Harburg
Ashausen

2:2 – Borstel nutzt leichte Vorteile in Ashausen nicht aus

In der Bezirksliga zwei gewinnt Scharmbeck das Stadtderby beim TSV Winsen mit 1:0

Ashausen. Der MTV Ashausen-Gehrden ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Bezirksliga zwei. Nach zwei Siegen mit 10:1-Toren trotzte das Team von Trainer Steffen Harms dem Tabellenzweiten MTV Borstel-Sangenstedt beim 2:2 (0:0) im Nachbarschaftsderby einen Punkt ab. „Verdient“, meinte Harms. „Etwas glücklich“, befand Borstels Coach Sven Kathmann. Je nach Sichtweise lässt der Spielverlauf beide Interpretationen zu. Im ersten Durchgang der zerfahrenen und mit großen Emotionen geführten Partie präsentierten sich die Gäste aus Borstel als das etwas bessere Team. Dass es torlos in die Pause ging, war aus Ashausener Sicht etwas glücklich.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den rund 150 Zuschauern ein anderes Bild. Nun nahm Ashausen das Heft in die Hand und erzielte im Anschluss an eine Ecke per Abstauber des von Altona 93 zurückgekehrten Torjägers Jan-Niklas Schulga das 1:0 (48.). Wer geglaubt hatte, dieser Treffer würde den Hausherren Sicherheit geben, sah sich getäuscht. Nun kamen die Gäste wieder besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Der fiel durch Fabian Ehrig (66.). Begünstigt von Ashausens Tim Francke, der „über den Ball gehauen hat“, so Harms. Kurz darauf ging Borstel-Sangenstedt durch Niklas Lingen (71.) sogar mit 2:1 in Führung. Das Tor fiel nach einem perfekt ausgespielten Konterangriff, der aus einer Ecke für Ashausen entstand. Weil sich Borstels Marten Will dann eine geistige Auszeit nahm und von der Mittellinie einen verunglückten Rückpass zum Torwart spielte, konnten die Hausherren einen Punkt ergattern. Niklas Witte profitierte vom „katastrophalen Fehlpass“, so Kathmann, und markierte das 2:2 (76.).

Der TSV Winsen verlor das Verfolger-Derby auf dem Jahnplatz gegen die SG Scharmbeck-Pattensen mit 0:1. Das goldene Tor erzielte Sascha Damm in der 42. Minute. Im Kampf um Relegationsplatz zwei hat Scharmbeck die Nase als Fünfter wieder vor den Winsenern. Die besten Karten haben derzeit Borstel (2. Platz) und Meckelfeld (3.)