Harburg
Leichtahletik

Xenia Rahn muss Länderkampfdebüt vorzeitig beenden

Hanstedt.  Ihren ersten Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft hat sich Xenia Rahn ganz anders vorgestellt. Beim traditionellen Mehrkampf-Länderkampf gegen die USA musste die Leichtathletin vom MTV Hanstedt den Siebenkampf nach der dritten Disziplin beenden. „Bei Xenia ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen“, sagte Trainer Wolfgang Striezel, der ebenso wie Rahns Familie aus der Nordheide nach Bernhausen bei Stuttgart gefahren war, um seinen Schützling zu betreuen. Die 24-Jährige, die Mitte Juni ihren letzten Wettkampf in den USA bestritten hatte, kämpft mit den Folgen eine Zerrung auf der Rückseite des rechten Oberschenkels.

Schon bei den 100 Meter Hürden verspürte Xenia Rahn wieder Schmerzen und konnte die letzten drei Hindernisse nur humpelnd absolvieren. In 14,38 Sekunden blieb sie acht Zehntel hinter ihrer Bestzeit zurück. Durch den Hochsprung (1,66 m) und das Kugelstoßen (11,76 m) quälte sie sich noch, um vor den 200 Metern den Mehrkampf schweren Herzens zu beenden. „Alles andere hätte überhaupt keinen Sinn gemacht“, so Striezel. Am Mittwoch fliegt Xenia Rahn in die USA zurück. Ende August beginnt an ihrer neuen Universität in Athens in Georgia bereits das Training für die Wintersaison.

Den Länderkampf gewannen zum sechsten Mal in Folge die US-amerikanischen Frauen mit 1000 Punkten Vorsprung vor Deutschland.