Lüneburg

Niederlage im Verfolgerduell ist kein Rückschlag

Lüneburger SK unterliegt in der Fußball-Oberliga bei Lupo Martini Wolfsburg mit 1:3

Lüneburg. Eine unglückliche 1:3-Niederlage im Spitzenspiel der Oberliga Niedersachsen kassierten die Fußballer des Lüneburger SK Hansa beim formstarken Vorjahreszweiten Lupo Martini Wolfsburg. In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten – bis aus zwei folgenreiche Ausnahmen für den LSK. In der 26. Minute segelte von der rechten Seite ein Freistoß in den Strafraum an Freund und Feind vorbei. Plötzlich stand ein Wolfsburger Spieler frei und brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten und die Kunststoffkugel zum 1:0 über die Linie drücken.

Der zweite Treffer drei Minuten vor dem Pausenpfiff war fast eine Dublette. Dieses Mal war es eine Flanke, die über alle Köpfe hinweg in den Lüneburger Strafraum sauste und wieder war ein Wolfsburger Fuß zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. „Wir haben zweimal gepennt und sind dafür spielentscheidend bestraft worden“, kommentierte Lüneburgs Co-Trainer Thomas Oelkers die Situationen und fügte in Anspielung auf den Verlauf der zweiten Halbzeit hinzu: „Die Niederlage war aber völlig unnötig.“ Der Grund: Nach dem Wiederanpfiff entfachte der LSK einen Dauerdruck auf das Wolfsburger Tor. Das Engagement wurde früh durch den Anschlusstreffer von Finn-Patrick Gierke (49.) belohnt, der aus 18 Metern nach Vorlage von Lukas Hertting traf. Die Schlüsselszene ereignete sich in der 70. Minute: Gierke wurde im Strafraum gefoult, Gökhan Iscan schoss den Elfmeter platziert in die linke Ecke, doch Wolfsburgs Torwart hatte das geahnt und parierte. Den Abpraller setzte der Hertting unbedrängt per Kopf über das Tor. „Wir haben heute zwei Elfer vergeben“, kommentierte der konsternierte Oelkers die riesige Doppelchance. Trotz der deprimierenden Fehlschüsse drängte der LSK weiter auf den Ausgleich, doch auch Sven Möller scheiterte mit einer Riesenmöglichkeit. „In dieser Phase roch es nicht nach Ausgleich, es stank danach“, so Oelkers. Es kam wie es kommen musste. In der 87. Minute tauchte ein Wolfsburger frei vor dem Lüneburger Tor auf und traf – die endgültige Entscheidung. Zum gebrauchten Tag passte, dass dieser Treffer aus abseitsverdächtiger Position fiel. „Tore zählen, das müssen wir anerkennen“, lautete das Fazit von Oelkers, der von einem Rückschlag nichts wissen wollte. „Wir haben gelernt, solche Spiel wegzustecken.“