Harburg
Buchholz

Rosengarten spielt sich beim Aufsteiger in einen Rausch

Zweitliga-Handballfrauen feiern einen 38:22-Kantersieg beim TSV Haunstetten

Buchholz. Kleiner Kader, großer Sieg. Selbst die kühnsten Optimisten hatten im Vorfeld nicht mit einem derart deutlichen Ergebnis gerecht. Die Zweitliga-Handballfrauen der SGH BW Rosengarten-Buchholz bleiben auch im vierten Auswärtsspiel der neuen Saison ungeschlagen. Und nicht nur das: nach anfänglich harter Gegenwehr der Gastgeberinnen vom TSV Haunstetten feierte das Team aus der Nordheide letztlich sogar einen 38:22 (20:15)-Kantersieg. Dank des höchsten Saisonerfolges zieht Rosengarten aufgrund des besseren Torverhältnisses an Neckarsulm (beide 11:3 Punkte) vorbei und rückt auf den dritten Tabellenplatz vor.

Die Schwaben aus Haunstetten, bis dato mit 6:6 Punkten bester Aufsteiger, wollten unbedingt ihre mäßige Heimbilanz (2:4 Punkte) aufbessern und gingen in Augsburg entsprechend engagiert in die Partie. Rosengarten brauchte die Anfangviertelstunde (2:4, 9:10), um sich auf die offensive 3-2-1-Deckung einzustellen und hinten die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüterin zu finden. Mit einem 5:0-Lauf auf 14:10 (19. Minute) setzte das Team von Trainer Steffen Birkner ein erstes Ausrufezeichen und sorgte bis zur 42. Minute bereits für die Entscheidung. Haunstetten warf fast 15 Minuten kein Tor, Rosengarten zog von 19:15 auf 27:15 davon.

Birkner war überrascht, dass die Gastgeberinnen die Ende der ersten Halbzeit praktizierte Doppeldeckung gegen Lisa Prior und Sabine Heusdens nicht fortsetzten. So durften die acht Feldspielerinnen der SGH schalten und walten wie sie wollten, spielten sich geradezu in einen Rausch und liefen, gestützt auf eine stark verbesserte Abwehrleistung, zahlreiche Konter. Selbst die aus Haunstetten stammende Alina Schneider, die die Saisonvorbereitung aufgrund eines Bundeswehr-Seminars bei ihrem Heimatverein absolviert hatte, konnte ihre ersten beiden Saisontore für Rosengarten erzielen.

„Wir haben dann sehr schön Handball gespielt“, lobte Trainer Birkner seine Mannschaft, „es hat mir richtig Spaß gemacht, dabei zuzusehen. Und ich musste kaum Anweisungen geben.“ Vor dem nächsten Heimspiel am 16. November, 15 Uhr, gegen Rödertal können Trainer und Team in Ruhe die wenigen Defizite aufarbeiten. Ab Mitte November folgen bis Weihnachten noch sechs Punktspiele in Folge.

Die Tore: Nina Schilk (8), Sabine Heusdens (8/5), Sarah Lamp, Nicole Steinfurth (je 7), Isabell Kaiser (4), Lisa Prior, Alina Schneider (je 2)