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VfL Fredenbeck verschafft sich Luft

Handball-Drittligist gewinnt 35:33 gegen Großburgwedel. SV Beckdorf verliert 25:27 in Oranienburg

Fredenbeck/Beckdorf. Die Einen haben einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, die Anderen finden einfach nicht in die Spur. Während der VfL Fredenbeck mit 35:33 (15:15) gegen die TS Großburgwedel die erste und vielleicht schwierigste Hürde in drei Heimspielen in Folge genommen hat, strauchelte der SV Beckdorf mit 25:27 (12:14) beim Oranienburger HC und muss weiter zittern.

Für den VfL Fredenbeck war es das vielleicht wichtigste Spiel der Saison. Bei einer Niederlage hätte wohl bis zum Ende der Spielzeit gezittert werden müssen. Entsprechend nervös begann die Mannschaft, ließ in der ersten Minute gleich drei klare Torchancen aus. Bis zur Pause konnte sich in der Fredenbecker Geestlandhalle keine Mannschaft absetzen. Der Pausenstand von 15:15 stand bereits drei Minuten vor der Sirene fest. Maciek Tluczynski hätte mit einem Siebenmeter seine Mannschaft noch vor der Pausensirene in Führung werfen können, wenn er einen Strafwurf verwandelt hätte.

VfL-Trainer Andreas Ott hatte noch einige Alternativen in petto, wechselte Keeper Henry Köpke und Karol Moscinski ein. Nach einem 17:21-Rückstand setzte er im Rückraum auf Zdenek Polasek, der ansonsten nur in der Abwehr eingesetzt wurde. Der Tscheche zeigte viel Einsatz, erzielte das 19:22, den 22:23-Anschlusstreffer und schließlich den Ausgleich zum 25:25. Jetzt war wieder alles offen und Ott zog den zweiten Trumpf: David Oppong. Mit zwei Toren in Folge brachte der quirlige Rückraumspieler den VfL in der 55. Minute in Führung zum 31:29. Maciek Tluczynski setzte drei Sekunden vor dem Schlusspfiff mit dem Treffer zum 35:33 den Deckel auf den Sieg.

Bester Werfer des VfL Fredenbeck war Lars Kratzenberg mit sieben Toren, je vier Treffer erzielten Bennet Kretschmer, Jonas Buhrfeind und Zdenek Polasek. Drei Punkte beträgt der Abstand des VfL Fredenbeck jetzt zum ersten Abstiegsplatz, den der Kreisrivale SV Beckdorf einnimmt. In zwei weiteren Heimspielen erwarten die Fredenbecker jetzt Schlusslicht SG Achim/Baden und den zweiten Abstiegskandidaten HSG Varel-Friesland.

Der SV Beckdorf kam beim Oranienburger HC erst in den letzten zwei Minuten unter die Räder. Bis dahin hatte sich die Heimmannschaft nur einmal mit 16:13 mit mehr als einem oder zwei Toren absetzen können. Nach dem 24:24 gelangen den Oranienburgern drei Treffer in Folge, das 25:27 durch Maris Versakovs war am Ende nur noch Ergebniskosmetik. Weil aber auch Varel (25:26 gegen HF Springe) und OHV Aurich (22:25 gegen Altenholz) verloren haben, bleibt im Abstiegskampf fast alles beim Alten.

Von allen Abstiegskandidaten konnte am Wochenende nur der VfL Fredenbeck gewinnen. Bester Beckdorfer Werfer war Henning Scholz mit zehn Treffern.