Harburg
Leichtathletik

Ein schmerzhafter Pfingstausflug

Freud und Leid liegen für die Leichtathleten beim 34. nationalen Sportfest in Zeven dicht beieinander

Winsen.  Das hatte sich Josefine Meyer-Ranke (LG Nordheide) anders vorgestellt. Mit einem schnellen 1500-Meter-Lauf beim nationalen Pfingstsportfest in Zeven wollte sie sich in Form bringen für einen Angriff auf die 3000-Meter-Norm für die U20-Europameisterschaften im Juli in Schweden. Dieses Vorhaben konnte sie nach wenigen Metern begraben, als die U20-Läuferin nach einem Startgerangel unsanft auf der Kunststoffbahn landete. Abschürfungen an beiden Knien, an der Hüfte und sogar im Nackenbereich waren die Folge. Aufgeben galt für „Fini“ jedoch nicht. Sie rappelte sich auf, eilte dem Feld hinterher und beendete ihre ungewöhnlichen 1500 Meter in 5:00,40 Minuten – 20 Sekunden über Bestzeit. Das reichte immerhin zu Rang drei und dem U20-Titel bei den parallel ausgetragen Bezirksmeisterschaften.

Besser lief es für Bjarna Liv Lakämper vom MTV Hanstedt, die schon im Vorlauf über 100-Meter-Hürden die Norm für die deutschen U18-Meisterschaften erfüllte. War sie in Garbsen noch um eine Hundertstel gescheitert, unterbot sie die geforderten 14,70 Sekunden jetzt in 14,49 sek. deutlich. Im Finale (14,70 sek./3. Platz) war etwas die Luft raus. Daneben gefiel die 16-Jährige als Vierte mit Kugel (11,69 m) und Siebte im Weitsprung (5,19 m).

Als strahlender Sieger kehrte Felix-Tombe Martens (LG HNF) an den Opferberg nach Neugraben zurück. Bei seiner Premiere über 400 Meter Hürden rannte der Schützling von Trainer Hans Peters hervorragende 54,24 Sekunden und steht in der deutschen U20-Bestenliste an Position drei. Quasi zum Warmwerden war er die 100 Meter in der Bestzeit von 11,12 Sekunden gelaufen und hatte Rang zwei belegt. Sein jüngerer Bruder Jona Martens (U18) wurde Fünfter über 100 m und Achter über 200 m.