Harburg
Vereinssport

Ralf Spengler – ein halbes Leben für den HSC

Harburg.  Als er im Tennisheim an Rabenstein die Jahreshauptversammlung 2015 des Harburger Sport-Clubs eröffnete, war es wie immer in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Ralf Spengler hakte routiniert wie immer und mit gezielten Worten die Tagesordnungspunkte ab, ehrte verdiente Mitglieder und schloss seine Rede an die versammelten Vereinsmitglieder mit den Worten: „Altersbedingt werde ich nach einer Präsidentschaft von 42 Jahren nicht mehr kandidieren.“

Ralf Spengler, der im August seinen 80. Geburtstag zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern samt deren Familien feiern will, war seit 1973 Präsident des Harburger Sport-Clubs. Nicht nur sein Rat als Funktionär war gefragt. Seine Entscheidungen prägten den Verein und auch sportlich trat er durch Erfolge hervor. Sechs Mal wurde er Hamburger Einzelmeister im Tischtennis, 18 Mal Bezirksmeister, 16 Mal vertrat er die Hansestadt bei Tischtenniswettbewerben und drei Jahre spielte er sogar in der Ligamannschaft des HSV-Fußball. Seinen Ausgleich fand er seit 1999 im eigenen Verein durch Tennis.

Auf zielstrebige Art hat er 42 Jahre lang die Geschicke des HSC geleitet

Auf seine zielstrebige Art hat er 42 Jahre lang die Geschicke des HSC geleitet. Als Ralf Spengler erstmals seine Nominierung zum Vereinspräsidenten des Harburger Sport-Clubs annahm, konnte er noch nicht wissen, was er sich aufgehalst hatte und wie lange er diesen Job ausüben würde. Alle zwei Jahre sah er sich wieder und wieder in der Verantwortung und blieb an der Führungsspitze. Doch mit fast 80 Jahren ist nun endgültig Schluss. Die Führung seines Vereins legt er nun in jüngere Hände.

Die Laudatio hielt mit Lothar Tietze ein langjähriger Weggefährte von Spengler. Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sich Erhard Erichsen bei Ralf Spengler für dessen unermüdlichen Einsatz in mehr als vier Jahrzehnten. Die Vereinsmitglieder verabschiedeten ihren scheidenden Präsidenten mit Standing Ovations.

Als neuer Präsident wurde einstimmig Erhard Erichsen gewählt. Ebenfalls ohne Gegenstimme erfolgten die Bestellungen von Juval Karanikas zum Vizepräsidenten und die Wahl der beiden neuen Beisitzer Thomas Thomsen und Ronald Bartels durch die Jahreshauptversammlung.