Harburg
Buchholz

SGH Rosengarten gewinnt auch in Bensheim

Eine fast perfekt erste Hälfte ist der Grundstein für den 30:26-Erfolg in Hessen

Buchholz. Viel Zeit, um sich über den Saisonsieg Nummer zwölf in der 2. Bundesliga zu freuen, hatten die Handball-Frauen der SGH BW Rosengarten-Buchholz nicht. Eine halbe Stunde stand den Frauen zum Duschen und Umziehen und für die schnelle Fahrt zum Bahnhof zur Verfügung. Erst als das Team im Zug auf der Rückfahrt nach Hamburg saß, kam langsam Freude auf. Mit 30:26 (17:11) hatte die SGH BW Rosengarten-Buchholz das schwere Auswärtsspiel beim Verfolger HSG Bensheim/Auerbach gewonnen und den zweiten Tabellenplatz punktgleich hinter dem ambitionierten BVB Borussia Dortmund gefestigt, weil die Konkurrenz erneut patzte.

Für Trainer Steffen Birkner war es im südhessischen Bensheim an der Bergstraße das erwartet schwere Spiel. Die Flames waren in eigener Halle noch unbesiegt. „Den Grundstein zum Sieg haben wir in der ersten Halbzeit gelegt“, sagte Birkner, da habe seine Mannschaft 25 Minuten lang fast perfekt gespielt. „Es hat fast alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben“, freute sich Steffen Birkner, der sein persönliches Saisonziel mit 24 Pluspunkten schon übertroffen hat. In der zweiten Halbzeit haben seine Frauen auch dagegengehalten, als die Partie körperlich intensiver wurde und manchmal die Grenze des Erlaubten überschritt.

Die früheren Rosengarten-Spielerinnen Sanne Hoekstra (9/5 Tore) und Anja Ernsberger (4) machten in der zweiten Halbzeit die Partie noch einmal spannend, als die Gastgeberinnen mit einem 6:1-Lauf innerhalb von vier Minuten auf 24:25 herankamen. Doch der Ausgleich fiel nicht. Stattdessen zeigte das Birkner-Team Nervenstärke und blieb auf der Siegerstraße. Ein Sonderlob gab es für Lisa Prior als unermüdliche Antreiberin mit der ständig die nötigen Räume schaffenden Nicole Steinfurth und der als Vollstreckerin und sicheren Siebenmeter-Schützin überzeugenden Sabine Heusdens (12/5). Ansonsten sprach Birkner von einer geschlossene Mannschaftsleistung.

Am kommenden Sonnabend, 31. Januar, erwarten die Luchse in der Nordheidehalle den Tabellenletzten TSV Travemünde. „Das wird schwer“, sagt Steffen Birkner, weil der TSV befreit aufspielen könne. Gedanken an das danach folgende Spitzenspiel der 2. Liga bei Borussia Dortmund macht sich der Coach noch nicht. „Erst einmal das Nordderby meistern, dann sehen wir weiter“, sagte Steffen Birkner.

Die Tore: Sabine Heusdens (12/5), Nicole Steinfurth, Nina Schilk (je 5), Sarah Lamp, Lisa Prior (je 3), Isabell Kaiser, Elena Nendza (je 1)