Harburg
Handball

SV Beckdorf greift nach dem Strohhalm

Handball-Relegationsrunde am Sonnabend ist letzte Chance auf den Verbleib in der 3. Liga

Beckdorf.  Wenn sich am Sonnabend in Bernburg in Sachsen-Anhalt von 11.30 Uhr an die bisherigen Handball-Drittligisten HG 85 Köthen, TuS Fürstenfeldbruck und SV Beckdorf in einer Relegationsrunde gegenüberstehen, steht noch nicht fest, ob überhaupt eine Mannschaft oder vielleicht sogar alle drei auch in der kommenden Saison wieder in der 3. Handball-Liga spielen dürfen.

Zu der Relegationsrunde treten die drei Tabellen-14. der Staffeln Ost, Süd und Nord prophylaktisch an und müssen dann abwarten, ob vielleicht die eine oder andere Mannschaft die Lizenzauflagen nicht erfüllen kann oder ein Aufsteiger auf sein Spielrecht verzichtet. Der Tabellen-14. der Dritten Liga West, VfL Gladbeck, hat auf die Teilnahme an der so genannten Abstiegsrelegation verzichtet.

Dass es um mehr als die sprichwörtliche goldene Ananas geht, zeichnet sich allerdings ab. Aus der Oberliga Niedersachsen wollen dem Vernehmen nach weder die HSG Nienburg als Erster noch der MTV Vorsfelde als Zweiter noch die folgenden Mannschaften MTV Großenheidorn und HG Rosdorf-Grone aufsteigen. Somit erhält das Relegationsturnier wohl doch seine eigene Brisanz. Den besonderen Reiz macht auch aus, dass die Gegner durchweg unbekannte Größen sind.

Gastgeber Köthen verfügt wohl über die beste Abwehr, hat 8:2 Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt und ist in der Rückserie immer torgefährlicher geworden. Drei Siege und zwei Unentschieden – das ist eine Bilanz, die weder der TuS Fürstenfeldbruck (zwei Siege, drei Niederlagen) noch der SV Beckdorf (ein Sieg, vier Niederlagen) vorweisen können.

Der SV Beckdorf tritt mit dem erfolgreichsten Angriff an. Auch der TuS Fürstenfeldbruck traf in der Saison häufiger als die Ostdeutschen. Der erfolgreichste Werfer steht mit Maris Versakovs (159/54 Tore) im Team des SV Beckdorf.