Stade

Basketballer des VfL Stade verlieren nach Verlängerung

Unglückliches 80:86 in der 2. Bundesliga beim Schlusslicht MTV Herzöge Wolfenbüttel

Stade. Wie es Trainer Benka Barloschky vorausgesagt hatte, war das Auswärtsspiel des VfL Stade in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B beim MTV Herzöge Wolfenbüttel vor 365 Zuschauern eine intensive und enge Partie. Am Ende hatten die Herzöge mit 86:80 (31:29, 68:68) erst nach Verlängerung die Nase vorne. Während den Gastgebern damit der erste Sieg im siebten Spiel gelang, kassierte der VfL Stade nach zwei Siegen die fünfte Niederlage in Folge. Beim VfL Stade überzeugen konnte Center Jan-Christian Both mit 17 Punkten und zehn Rebounds. Reginald Hopkins (23 Punkte) und Steffen Kiese (14) kamen jeweils auf zweistellige Punktausbeuten, kämpften jedoch etwas mit ihren Wurfquoten.

Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf. Gegen Ende des dritten Viertels gelang Stade ein 11:4-Lauf. Nachdem Hopkins zwei Freiwürfe zur 44:43-Führung verwandelt hatte, trafen in dieser Phase Kester Mayr und zweimal Jan-Christian Both von hinter der Dreipunktelinie. Einen knappen Vorsprung konnten die Gäste bis kurz vor Schluss halten. Erst eine Minute vor der Schlusssirene gelang Wolfenbüttels Stephan Schubert per Dreier zum 68:67 wieder ein Führungswechsel. Hopkins konnte mit einem von zwei verwandelten Freiwürfen direkt wieder den Ausgleich herstellen.

In der Verlängerung übernahmen die Gastgeber das Kommando und die Führung. Eine Minute und neun Sekunden vor Schluss konnte Steffen Kiese mit einem Mitteldistanzwurf noch einmal auf 78:81 verkürzen. Nach einer Auszeit von Benka Barloschky zog Kiese den Kontakt, allerdings kein Foul, und Jan-Christian Boths Versuch, den Offensivrebound für eine dritte Chance zu holen, wurde als Lose-Ball-Foul abgepfiffen. „Das waren zwei 50:50-Situationen bei der Frage, ob es ein Foul war oder nicht“, so Barloschky. Danach gelang es Wolfenbüttel, den Vorsprung zu verwalten. „Das ist bitter“, war Barloschky nach dem starken Einsatz seines Teams vom Ergebnis zwar enttäuscht, sah aber eine Leistungssteigerung. Laimonas Kubickas, von Hamburg-Bramfeld gekommen, hat aus persönlichen und beruflichen Gründen den VfL Stade verlassen.