag um 12 Uhr Blau-Weiß Köln.

Weniger Glück als die TGH-Damen bei ihrem 1:0 gegen Hannover hatten die Heimfelder Herren vor 180 Zuschauern gegen den gleichen Verein. Dabei spiegelte das 1:3 nicht unbedingt das Geschehen auf dem Spielfeld wieder. „Hannover war nicht so stark wie erwartet. Wir konnten überraschend gut mithalten und sogar überwiegend das Spiel machen“, kommentierte TGH-Spieler Dennis Stiller das Geschehen.

Mit einem Tag des Tennis nimmt die TGH die sanierte Sporthalle wieder in Betrieb

Von der Zahl der herausgespielten Chancen war Heimfeld sogar im Vorteil, doch der Vizemeister des Vorjahres agierte bei seinen Kontern eiskalt. Besonders ärgerlich war es für die Gastgeber, dass die Heimfelder beim Stand von 0:1 auf einen Eckenpfiff warteten, fast kollektiv im gegnerischen Kreis stehen blieben und Hannover den Konter zum 0:2 fuhr. Nach dem schnellen 0:3 nach der Pause verlegte sich der Gast noch mehr auf die Defensive. Heimfeld versuchte viel und spielte sich auch häufiger gut durch, aber den Stürmern, allen voran Spielertrainer Alexander Otte, klebte an diesem Tag das Pech am Schläger. Nur noch ein Eckentor durch Leon Martini fiel noch zum 1:3-Endstand. „Wir hatten Chancen für fünf, sechs Tore, doch unser Problem aus der vorigen Saison sind wir noch nicht los“, beschrieb Stiller die anhaltenden Mängel bei der Chancenverwertung. Nächsten Sonnabend führt der Spielplan die Männer der TG Heimfeld zum Auswärtsspiel um 11.30 Uhr zum Großflottbeker THGC.

Eingebettet war die Eröffnung der neuen Hockey-Feldsaison in die Feierlichkeiten der TG Heimfeld zur Wiedereröffnung der grundsanierten Tennishalle. Das undichte und zudem asbesthaltige Dach sowie die Giebelwände wurden komplett erneuert. Zur Verbesserung der Energieeffizienz erhielt die Halle eine moderne Warmwassergeführte Deckenstrahlheizung. Die Beleuchtung der Halle erfolgt nunmehr in einem warmen LED Licht. Von diesen Maßnahmen erhofft sich die TGH Einsparungen an Energiekosten von mehr als 50 Prozent. Am wichtigsten ist aber die Erneuerung des Spielbelages durch einen gelenkschonenden Teppichboden, der durch ein Elastikvlies eine zusätzlich Dämpfung bekommen hat. Gefeiert wurde mit Showtraining in der Halle, Schnuppertennis für Erwachsene und Kinder auf den Außenplätzen, Aufschlags-Geschwindigkeitsmessungen und den Endspielen um die Clubmeisterschaften. Musikalisch untermalt wurde der Tag des Tennis bei der TG Heimfeld von Jazzmusik der Homefield Stompers.